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US Open: "Schlacht der Teenager" elektrisiert die Tennisfans


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"Schlacht der Teenager" elektrisiert die Tennisfans

Von t-online, BZU

Aktualisiert am 11.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Emma Raducanu kann ihren Finaleinzug kaum glauben: Die junge Britin schaffte es als Qualifikantin ins Endspiel.
Emma Raducanu kann ihren Finaleinzug kaum fassen: Die junge Britin schaffte es als Qualifikantin ins Endspiel. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)
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Im Herren-Tennis ziehen fast immer die gleichen Athleten in die Endspiele der

In Großbritannien ist die Sehnsucht nach Erfolgen bei Grand-Slam-Turnieren traditionell groß. Dabei ist die tennisverrückte Insel alles andere als erfolgsverwöhnt. Der Letzte, der einen Triumph bei den großen vier Tennisturnieren einheimsen konnte, war Andy Murray. Das ist auch schon wieder fünf Jahre her. 2016 holte sich der in Glasgow geborene Schotte den Sieg in Wimbledon.

Bei den Frauen wartet man in Großbritannien sogar seit 1977 auf einen Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Virginia Wade war die letzte Athletin, der das gelang.

Umso größer war nun das Beben, als die erst 18 Jahre alte Emma Raducanu in der Nacht von Donnerstag auf Freitag das Endspiel der US Open erreichte. Raducanu ist eine Qualifikantin, die vorher wohl niemand auf dem Zettel hatte. Nicht einmal die Briten selbst, die sich so sehr nach einem neuen Star im Tennis sehnen.

Ohne Satzverlust ins Endspiel

Doch die 150. der Weltrangliste spielte sich schnell in den Vordergrund, schaltete eine Gegnerin nach der anderen aus, ließ selbst Olympiasiegerin Belinda Bencic oder die an 17 gesetzte Griechin Maria Sakkari chancenlos zurück. Sie geht ins Finale, ohne einen einzigen Satz verloren zu haben. Die Tochter einer Chinesin und eines Rumänen ist die erste Qualifikantin in einem Finale der US Open. Nun könnte sie der britischen Grand-Slam-Geschichte ein weiteres ruhmreiches Kapitel hinzufügen.

Belinda Bencic (r.) gratuliert Emma Raducanu nach ihrem überraschenden Sieg.
Belinda Bencic (r.) gratuliert Emma Raducanu nach deren überraschenden Sieg. (Quelle: Geoff Burke/Reuters-bilder)

Dafür muss sie nur noch Leylah Fernandez bezwingen. Die ist 19 Jahre jung, weshalb die britische Tageszeitung "The Sun" das Duell am Samstag (22 Uhr MESZ) "Battle of the Teens" taufte – "Schlacht der Teenager".

Außer dem Finaleinzug und ihrer Jugend haben die beiden Tennisspielerinnen noch eine weitere Gemeinsamkeit: das Geburtsland. Beide kamen in Kanada zur Welt. Während Raducanu jedoch als Fünfjährige mit ihren Eltern nach Großbritannien zog, wuchs Fernandez in Kanada auf.

Fernandez machte in Montreal ihre ersten Schritte im Tennissport, entwickelte sich stetig weiter und gewann Jugendturniere wie die Roland Garros Juniors in Paris. Bei den Frauen ist sie seit 2020 dabei, kam aber bei den Australian Open und in Wimbledon über die erste Runde nicht hinaus. Nur bei den French Open schaffte sie es nach zwei Siegen in die dritte Runde. Es waren ihre bisher einzigen Erfolge bei Grand-Slam-Turnieren – bis zu den US Open.

Auch Leylah Fernandez hatten nur wenige Experten auf dem Zettel.
Auch Leylah Fernandez hatten nur wenige Experten auf dem Zettel. (Quelle: Paul Zimmer/imago-images-bilder)

Tränen des Vaters

In New York warf Fernandez eine Topfavoritin nach der anderen raus. Naomi Osaka, Angelique Kerber, Elina Svitolina, Aryna Sabalenka. Die Liste ihrer bisherigen Gegnerinnen ist namhaft, umso größer ist der Respekt vor der jungen Kanadierin mit der "Wundervorhand", wie "Zeit Online" schrieb.

Was das Finale auch für sie so besonders macht, ist ihre Geschichte. Als Tochter eines Ecuadorianers und einer Kanadierin mit philippinischen Wurzeln steht sie in Flushing Meadows für Kanada auf dem Platz. Was das für ihren Vater Jorge bedeutet, zeigte er in einem tränenreichen TSN-Interview:

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"Wir sind eine Familie von Immigranten. Wir hatten nichts und Kanada öffnete die Tür für uns. Und hätte es das nicht getan, hätten wir nicht diese Möglichkeiten, die wir jetzt haben", sagte er mit zitternder Stimme.

Zusammen mit dem Franzosen Romain Deridder coacht Jorge Fernandez seine Tochter Leylah. Dass sie nun, mit erst 19 Jahren, in diesem Finale steht, überrascht selbst ihn: "Es bedeutet uns sehr viel."

Leylah Fernandez und Emma Raducanu. Zwei Teenager, die alle überrascht haben und jede für sich eine Sensation sind. Eine von ihnen wird ihre Geschichte mit einem Sieg bei den US Open krönen können. Doch für beide gilt: Der Weg im Tennis ist noch lange nicht zu Ende.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • The Sun: "Märchen in New York" (engl.)
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