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Ski Alpin: Lucas Braathen beendet Karriere unter Tränen


Paukenschlag vor Weltcup-Start
Unter Tränen: Skistar gibt Karriereende mit 23 bekannt

Von sid, t-online
27.10.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 1035559483Vergrößern des BildesLucas Braathen: Der Norweger zählte zu den charismatischsten Fahrern im Ski-Zirkus. (Quelle: IMAGO/GEPA pictures/ Harald Steiner/imago-images-bilder)
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Am Wochenende startet der Ski-Weltcup in die neue Saison. Lucas Braathen wird dann fehlen. Er beendete kurzerhand seine Karriere – weil er im Zwist mit seinem Skiverband liegt.

Das kommt äußerst überraschend. Der Norweger Lucas Braathen hat einen Tag vor dem Auftakt des alpinen Ski-Weltcups für einen Paukenschlag gesorgt. Der 23 Jahre alte Jungstar, eine der schillerndsten Figuren der Szene, erklärte auf einer Pressekonferenz in Sölden seinen sofortigen Rücktritt.

Auslöser ist ein Streit mit dem norwegischen Verband um die Persönlichkeits- und Vermarktungsrechte. Braathen hatte Ende September für eine schwedische Bekleidungsmarke geworben, die nicht zu den offiziellen Ausrüstern der Norweger gehört.

Braathen: "Verband hat mich respektlos behandelt"

Braathen betonte, der Verband habe ihn "respektlos behandelt", nun sei er zum ersten Mal seit einem halben Jahr "glücklich". Er habe sich "fast immer dafür entschieden, das zu tun, was mich am glücklichsten macht. Das ist es, was mir wichtig ist." Es gehe ihm nicht um lukrative Sponsorenverträge oder darum, "dass ich nach meinem letzten Rennen der Beste der Welt war". Braathen gewann fünf Weltcup-Rennen in Riesenslalom und Slalom und im abgelaufenen Winter die Gesamtwertung im Slalom.

Braathen betonte teils mit Tränen in den Augen in seinem etwa 20-minütigem Monolog, er habe sich immer geschworen, mit seinen Sport nur "bis zu dem Tag weiterzumachen, an dem es mich nicht mehr so glücklich macht". Nun fühle er sich "zum ersten Mal seit Jahren frei".

Braathen zahlt Geldstrafe nicht

Braathen ist nicht der erste norwegische Skisportler, der mit dem eigenen Verband Streit bekommen hat. Der Skiforbundet zwingt sämtliche Mitglieder seiner Mannschaften dazu, nur auf die von ihm vorgegebenen Ausrüster zurückzugreifen. Alle großen Stars wie Johannes Kläbo, Petter Northug (beide Skilanglauf) oder Henrik Kristoffersen (Ski Alpin) hatten deswegen schon teils heftigen Streit mit dem Verband.

Die Öffentlichkeit und auch die Medien stehen in diesen Auseinandersetzung allerdings auf der Seite der Funktionäre. Braathen kritisierte deshalb, dass er "einige Monate lang einer Medienkampagne gegen mich" ausgesetzt gewesen sei, "in der behauptet wurde, ich sei ein Egoist, denke nicht an die Gemeinschaft und sei gierig".

Zuletzt hatte der Verband Braathen für sein Vergehen eine Geldstrafe auferlegt. Diese jedoch hatte er bis Donnerstag nicht bezahlt. Am Freitag dann folgte der Paukenschlag.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen SID und dpa
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