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"Alien"-Heldin Sigourney Weaver wird 70

Von dpa
08.10.2019Lesedauer: 3 Min.
Sigourney Weaver hat mit "Alien" Filmgeschichte geschrieben.
Sigourney Weaver hat mit "Alien" Filmgeschichte geschrieben. Nun wird sie 70. (Quelle: Alessandra Tarantino/AP/dpa./dpa)
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Los Angeles (dpa) - In dem dĂŒsteren Science-Fiction-Horror "Alien" kĂ€mpfte Sigourney Weaver als Astronautin mutig gegen schleimige Monster an. Als "Avatar"-Wissenschaftlerin erforschte sie die futuristische Welt von Pandora.

Bei einer GrĂ¶ĂŸe von 1,80 Metern ĂŒberragt sie die meisten Kolleginnen, auch viele mĂ€nnliche Co-Stars schauen zu ihr hoch. Weaver, die an diesem Dienstag (8. Oktober) 70 Jahre alt wird, hatte anfangs Probleme mit ihrer Statur.

"Ich fĂŒhlte mich wie eine riesige Spinne", erzĂ€hlte Weaver im Juni der US-Zeitschrift "Parade". Schon mit elf Jahren habe sie ihre Mutter weit ĂŒberragt. "Ich hatte nie das Selbstvertrauen zu glauben, dass ich schauspielern könnte". Mit 13 Jahren legte die Tochter einer britischen Schauspielerin und eines amerikanischen Fernsehchefs ihren Vornamen Susan ab und nannte sich Sigourney, nach einer Figur aus dem Roman "Der große Gatsby". "Ich war zu groß fĂŒr 'Sue'", sagte sie im "Parade"-Interview.

Weaver studierte Literatur und Drama an den Elite-UniversitĂ€ten Stanford und Yale. Sie war Ende 20, als Ridley Scott die Theaterschauspielerin entdeckte und sie in ihrer ersten grĂ¶ĂŸeren Filmrolle fĂŒr sein Sci-Fi-Werk "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" anheuerte. "Ich war Miss Nobody von nirgendwo!", witzelte Weaver in "Parade". Und eigentlich wollte sie die Rolle gar nicht. Das Skript sei ihr zu dĂŒster gewesen.

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Am Ende sagte sie Ja und schrieb als die unerschrockene "Alien"-Heldin Ripley Filmgeschichte. Die Handlung an Bord des Raumschiffs, das von Aliens heimgesucht wird, sollte sich anfangs nur um MĂ€nner drehen. "Doch dann dachten sich die Drehbuchschreiber, dass es Zeit wĂ€re, eine Frau als alleinige Überlebende zu haben", erzĂ€hlt Weaver.

Regisseur Scott machte die große Unbekannte vor 40 Jahren ĂŒber Nacht zu Hollywoods starker Action-Frau. Der Horror-Schocker wurde 1980 mit dem Oscar fĂŒr die besten Spezialeffekte gekrönt. Weaver gilt als Wegbereiterin fĂŒr starke Leinwandheldinnen wie Sarah Connor aus "Terminator" oder Lara Croft.

Weavers zweiter Auftritt in James Camerons "Aliens - Die RĂŒckkehr" brachte ihr eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. Auch in "Alien 3" und im vierten Teil "Alien - Die Wiedergeburt" war sie wieder dabei.

FĂŒr Cameron trat Weaver in einer weiteren Hit-Rolle vor die Kamera, als die kettenrauchende Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine in "Avatar - Aufbruch nach Pandora". Mit 70 Jahren kehrt die Schauspielerin nun auf den fernen Planeten zurĂŒck. Die Dreharbeiten zu gleich vier Fortsetzungen des 3D-Fantasy-Spektakels sind in Neuseeland angelaufen. "Avatar 2" soll im Dezember 2021 in die Kinos kommen, die weiteren Fortsetzungen dann 2023, 2025 und 2027.

Weaver ist nicht auf Science-Fiction festgelegt. In dem Leinwanddrama "Gorillas im Nebel" verwandelte sie sich in die Primatenforscherin Dian Fossey. Der Auftritt brachte ihr eine Nominierung fĂŒr den Hauptrollen-Oscar ein. Gleichzeitig hatte sie Gewinnchancen als beste Nebendarstellerin in der Komödie "Working Girl" (Die Waffen der Frauen). Darin trat sie sie an der Seite von Harrison Ford als knallharte und zugleich verfĂŒhrerische GeschĂ€ftsfrau auf.

Weaver-Fans können sich auch auf ihre RĂŒckkehr in der geplanten "Ghostbusters"-Fortsetzung mit Bill Murray und Dan Aykroyd freuen. Nach den beiden "Ghostbusters"-Komödien von 1984 und 1989 will Regisseur Jason Reitman seinen GeisterjĂ€ger-Klamauk im kommenden Jahr ins Kino bringen.

An AuftrĂ€gen mangelt es Weaver nicht. Es sei "eine gute Zeit fĂŒr Frauen", sagte der Hollywood-Star 2016 beim Filmfestival im nordspanischen San SebastiĂĄn, wo Weaver ein Ehrenpreis verliehen wurde. Sie habe das GlĂŒck gehabt, mit Regisseuren wie Ridley Scott, Peter Weir, James Cameron, Ang Lee, Mike Nichols oder David Fincher arbeiten zu dĂŒrfen, die "an die Kraft der Frauen glauben".

Seit vielen Jahren ist die Schauspielerin mit dem Theaterregisseur Jim Simpson verheiratet, die Eltern einer erwachsenen Tochter leben hauptsĂ€chlich in New York. Das Älterwerden mache ihr persönlich und beruflich nichts aus, im Gegenteil. "Ich bekomme wunderbare Rollen", versicherte Weaver kĂŒrzlich im "Parade"-Interview. "Ich war nie die Puppe, die schöne Naive oder die Angebetete, denn dafĂŒr war ich zu groß. Ich habe immer interessante Leute gespielt, und das geht so weiter. Ich muss nun nicht plötzlich herausfinden, wer ich jetzt bin".

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