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Von Retortenbands bis Remix - die Musikgeschichte der 2000er Jahre


Von Retortenbands bis Remix - die Musikgeschichte der 2000er Jahre

t-online, kbe

05.03.2013Lesedauer: 3 Min.
Die 2000er Jahren waren die Ära der Popsängerinnen. Britney Spears war eine von ihnen. Hier performte sie in der ZDF-Show "Wetten, dass...?"Vergrößern des BildesDie 2000er Jahren waren die Ära der Popsängerinnen. Britney Spears war eine von ihnen. Hier performte sie in der ZDF-Show "Wetten, dass...?" (Quelle: dpa-bilder)
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Das Jahrzehnt von 2000 bis 2009 ist die Ära, in der fast jeder ein Star werden konnte. Castingshows machten es möglich. Aber nicht nur Castingbands beherrschten die Charts, auch Rapper, Deutschrock und auch DJs feierten riesige Erfolge.

Im Jahr 2001 erstarrte die Welt, als am 11. September die Twin Towers des World Trade Centers in New York durch Terroristen angegriffen und zerstört wurden. Tausende Menschen kamen ums Leben und ein Lied erlangte durch diesen Vorfall traurige Berühmtheit: "Only Time" von der irischen Sängerin Enya, dass zur musikalischen Untermalung der Fernsehbilder vom Anschlag verwendet wurde, erreichte daraufhin in einigen Ländern Platz eins in den Charts. Für die Sängerin war es der Höhepunkt ihrer kommerziellen Karriere.

Ein weiteres trauriges Ereignis ließ der Musikwelt 2009 den Atem stocken. Der "King of Pop" Michael Jackson starb mit nur 50 Jahren an einer Vergiftung durch Medikamente. Seine musikalischen Werke schossen nach der Tragödie wieder auf die vorderen Chartsplätze und beschertem dem Sänger postum so große Erfolge, die er in den Jahren vor seinem Ableben vergeblich versucht hatte, wieder zu erreichen.

2001, als der "King of Pop" noch ganz der Alte war, trat er zusammen mit einer Sängerin auf, die ihre Karriere noch vor sich hatte: Britney Spears. Sie ebnete zusammen mit Christina Aguilera die Ära der Popsängerinnen. Die beiden wurden fast zur gleichen Zeit berühmt - und beide waren außerdem sehr jung, als ihre Karrieren begannen. Trotz der ständigen Konkurrenz waren sie extrem erfolgreich. Ein paar Jahre später folgten unter anderem Beyoncé, Rihanna, Katy Perry und Lady Gaga. In Deutschland feierte Sarah Connor Erfolge. Viele dieser Popsängerinnen sind ein fester Bestandteil der Musikwelt geworden, verkaufen noch immer Millionen Platten und füllen regelmäßig riesige Stadien.

Castingshows lassen "Retortenbands" auf den Musikmarkt los

Im ersten Jahr des neuen Jahrtausends startete auch die erste Musik-Castingshow im deutschen Fernsehen. "Popstars" suchte und fand fünf Mädels, die die Girlband No Angels bildeten. Ihre erste Single "Daylight In Your Eyes" wurde ein Hit und über eine Millionen Mal verkauft. Auch die darauffolgenden Platten der Band verkauften sich gut.

Weitere Staffeln dieser und anderer Castingshow brachten immer mehr Bands auf den deutschen Musikmarkt. Viele gerieten aber ganz schnell wieder in Vergessenheit. Im starken Gegensatz zu diesen "Retortenbands" hinterließen ganz andere deutsche Pop- und Rockmusikbands einen deutlichen Fußabdruck in der Musikwelt: Sportfreunde Stiller, Silbermond und Juli eroberten ab 2004 die Charts.

Den Höhepunkt der deutschsprachigen Musikbewegung bildeten Tokio Hotel, die mit ihrer Musik nicht nur in Deutschland extrem erfolgreich waren, sondern auch in Frankreich, Israel und den USA. Allerdings veröffentlichte die Gruppe um Bill Kaulitz ihre deutschen Songs international in englisch. Die vier Jungs aus Magdeburg lösten regelrechte Massenhysterien aus, die man sonst nur aus Zeiten von Take That oder den Backstreet Boys kannte.

Elektronische Clubmusik erhält Einzug in die Charts

Neben dem deutschen Rock etablierte sich auch der deutsche Hip Hop und Rap. Schon Ende der 80er Jahre tauchten die ersten Rapper und Hip Hopper auf. In den 90er Jahren waren sie Bestandteil der Musikszene, in den 00er Jahren etablierten sie sich endgültig zu einer festen Größe. In den USA prägten vor allem die Künstler Eminem und 50 Cent die Gangster-Rap-Bewegung. In Deutschland sind Sido ("Mein Block", "Fuffies im Club") und Bushido ("Von der Skyline zum Bordstein zurück", "Sonnenbank Flavour") die größten Vertreter der 2000er.

Gegen Ende des Jahrzehnts fanden sich auch mehr und mehr elektronische Beats in der Musik wieder. Die House- und Techno-Musik aus den Clubs erreichte immer öfter gute Platzierungen in den Charts, so dass bald die ersten Musiker mit DJs zusammenarbeiteten. Einer der bekanntesten, der den Sprung aus den kleinen Diskotheken in die Charts geschafft hat, ist David Guetta. Er arbeitete mit berühmten Sängern, zum Beispiel mit Kelly Rowland von Destiny's Child ("When Love Takes Over") oder Akon ("Sexy Chick"). Dadurch wurde er zu einem der Vorreiter der "Remix-Kultur" - und diese hat gerade erst begonnen.

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