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Monica Lewinsky macht TV-Serie über Affäre mit Bill Clinton

Ausstrahlung vor US-Wahl 2020  

Monica Lewinsky macht TV-Serie über Affäre mit Bill Clinton

07.08.2019, 14:51 Uhr | AFP

Monica Lewinsky macht TV-Serie über Affäre mit Bill Clinton. Monica Lewinsky: Sie will eine Serie über ihre Affäre mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton drehen. (Quelle: Jesse Grant/Getty Images for The Hollywood Reporter)

Monica Lewinsky: Sie will eine Serie über ihre Affäre mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton drehen. (Quelle: Jesse Grant/Getty Images for The Hollywood Reporter)

Als seine Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky bekannt wurde, geriet der damalige US-Präsident Bill Clinton in eine tiefe Krise. Beinahe hätte sie ihn sein Amt gekostet. Nun sollen die Geschehnisse verfilmt werden.

Monica Lewinsky wird eine Fernsehserie über ihre Affäre mit Bill Clinton produzieren. Die dritte Staffel der Serie "American Crime Story" befasst sich mit dem Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton, das den damaligen US-Präsidenten fast das Amt kostete, teilte der US-Sender FX Network am Dienstag mit. Die Ausstrahlung ist für den 27. September 2020, nur wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA, geplant.

Präsidentschaft in der Krise

Bill Clintons Affäre mit der ehemaligen Praktikantin im Weißen Haus stürzte seine Präsidentschaft (1993 bis 2001) in eine schwere Krise. 1998 kam es zum Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton, weil er die Beziehung zu verschleiern versucht hatte. Die Anschuldigungen lauteten auf Meineid und Behinderung der Justiz. Eine Mehrheit im Senat stimmte jedoch gegen eine Amtsenthebung.

Monica Lewinsky und Bill Clinton im Jahr 1998 (Quelle: imago images / ZUMA Press)Monica Lewinsky und Bill Clinton im Jahr 1998 (Quelle: imago images / ZUMA Press)

Anfangs habe sie "mehr als nur ein bisschen Angst" gehabt, sich an dem Projekt zu beteiligen, sagte Lewinsky der Zeitschrift "Vanity Fair". Letztlich habe sie sich aber dazu entschlossen, um ihre Version der Ereignisse zu erzählen. Mit Blick auf die #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Gewalt sagte Lewinsky, sie sei dankbar für den Wandel der Gesellschaft, der es "Menschen wie mir, die in der Vergangenheit zum Schweigen gebracht wurden, ermöglicht, meine Stimme wieder zu erheben".

Kritik an Ausstrahlungstermin

Der Ausstrahlungstermin stieß im Internet auf Kritik. Der Chef von FX Network, John Landgraf, verteidigte die Entscheidung: "Die Menschen werden sich im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen sehr dafür interessieren, und es wird eine großartige Show." Er glaube nicht, dass sie einen Einfluss auf die Wahl des nächsten Präsidenten haben werde.


"American Crime Story" hatte sich zuvor bereits mit dem Mordprozess gegen den früheren US-Footballstar O.J. Simpson und dem Mord an dem Modeschöpfer Gianni Versace befasst. Versaces Familie kritisierte damals die Ausstrahlung und bezeichnete die Serie als "Fiktion". "American Crime Story" wurde bislang mit insgesamt 16 Emmys ausgezeichnet.

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