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"Tatort"-Star versteht die Sorgen einiger Corona-Demonstranten

Von spot on news, t-online, sow

Aktualisiert am 31.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Jan Josef Liefers: Der "Tatort"-Star zeigt Verst├Ąndnis f├╝r die Proteste gegen die staatlichen Ma├čnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie.
Jan Josef Liefers: Der "Tatort"-Star zeigt Verst├Ąndnis f├╝r die Proteste gegen die staatlichen Ma├čnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie. (Quelle: imago images / Karina Hessland)
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Schauspieler Jan Josef Liefers mahnt vor den m├Âglichen Folgen der Corona-Krise. Durch die Corona-Demos in Berlin f├╝hlt er sich nicht nur an das Wendejahr 1989 erinnert, er bringt auch Verst├Ąndnis f├╝r den Protest auf.

Der "Tatort"-Schauspieler Jan Josef Liefers hat in einem "Bild"-Talk die Corona-Demos in Berlin mit dem Wendejahr nach dem Mauerfall 1989/90 in der DDR verglichen. Dabei lobte der 56-J├Ąhrige im Gegensatz zu den jetzigen Protesten die Disziplin der Demonstranten in der untergehenden DDR. Die Demos seien friedlich gewesen, so Liefers, der 1964 in Dresden geboren wurde und sich 1989 an den Demonstrationen in Ost-Berlin gegen Diktatur und f├╝r Demokratie und Freiheit aktiv beteiligt hatte.


Die Verschw├Ârungstheorien der Stars

Xavier Naidoo: Der S├Ąnger verbreitet verschiedenste Corona-Verschw├Ârungstheorien vor allem in dem Messengerdienst Telegram. Besonders auff├Ąllig seine widerspr├╝chlichen Behauptungen. Mal soll die Regierung das Virus als Waffe gegen alte Menschen nutzen, mal zweifelt er die Existenz des Coronavirus insgesamt an. Knapp zwei Millionen Menschen folgen ihm aktuell auf Facebook, Instagram und Telegram.
Til Schweiger: Der Schauspieler outete sich inzwischen als "Team Xavier" und empfahl seinen Instagram-Followern den Arzt Bodo Schiffmann als Informationsquelle. Dieser protestiert mit der Partei "Widerstand2020" gegen die Corona-Ma├čnahmen. Schweiger selbst war zu Beginn der Pandemie noch strikt f├╝r die Einschr├Ąnkungen, doch mittlerweile scheint er sich vermehrt mit der Gegenseite zu besch├Ąftigen. Zuletzt machte er sich mit einem Instagram-Posting ├╝ber das Robert Koch-Institut lustig.
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Doch trotz der berechtigten Kritik an den "Hygiene-Demos" will Liefers "zwischen Verschw├Ârungstheoretikern und Rechtsradikalen" auch Menschen erkannt haben, die lediglich Angst um ihre Existenz h├Ątten. Liefers fragte in die Runde: "Was passiert, wenn B├╝rger den Eindruck bekommen, die Ma├čnahmen w├╝rden einen gr├Â├čeren Schaden anrichten als das Virus selbst?" Auf die Tatsache, dass diese Menschen neben Rechtsradikalen mitmaschieren, wurde der Schauspieler offenbar nicht angesprochen.

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"In meinem Freundeskreis wird keiner radikal"

Der K├╝nstler erz├Ąhlte von einem Konzert am Wochenende auf der Seeb├╝hne in Dresden, bei dem ihm ein Crew-Mitglied erz├Ąhlte, dass er zwar wisse, was er gegen das Virus tue, aber nicht, wie er sich gegen eine Ma├čnahme zur Wehr setze, die seine Existenz angreift.

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Es sei allerdings eine Charakterfrage, findet Liefers, ob der pers├Ânliche wirtschaftliche Niedergang und existenzbedrohende Finanzn├Âte in die politische Radikalit├Ąt f├╝hre. "In meinem Freundeskreis wird keiner radikal, weil er nicht wei├č, wie er seine Miete bezahlen soll ÔÇô aber traurig. Und ratlos. Das sollte niemand sein in diesem Land", so Liefers weiter.

Werden Menschen in Deutschland bevormundet?

Liefers kritisierte die Art der derzeitigen politischen Kommunikation und die Gefahr einer Bevormundung. Er f├╝hrte als Beispiel seine 76-j├Ąhrige Mutter an: "Sie hat f├╝r sich entschieden ÔÇô eine erwachsene Frau im Vollbesitz ihrer geistigen Kr├Ąfte ÔÇô das Risiko zu tragen, ihre Enkel zu sehen." Es w├╝rde ihnen auf den Magen schlagen, wenn jetzt jemand k├Ąme und ihr das verbieten w├╝rde. Liefers eindringlicher Appell: "Irgendwann m├╝ssen wir den Menschen die Verantwortung zur├╝ckgeben."

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Doch ein solches Verbot existiert derzeit gar nicht in Deutschland ÔÇô Besuchseinschr├Ąnkungen wurden auch deshalb umgesetzt, damit andere Menschen in Alters- und Pflegeheimen gesch├╝tzt werden k├Ânnen. Auch Liefers betonte, dass die westliche Gesellschaft gut mit Risiken umgehen k├Ânne ÔÇô doch mit der "Angst" sei das nicht so. Sein Appell: "Wir m├╝ssen aufh├Âren, Angst zu machen." Was er damit genau meinte, bleibt unklar. Der Fernsehstar meint, die Regierung m├╝sse alles tun, um "die Angst aus dem Alltag" zu nehmen "und zu einem vern├╝nftigen Risikomanagement zu kommen".

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Grundgesetz und Freiheit seien nicht dem Infektionsschutz unterzuordnen. So betont es auch immer wieder die Regierung, zuletzt nannte Angela Merkel die Corona-Situation vergangene Woche eine "demokratische Zumutung". Liefers erw├Ąhnte dann noch, ihm w├╝rde oft der Blick auf die junge Generation fehlen. Am Ende sei es die Frage, "wie wir alle leben wollen", so der 56-J├Ąhrige.

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