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"Die Geduld ist langsam am Ende"

  • Maria Bode
Von Maria Bode

Aktualisiert am 04.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Guido Maria Kretschmer: Was er in der Zeit "nach Corona" macht, weiß er ganz genau.
Guido Maria Kretschmer: Was er in der Zeit "nach Corona" macht, weiß er ganz genau. (Quelle: Matthias Nayarek/getty-images-bilder)
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Seit fast einem Jahr leben wir mit Corona-BeschrÀnkungen. Modedesigner Guido Maria Kretschmer erzÀhlt, was er als Erstes macht, wenn wir diese nicht mehr brauchen und woran er sich stört.

Viele Stunden haben Bund und LĂ€nder am Mittwoch ĂŒber die weitere Vorgehensweise in der Corona-Pandemie beraten. Nun lockern die BundeslĂ€nder in den kommenden Tagen und Wochen auf unterschiedliche Weise. Ein fĂŒr Laien komplizierter Fahrplan soll dabei die Richtung vorgeben und zeigt, wie bei welcher Inzidenz gehandelt werden sollte. Alle Infos zu den BeschlĂŒssen von Bund und LĂ€ndern finden Sie hier.


Coronavirus: Diese Stars haben sich infiziert

Elton John: Der SĂ€nger erkrankte im Januar 2022 an Corona und musste zwei Konzerte verschieben.
Queen Elisabeth II.: Die Königin von England hat sich im Februar 2022 mit SARS-CoV-2 infiziert, wie der Buckingham-Palast verriet. Die 95-jÀhrige Monarchin habe leichte Symptome gehabt.
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"Ich spreche wahrscheinlich fĂŒr die meisten, wenn ich sage: Es ist ein Albtraum", so Designer Guido Maria Kretschmer im GesprĂ€ch mit t-online mit Blick auf die aktuelle Situation. Der 55-JĂ€hrige erklĂ€rt weiter: "Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass einer das Licht anmacht und sagt: Schaut mal, da ist der Weg. Wenn wir den alle gehen, dann ist ein Ende in Sicht. So was fehlt. Ich bin mir sicher, dass es Leute gibt, die so etwas könnten."

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"Wir kommen an die Grenzen der Digitalisierung"

Ein Ende, wie es der Modemacher nennt, ist momentan nicht in Sicht. Neue Mutationen des Coronavirus tauchen auf und verbreiten sich. Die Impfkampagne gerĂ€t immer wieder ins Stocken, hier lesen Sie Genaueres. Hier werden Schnelltests versprochen, dort sind sie noch gar nicht vorhanden. Obendrein steigen die Zahlen der tĂ€glichen Corona-Neuinfektionen wieder an. "Ich frage mich manchmal nur, wie das sein kann. Beim Falschparken hast du drei Tage spĂ€ter ein Knöllchen im Briefkasten, aber die Impfbenachrichtigung haben einige ĂŒber 80-JĂ€hrige immer noch nicht", so Kretschmer, der solche Nachrichten als verwirrend einordnet. "Wir kommen auch einfach an die Grenzen der Digitalisierung. Das zeigt, dass einige Dinge vielleicht nicht richtig laufen. Ich hoffe einfach sehr, dass wir das alles bald ĂŒberstanden haben."

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Denn zu der eigenen Angst, so Kretschmer, komme ja auch noch die Sorge um die Mitmenschen hinzu: "Es sind einfach so viele Menschen gestorben. So viele Menschen leiden schlimme Ängste, so viele Menschen sind einsam gestorben. Das stelle ich mir so grausam vor." Nun komme bald der FrĂŒhling und dann, "steht uns ja schon der zweite Corona-Sommer bevor", so Kretschmer. "Meine kleinen Welpen kennen Menschen nur mit Maske. Die sind ein Jahr alt. Es ist so eine irre Welt, in der wir gerade leben."

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Guido Maria Kretschmer wĂŒnsche sich, "dass alle durchhalten und mitmachen", sagt aber auch: "Es wird eben immer schwieriger. Die Geduld ist langsam am Ende." Doch wenn dann wirklich einmal das Ende erreicht ist, wisse er schon genau, was er machen werde: "Ich mache ein gesetztes Abendessen mit zwölf Freunden. Da freue ich mich total drauf: gemeinsam zu essen und zu kochen, ohne vorher einen Schnelltest zu machen. Einfach mit einem guten GefĂŒhl mit Menschen, die man gern hat, normal umgehen, sich umarmen, zusammen lachen. Das finde ich wichtiger als alles andere. Nicht mehr isoliert sein, nicht mehr allein sein. Das fĂ€nde ich toll."

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