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Schwedens Königshaus trauert um Prinz Henrik

Von ap, t-online, mbo

Aktualisiert am 14.02.2018Lesedauer: 3 Min.
Königin Silvia, König Carl Gustaf und Prinz Henrik: Das schwedische und das dänische Königshaus haben eine enge Beziehung zueinander.
Königin Silvia, König Carl Gustaf und Prinz Henrik: Das schwedische und das dänische Königshaus haben eine enge Beziehung zueinander. (Quelle: dpa)
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Nach schwerer Krankheit ist Prinz Henrik, der Ehemann der dänischen Königin Margrethe, gestorben. Der gebürtige Franzose wurde 83 Jahre alt.

Prinz Henrik starb am Dienstagabend in der Residenz Fredensborg bei Kopenhagen. Die Königin und seine beiden Söhne seien an der Seite des 83-Jährigen gewesen, hieß es in der Stellungnahme des Palastes. Er sei im Schlaf gestorben.

Das Königshaus erklärte am Mittwoch eine einmonatige Trauerperiode. Die Flaggen wurden in Kopenhagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden auf Halbmast gesetzt. Hunderte Dänen äußerten auf der Facebook- und der Instagram-Seite des Palastes ihr Beileid.

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"Wir haben die Nachricht mit Bedauern erhalten"

"Die königliche Familie hat einen Anker verloren", erklärte Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen. Der schwedische König Carl XVI. Gustaf drückte auf Instagram sein Beileid aus. "Die Königin und ich haben heute mit großem Bedauern die Nachricht erhalten, dass Prinz Henrik gestorben ist. Ich möchte Königin Margrethe, Kronprinz Frederik und Prinz Joachim und ihren Familien meine tiefste Anteilnahme ausdrücken", schrieb er und fügte hinzu: "Zwischen den nordischen Königshäusern herrscht eine enge Beziehung. Wir werden Prinz Henrik mit großer Wärme in Erinnerung behalten."

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Das norwegische Königshaus brachte auf der Homepage ebenfalls Trauer und tiefstes Mitgefühl zum Ausdruck: "Wir sind in Gedanken bei Königin Margrethe und Prinz Henriks engstem Familienkreis. Unser Beileid gilt auch dem dänischen Volk", heißt es dort. Außerdem habe König Harald von Norwegen beschlossen, heute und am Tag von Henriks Beerdigung die Flaggen auf Halbmast zu setzen.

Die skandinavischen Königshäuser bei einem Treffen im Jahr 2014.
Die skandinavischen Königshäuser bei einem Treffen im Jahr 2014. (Quelle: dpa)

Er förderte die Freundschaft zwischen Frankreich und Dänemark

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Königin Margrethe sein Beileid ausgesprochen. Er habe die Nachricht mit Trauer aufgenommen, teilte der Élyséepalast mit. Prinz Henrik, gebürtiger Franzose, habe es stets am Herzen gelegen, die Freundschaft zwischen Frankreich und Dänemark zu fördern. Er sei insbesondere darauf bedacht gewesen, dass die französische Sprache weiterhin am dänischen Königshof benutzt und in Dänemark unterrichtet werde.

Nach seinem Umzug nach Dänemark war Henrik in verschiedenen Organisationen aktiv und schrieb Gedichte, Bücher und seine Memoiren. Zudem war er ein passionierter Klavierspieler. Margrethe und Henrik besaßen ein Schloss in Südwestfrankreich, wohin sie sich jeden Sommer zurückzogen.

"Viele Jahre lang war ich die Nummer zwei"

In einem Interview verblüffte er die Dänen 2002 mit der Aussage, er fühle sich aus seinem eigenen Zuhause verdrängt – nicht nur von seiner Frau, auch von seinem Sohn. Anlass für die Aussage war vermutlich ein Neujahrsempfang gewesen, dessen Gastgeber Frederik in Vertretung der erkrankten Königin war. "Viele Jahre lang war ich die Nummer zwei", sagte Henrik der dänischen Boulevardzeitung "B.T.". Er sei mit der Rolle zufrieden gewesen, doch nach so vielen Jahren in Dänemark wolle er nicht plötzlich die Nummer drei werden.

Prinz Henrik und Königin Margrethe feierten im vergangenen Jahr ihre Goldene Hochzeit.
Prinz Henrik und Königin Margrethe feierten im vergangenen Jahr ihre Goldene Hochzeit. (Quelle: dpa/dpa-bilder)

Der Prinzgemahl, 1934 als Henri Marie Jean Andre de Laborde de Monpezat geboren, heiratete Dänemarks zukünftige Königin im Jahr 1967. Er änderte seinen Namen in Henrik und konvertierte zur lutherischen Volkskirche des Landes. Für ihn war es von Anfang an schwierig, sich an die egalitäre Gesellschaft in Dänemark anzupassen.

Einen Skandal löste er im vergangenen August aus, als er erklärte, er wolle nicht an der Seite Margrethes in der Kathedrale beigesetzt werden. Die Königin hatte bereits einen Sarkophag für beide herstellen lassen. Sein Wunsch bezüglich seiner Beisetzung soll ihm nun am kommenden Dienstag erfüllt werden.

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