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Royal-Besuch: Die FettnÀpfchen der US-PrÀsidenten

dpa, Christoph Meyer

Aktualisiert am 14.07.2018Lesedauer: 3 Min.
In London werden zum Staatsbesuch von Donald Trump Gesichtsmasken des US-PrÀsidenten, von Königin Elizabeth II. und Herzogin Meghan zum Verkauf angeboten.
In London werden zum Staatsbesuch von Donald Trump Gesichtsmasken des US-PrÀsidenten, von Königin Elizabeth II. und Herzogin Meghan zum Verkauf angeboten. (Quelle: Kevin Coombs/Reuters-bilder)
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Unerwartete KĂŒsse, Versprecher, Umarmungen: Bei Zusammentreffen zwischen der Queen und US-PrĂ€sidenten kann Einiges schief gehen. Eine Übersicht.

Die britische Königin Elizabeth II. hat in ihrer langen Regentschaft schon viele US-PrĂ€sidenten kommen und gehen sehen. Mit den meisten traf sie entweder in den USA oder in Großbritannien zusammen.


Die Treffen der Queen mit den US-PrÀsidenten

Eine besondere Freundschaft: US-PrÀsident Dwight Eisenhower (2. v. l.) und die Queen (l.) im Jahr 1957.
Die Queen und US-PrÀsident John F. Kennedy bei einem Dinner im Jahr 1961.
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Kaum eine der Begegnungen dĂŒrfte aber so schwierig gewesen sein, wie die mit Donald Trump am Freitag. Wird er die Queen in Verlegenheit bringen, wie mehr als 180.000 Menschen fĂŒrchten, die eine Petition gegen einen Staatsbesuch des US-PrĂ€sidenten unterzeichneten?

Harry S. Truman traf die Queen in Washington im Jahr 1951. Damals war sie noch Prinzessin Elizabeth. Wenige Monate spĂ€ter starb ihr Vater George VI. – Elizabeth wurde zur Königin. Truman blieb noch bis 1953 im Amt.

Mit Dwight D. Eisenhower verband sie eine besondere Freundschaft. Sie begegnete ihm 1957 in den USA, bei ihrem ersten Staatsbesuch als britische Monarchin. SpÀter lud sie ihn sogar auf die königliche Jacht Britannia ein und auf ihre Sommerresidenz Schloss Balmoral in Schottland.

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Eine besondere Freundschaft: US-PrÀsident Dwight Eisenhower (2. v. l.) und die Queen (l.) im Jahr 1957.
Eine besondere Freundschaft: US-PrÀsident Dwight Eisenhower (2. v. l.) und die Queen (l.) im Jahr 1957. (Quelle: ap-bilder)

John F. Kennedy und First Lady Jackie dinierten mit der Queen und Prinz Philip im Buckingham-Palast im Juni 1961. Der spĂ€ter fĂŒr seinen trockenen Humor berĂŒchtigte Philip soll einer Biografin von Jackie Kennedy zufolge "nett aber nervös" gewesen sein. Der Abend sei trotzdem "sehr angenehm" gewesen, notierte der damalige britische Premierminister Harold Macmillan laut "Vanity Fair".

Die Queen und US-PrÀsident John F. Kennedy bei einem Dinner im Jahr 1961.
Die Queen und US-PrÀsident John F. Kennedy bei einem Dinner im Jahr 1961. (Quelle: ap-bilder)

Lyndon B. Johnson ist der einzige US-PrÀsident, den die Queen wÀhrend ihrer Regentschaft nicht getroffen hat.

Richard Nixon war in den Jahren 1969 und 1970 jeweils zu Besuch. Er versuchte Berichten zufolge verbissen, seine Tochter Tricia mit Prinz Charles zu verkuppeln – vergeblich.

US-PrĂ€sident Richard Nixon suchte bei einem Treffen mit der Queen im Jahr 1970 offenbar auch einen Ehemann fĂŒr seine Tochter.
US-PrĂ€sident Richard Nixon suchte bei einem Treffen mit der Queen im Jahr 1970 offenbar auch einen Ehemann fĂŒr seine Tochter. (Quelle: ap-bilder)

Gerald Ford traf die Queen im Jahr 1976 in den USA wĂ€hrend der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung. Trotz seiner generellen Tollpatschigkeit soll er die Queen bei einem Ball mit seinen TanzkĂŒnsten begeistert haben.

Jimmy Carter kam 1977 nach London. Er sorgte fĂŒr einen regelrechten Skandal, als er die Mutter von Elizabeth II., Queen Mum, zur BegrĂŒĂŸung auf den Mund kĂŒsste. Die versuchte vergeblich auszuweichen und soll sich spĂ€ter empört haben: "Das hat niemand gemacht, seit mein Mann tot ist."

Ronald Reagan und seine Frau Nancy waren GĂ€ste auf Schloss Windsor im Jahr 1982. Auch zu Reagan hatte die Queen einen besonderen Draht. Vor allem, weil Reagan ihre Liebe zu Pferden teilte, heißt es. Drei Mal besuchte Reagan die Queen. Ein Mal trafen die beiden bei einem Besuch der Queen an der US-WestkĂŒste zusammen. Er wurde spĂ€ter sogar zum Ritter geschlagen.

Ronald Reagan und die Queen bei einem Ausritt: Der US-PrÀsident und die Königin verband im Jahr 1982 die Liebe zu Pferden.
Ronald Reagan und die Queen bei einem Ausritt: Der US-PrÀsident und die Königin verband im Jahr 1982 die Liebe zu Pferden. (Quelle: ap-bilder)

George Bush Senior war 1989 zu einem Lunch in den Buckingham-Palast geladen. Ein zweites Mal begegneten sich die beiden 1991 in Washington. Als die Queen dabei von einem Podium sprach, das fĂŒr den knapp 1,90 Meter großen Bush eingerichtet worden war, ragte nur ihr Hut hinter dem Pult vor. Bush nahm die Queen auch zu einem Baseball-Spiel mit.

Bill Clinton und seine Frau Hillary trafen die Queen mehrmals, unter anderem im Jahr 2000 im Buckingham-Palast. Die Clintons wurden auch auf die royale Jacht Britannia eingeladen.

Die Queen trifft Bill Clinton im Jahr 1994: Der US-PrÀsident und seine Frau Hilary wurden auch auf die Royale Yacht eingeladen.
Die Queen trifft Bill Clinton im Jahr 1994: Der US-PrÀsident und seine Frau Hilary wurden auch auf die Royale Yacht eingeladen. (Quelle: ap-bilder)

George W. Bush kam erstmals im Jahr 2001 nach London. Zwei Jahre spĂ€ter erhielt er als erster US-PrĂ€sident einen pompösen Staatsempfang mit Kutschfahrt auf der Londoner Prachtstraße "The Mall". Die beiden kamen zwei weitere Male zusammen. Beim Besuch der Queen in Washington 2007 dankte er Elizabeth II., dass sie bereits 1776 zur Feier des 200. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung dagewesen sei. "Sie gab mir einen Blick, wie nur eine Mutter ihrem Kind zuwirft", sagte Bush ĂŒber den Versprecher.

Zuletzt besuchte US-PrÀsident Barack Obama die Queen im Jahr 2011.
Zuletzt besuchte US-PrÀsident Barack Obama die Queen im Jahr 2011. (Quelle: ap-bilder)

Auch Barack Obama wurde mit einem Staatsempfang geehrt. First Lady Michelle verfĂŒhrte die Queen sogar zu einem Bruch des Protokolls: Sie legte ihr den Arm um die Schulter, Elizabeth erwiderte die Geste. Die Obamas kamen noch einmal kurz nach deren 90. Geburtstag im Jahr 2016.

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