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Herzogin Meghan: Diese Regeln gelten nach dem "Megxit" nicht mehr für sie

Nach fast zwei Jahren wieder "frei"  

Diese royalen Regeln sind für Herzogin Meghan jetzt passé

01.04.2020, 16:09 Uhr
Herzogin Meghan: Diese Regeln gelten nach dem "Megxit" nicht mehr für sie. Herzogin Meghan: Die Ehefrau von Prinz Harry muss sich jetzt nicht mehr an das höfische Protokoll halten. (Quelle: Paul Edwards - WPA Pool/Getty Images)

Herzogin Meghan: Die Ehefrau von Prinz Harry muss sich jetzt nicht mehr an das höfische Protokoll halten. (Quelle: Paul Edwards - WPA Pool/Getty Images)

Harry und Meghan lassen die Zeit als Senior Royals hinter sich. Das bedeutet für die beiden nicht nur mehr Privatsphäre und finanzielle Eigenständigkeit. Viele royale Regeln können jetzt außer Acht gelassen werden.

Durch die Hochzeit mit Prinz Harry am 19. Mai 2018 wurde Herzogin Meghan Teil des britischen Königshauses. Mit dem am 1. April 2020 in Kraft tretenden sogenannten "Megxit", dem Rückzug des Paares als arbeitende Mitglieder der Royal Family, dürfte sie nun wieder näher an ihr altes Leben heranrücken. Von nun an muss sich die Mutter eines Sohnes nicht mehr an das strenge höfische Protokoll halten.

Vor der Royal Wedding soll Herzogin Meghan Unterricht bekommen haben, um auf den Full-Time-Job als Adelige vorbereitet zu werden. Besonders die britischen Medien haben anschließend immer ganz genau hingeschaut. Jeder Schritt der heute 38-Jährigen wurde beobachtet; was sie tat und was sie nicht tat, auf die Goldwaage gelegt. Ab heute dürfte sich dies ändern – jedenfalls was angebliche Protokollverstöße angeht. Die gibt es für Meghan und Harry nämlich nicht mehr.

Diese Regeln lässt Meghan jetzt hinter sich: 

1. Strumpfhosenpflicht

Nach Bekanntgabe der Verlobung im November posierte Meghan noch ohne Strumpfhose. Auch bei den meisten Auftritten an der Seite von Prinz Harry verzichtete sie lieber auf das gute Stück aus Perlon. Nach der Hochzeit mit Harry war der Griff zur hautfarbenen Strumpfhose eigentlich Pflicht. Meghan nahm das aber trotzdem nicht immer so genau – wie beispielsweise auf diversen royalen Reisen in wärmere Länder zu sehen war. Nun kann sie aber ganz offiziell darauf verzichten. Sowieso kann sie jetzt kleidertechnisch tragen, wonach ihr ist. Genauso wie Harry natürlich.

Meghan und Harry während der royalen Reise nach Australien, Neuseeland, Fidschi und Tonga im Herbst 2018. (Quelle: imago images / PA Images)Meghan und Harry während der royalen Reise nach Australien, Neuseeland, Fidschi und Tonga im Herbst 2018. (Quelle: imago images / PA Images)

2. Keine Autogramme geben

Dann und wann unterschreiben Royals bei Staatsbesuchen oder bei besonderen Anlässen in Gästebüchern. Autogramme an Fans dürfen sie nicht verteilen. Zu groß wäre die Gefahr, dass die Unterschrift gefälscht werden könnte. 

Doch es gab da den einen oder anderen royalen Fehltritt – meist von Prinz Charles: Im Jahr 2010 besuchte er Menschen, die Opfer einer Flut in Cornwall wurden. Dort fragten ihn Fans nach einem Autogramm. Charles zückte also seinen Kugelschreiber und signierte einen Zettel mit "Charles 2010". Danach entschuldigte er sich sogar noch für seine "zittrige Schrift", da er eigentlich "nie im Stehen schreibe". Zweifellos eine nette Anekdote.

Für Meghan und Harry ist diese Regel nun nicht mehr relevant. Wie zu ihren Zeiten als Hollywoodstar, kann die Herzogin nun wieder Autogrammkarten unterzeichnen, oder was auch immer die Fans ihr so vor die Nase halten. Für Harry wohl eine ganz neuartige Erfahrung.

3. Kein eigener Social-Media-Account

Bis zu ihrer Verlobung mit Prinz Harry hatte Meghan Markle einen eigenen Instagram-Account, auf dem sie aber schon kurz nach Bekanntwerden der Beziehung im Jahr 2016 nichts mehr postete. Schließlich wurde er komplett gelöscht. Seit vergangenem Jahr hatte das Paar einen gemeinsames Profil unter dem Namen "sussexroyal". Darüber hielten sie ihre Fans über aktuelle Termine auf dem Laufenden und teilten zum größten Teil offizielle Fotos.

Immer mal wieder gab es auf der Seite aber auch privatere Bilder zu sehen, beispielsweise eines von Harry mit Sohnemann Archie. Von diesem royalen Account verabschiedeten sich die beiden Anfang der Woche auch endgültig und bedankten sich für eine schöne Zeit. Gut möglich aber, dass sie sich in einigen Monaten mit einem neuen Profil auf Social Media zurückmelden, unabhängig von der Royal Family. Vielleicht lässt Meghan ja sogar ihren alten Account aufleben.

4. Selfie-Verbot

Die Royals dürfen keine Selfies mit Fans machen und auch auf den offiziellen Social-Media-Accounts des Palastes wird man wohl eher kein Selbstportrait finden. Dort werden ausschließlich offizielle Fotos und Aufnahmen von professionellen Fotografen geteilt.


Meghan gemeinsam mit ihrer besten Freundin Jessica Mulroney im Jahr 2016: Damals waren Selfies noch erlaubt.

Laut "Hello Magazine" sagte Prinz Harry bei einem Australienbesuch im Jahr 2017, als ein Fan ihn nach einem Selfie fragte, außerdem – offenbar ganz unabhängig von dieser Regel: "Nein, ich hasse Selfies. Ernsthaft, ihr müsst diese Angewohnheit loswerden. Selfies sind schlimm. Macht doch einfach ein normales Foto."

Meghan nahm sich das Verbot in den vergangenen Jahren zu Herzen, obwohl es früher häufiger Selfies von ihr auf Instagram zu finden gab. Bei einem Termin mit Prinz Harry habe sie zu Fans gesagt: "Wir dürfen leider keine Selfies machen." Vielleicht kommt mit einem möglichen neuen Instagram-Account aber auch die Lust nach Selfies zurück. 

5. Verzicht auf Meeresfrüchte

Die Mitglieder der Royal Family verzichten auf Meeresfrüchte aus Angst sich eine Lebensmittelvergiftung zuzuziehen. Auch rohes Fleisch, besonders exotisches oder zu stark gewürztes Essen vermeiden sie angeblich. Außerdem verboten: das Trinken von Leitungswasser im Ausland.

Für Meghan könnte vor allem das Verbot von Meeresfrüchten ein Problem gewesen sein. Sie bezeichnete sich früher als "Foodie", teilte auf ihrem mittlerweile geschlossenen Blog "The Tig" immer mal Lieblingsgerichte. Darunter auch ein Rezept für einen Salat mit Garnelen. Diesen können sich Meghan und Harry nun ohne irgendwelche Hintergedanken auch wieder zubereiten.

6. Kein bunter oder schwarzer Nagellack

Ein knalliges Rot auf die Nägel aufgetragen und schon ist auch ein schlichtes schwarzes Outfit aufgepeppt. Meghan musste darauf allerdings während der vergangenen zwei Jahre verzichten – jedenfalls bei öffentlichen Auftritten. Denn britischen Medienberichten zufolge hasse die Queen knallige und schwarze Nagellacke. Künstliche Nägel kommen ihr erst recht nicht in die Tüte.

Zarter Nagellack oder gar keiner: Diese Regel hielt Meghan immer ein. (Quelle: imago images / PA Images)Zarter Nagellack oder gar keiner: Diese Regel hielt Meghan immer ein. (Quelle: imago images / PA Images)

Die Queen bevorzugt schon seit über 30 Jahren die Farbe "Ballet Slipper" von Essie – ein sehr zarter Rosaton. Herzogin Kate soll zudem den Essie-Lack mit dem Namen "Allure" gerne mögen. Und Meghan? Die hatte sich an diese Regel gut angepasst. Auch bei ihr waren zuletzt nur sanfte Töne angesagt. Möglicherweise ändert sich das nun wieder.

7. Bloß nicht die Beine überschlagen

Für Royal-Damen ist es ein No-Go im Sitzen die Beine zu überschlagen. Herzogin Kate und Co. halten ihre Beine im Sitzen stets dicht aneinander und etwas angeschrägt., maximal an den Knöcheln dürfen sie überschlagen werden. Dies wird auch "The Duchess Slant" – zu Deutsch: die Herzoginnen-Schräglage – genannt. 

Auf diese Weise bevorzugte es übrigens auch schon Prinzessin Diana in der Öffentlichkeit zu sitzen. Meghan fiel es in den vergangenen zwei Jahren nicht immer ganz leicht, sich an diese Regel zu halten. Bei öffentlichen Auftritten wurde sie häufiger mit überschlagenen Beinen abgelichtet. Auch darauf wurde natürlich stets geachtet. 

Kurz vergessen, dann doch wieder dran gedacht: Herzogin Meghan bei einem Termin mit der Queen im Juni 2018. (Quelle: imago images)Kurz vergessen, dann doch wieder dran gedacht: Herzogin Meghan bei einem Termin mit der Queen im Juni 2018. (Quelle: imago images)

8. Politische Neutralität

Royals halten sich zurück, wenn es um politische Angelegenheiten geht. Dieser Punkt dürfte Meghan schwer gefallen sein, denn sie war schon immer eine Frau, die ihre Meinung sagte und sich einsetzte. Sie bezeichnet sich als Feministin und kümmerte sich auch als Royal besonders um Organisationen, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzen. Als sie noch Schauspielerin war, fungierte sie unter anderem als Botschafterin für UN Women.

Vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 machte sie deutlich, dass sie Hillary Clinton unterstützt und äußerte öffentlich Kritik über Donald Trump. Gut möglich, dass Meghan nun wieder häufiger das Wort in politischen und humanitären Debatten ergreift.

9. Eine Runde Monopoly? Nein, Danke!

Das Gesellschaftsspiel Monopoly hat wohl fast jede Familie im Schrank. Die britischen Royals eher nicht. Vor gut zehn Jahren bekam Prinz Andrew, einer der jüngeren Brüder von Prinz Charles, das Spiel bei einem öffentlichen Auftritt geschenkt. Daraufhin sagte er: "Wir dürfen Monopoly zu Hause nicht spielen. Das wird zu brutal." Wer dieses Spielverbot wohl auferlegt hat? Wie dem auch sei: Harry und Meghan können bei Spieleabenden mit Freunden von nun an auch um Spielgeld zocken. Denn jetzt heißt es: Gehen Sie zurück auf Los!

Diese Regeln bleiben

Doch bei all den Regeln, die nun hinfällig sind, gibt es auch einige, die Harry und Meghan weiter einhalten müssen. Jedenfalls, wenn sie auf andere Mitglieder der Royal Family treffen. So werden Hofknicks und Verbeugung wohl nicht gänzlich aus Harrys und Meghans Leben gestrichen. Vor Großmutter Queen gehört das nun mal dazu. Auch werden sie bei einer gemeinsamen Ankunft, beispielsweise bei einem öffentlichen Gottesdienst, wohl nicht direkt vor Queen Elizabeth II. durch die Türe treten – sondern weit nach ihr. Oder sie werden eben schon längst Platz genommen haben.

Nicht nur von royalen Regeln lösen sich Prinz Harry und Herzogin Meghan mit dem "Megxit". Wie es um ihre Marke "Sussex Royal" und ihre Titel steht, erfahren Sie in diesem Artikel. Darin wird auch beleuchtet, was sich noch alles für das Paar und Sohnemann Archie Harrison ändert und welchen Plan die Familie nun hat. Eines sei verraten: Royals und Mitglieder der Königsfamilie bleiben die beiden auf jeden Fall weiterhin.

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