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Erstmals eine Frau Gewinnerin: Afghanin gewinnt erstmals Musikshow "Afghan Star"

Erstmals eine Frau Gewinnerin  

Afghanin gewinnt erstmals Musikshow "Afghan Star"

22.03.2019, 14:05 Uhr | dpa

Erstmals eine Frau Gewinnerin: Afghanin gewinnt erstmals Musikshow "Afghan Star". Die 18-jährige Sahra Elham setzte sich gegen alle Konkurrenz im Wettbewerb durch.

Die 18-jährige Sahra Elham setzte sich gegen alle Konkurrenz im Wettbewerb durch. Foto: Tolo TV. (Quelle: dpa)

Kabul (dpa) - Erstmals in der Geschichte der Fernsehshow "Afghan Star", der afghanischen Version von "American Idol", hat eine Frau den populären Gesangswettbewerb gewonnen.

Die 18-jährige Sahra Elham setzte sich im Finale am Donnerstagabend gegen ihren männlichen Konkurrenten Wasim Anwari durch. In allen 13 Staffeln davor hatten Männer gesiegt. Frauenrechtlerinnen werteten den Sieg Elhams auch als Zeichen gegen die radikalislamischen Taliban.

Elham selbst zeigte sich absolut überrascht, als der Moderator sie zur Siegerin erklärte. Die 18-Jährige, die eigentlich in Pakistan lebt und dort die zehnte Klasse besucht, sagte, sie hätte nie geglaubt, es überhaupt ins Finale zu schaffen. 

"Afghan Star" von Tolo TV ist die populärste Fernsehshow in Afghanistan. Gleichzeitig ist sie die umstrittenste. Während der Taliban-Herrschaft war Musik verboten. Konservative Mullahs hatten in der Vergangenheit immer wieder versucht, die Show zu blockieren. Während der ersten Staffeln noch "waren alle fassungslos, dass Mädchen in der Show singen und tanzen", sagte einer der Produzenten der Show, Habib Amiri. Eine Teilnehmerin der dritten Staffel musste sogar das Land verlassen, weil sie bedroht wurde.

"Der Sieg von Sahra zeigt, dass die Afghanen die Ideologie der Taliban heute nicht mehr akzeptieren und ihre Rechte einfordern", sagte die Aktivistin Frosan Darwisch.

Die aufständischen Taliban führen seit Sommer des Vorjahres direkte Gespräche mit den USA, um den langjährigen Konflikt, der jährlich Tausende Todesopfer fordert, politisch zu lösen. Viele Afghanen sind besorgt, dass die Radikalislamisten die Fortschritte der vergangenen Jahre vor allem im Bereich Frauenrechte wieder rückgängig machen, sollte es zu einem Friedensschluss kommen und sie an der Macht beteiligt werden. 

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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