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VW-Projekt "Trinity": Modell soll autonomes Fahren massentauglich machen

Projekt "Trinity"  

Dieses VW-Modell soll autonomes Fahren massentauglich machen

21.01.2021, 16:27 Uhr | dpa, rtr

VW-Projekt "Trinity": Modell soll autonomes Fahren massentauglich machen. Autonomes Fahren: VW plant unter dem Namen "Trinity" eine neue Elektro-Offensive. (Quelle: dpa/Peter Steffen)

Autonomes Fahren: VW plant unter dem Namen "Trinity" eine neue Elektro-Offensive. (Quelle: Peter Steffen/dpa)

Das geplante neue Elektro-Volumenmodell für das Volkswagen-Stammwerk Wolfsburg nimmt Form an. Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter verriet nun den Namen und einige Details zu dem Fahrzeug, das ab etwa 2026 am Firmenhauptsitz gefertigt werden soll.

Volkswagen will mit einem neuentwickelten Fahrzeug selbstfahrende Autos erschwinglich machen. Geplant ist ein Wagen, der anfangs für teilautomatisiertes Fahren (Level 2+) ausgelegt ist und später vollautomatisiertes Fahren (Level 4) ermöglichen soll, sobald dies gesetzlich erlaubt ist.

Der Wagen wird "Trinity" (Dreifaltigkeit) heißen – eine Anspielung auf drei zentrale Trends, auf die der Konzern dabei setzen will: eine zusätzliche eigene Elektro-Plattform, noch mehr Vernetzung im Auto sowie "vollvernetzte Produktionsprozesse" in der Fabrik.

"Trinity" lief unter dem Arbeitstitel "Aeroliner"

Der Aufsichtsrat des weltgrößten Autoherstellers hatte Ende 2020 auch auf Druck aus dem Betriebsrat beschlossen, dass die Planungen für das "Elektro-Flaggschiff" der wichtigsten Marke bereits früher anlaufen sollen als zunächst vorgesehen. Der Konzern will dabei – ähnlich wie die Töchter Audi, Porsche und Bentley mit ihrem "Tesla-Fighter" für die Oberklasse in Hannover – Expertise aus mehreren Bereichen zusammenziehen. Das Projekt ist auch für die Heimatstandorte von Volkswagen in Niedersachsen und die internen Zulieferwerke bedeutend.

Der "Trinity", für den bisher der Arbeitstitel "Aeroliner" kursierte, soll auf einem Baukasten-System entstehen, das noch über die aktuelle Variante hinausgeht. Dieser "MEB" kommt etwa bei der elektrischen ID-Familie zum Einsatz. Auf der ergänzenden Plattform könnten dann auch Ausführungen für andere Konzernmarken gebaut werden.

Außerdem ist geplant, in dem Fahrzeug die aktuellste Generation eigener Software einzusetzen, deren Entwicklung in der IT-Sparte der Gruppe vorangetrieben wird. Es soll mit anderen Autos und der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte kürzlich gesagt, er rechne mit einer "deutlich sechsstelligen Stückzahl pro Jahr" für den Wagen. Das Unternehmen wollte sich zu möglichen konkreten Produktionsvolumina noch nicht äußern. Der VW-Konzern investiert bis einschließlich 2025 rund 73 Milliarden Euro in neue Technologie-Themen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

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