Sie sind hier: Home > Auto > Neuvorstellungen & Fahrberichte >

Auto: Zehn Automarken, die Sie jetzt kennen müssen

Newcomer fordern die Alten heraus  

Zehn Automarken, die Sie jetzt kennen müssen

05.03.2020, 10:13 Uhr
Auto: Zehn Automarken, die Sie jetzt kennen müssen. Lucid Air: Die junge Marke wird in den USA bereits als möglicher Tesla-Rivale gehandelt. (Quelle: Lucid Motors)

Lucid Air: Die junge Marke wird in den USA bereits als möglicher Tesla-Rivale gehandelt. (Quelle: Lucid Motors)

Die Auto-Welt im Umbruch: Weltkonzerne sorgen sich ums Überleben, während junge Marken voller Mut und mit vielen guten Ideen auf den Markt preschen. Dabei kommt ihnen eine Entwicklung besonders zugute.

Der Elektroantrieb: Er stellt die Auto-Welt auf den Kopf wie keine Innovation vor ihm. Welche Auswirkungen dieser Wandel hat, ist heute noch nicht absehbar. Zwei Folgen stehen aber bereits fest.

Erstens: Selbst Weltkonzerne wie Volkswagen oder Daimler können sich einer rosigen Zukunft nicht mehr sicher sein. Sie müssen nun alle Kraft daran setzen, ihr altes Denken abzulegen und sich zum Tech-Unternehmen zu wandeln. Top-Manager predigen ihrer Belegschaft nicht ohne Grund, dass es gerade um nicht weniger geht als ums Überleben.

Und zweitens: Künftig dürfte es auf unseren Parkplätzen um einiges bunter zugehen als bisher. Viele neue Marken versuchen, das Terrain zu besetzen, das die alten Konzerne ihnen bislang beinahe kampflos überlassen. Dabei kommt ihnen zunutze, dass sich in der Zeit des E-Motors ein Auto deutlich einfacher entwickeln lässt als zuvor. Andere versuchen ein Comeback und vertrauen dabei teilweise auf althergebrachte Rezepte. Der Kampf um Marktanteile – er dürfte künftig noch härter geführt werden. Und auf dem Feld stehen dann mehr Spieler als bisher. Hier sind die interessantesten Newcomer.

Uniti

Uniti One: Das erste Auto des Start-ups wird ein Dreisitzer. Der Fahrer sitzt vorn in der Mitte – dort ist der sicherste Platz in einem Auto. (Quelle: Hersteller)Uniti One: Das erste Auto des Start-ups wird ein Dreisitzer. Der Fahrer sitzt vorn in der Mitte – dort ist der sicherste Platz in einem Auto. (Quelle: Hersteller)

Ikea auf Rädern: Anfang 2018 zeigte das schwedische Start-up einen Billig-Stromer in typisch reduziertem skandinavischen Design. In diesem Jahr sollen die ersten Autos ausgeliefert werden. Am Look hat sich nicht viel verändert. Geplant ist eine Reichweite von 300 km, der Preis soll bei 14.900 Euro liegen. Die Entwicklung des Autos wurde weitgehend durch Crowdfunding (eine Online-Spendenaktion) finanziert. Mittlerweile arbeitet Uniti auch mit wichtigen Partnern aus der Industrie zusammen.

Sono

Das Unternehmen mit Sitz in München wurde im Jahr 2016 gegründet und kämpfte lange mit Startschwierigkeiten. Diese Phase scheint überstanden: Sono sammelte gerade mehr als 50 Millionen Euro ein – ebenfalls per Crowdfunding. Das soll genügen, um das lang geplante Solar-Elektroauto namens Sion nun endlich bauen zu können. Neben einem E-Motor (255 Kilometer Reichweite) stecken in dem Kompaktmodell eine ganze Reihe intelligenter Lösungen. Beispielsweise stecken in der Karosserie des Sion Hunderte Solarzellen. Dadurch kann das Auto kürzere Strecken (bis 34 Kilometer) allein mit Sonnenenergie fahren. Mehr über den Sion erfahren Sie hier.

Lucid Motors

In den USA wird das Start-up schon als möglicher Tesla-Gegner gehandelt. Schon im April will Lucid Motors sein erstes Serienmodell auf einer Messe in New York vorstellen. Ende 2020 soll die Produktion des Lucid Air starten, im kommenden Jahr sollen die ersten Autos nach Europa kommen. Preise und Reichweiten sollen auf dem Niveau der Tesla-Oberklasse liegen, die Fahrleistungen sogar deutlich darüber.

Pininfarina

Pininfarina Battista: Ende 2020 soll der Bau des Elektroautos beginnen. Geplant sind etwa 150 Stück – zum Preis von je rund zwei Millionen Euro. (Quelle: imago images)Pininfarina Battista: Ende 2020 soll der Bau des Elektroautos beginnen. Geplant sind etwa 150 Stück – zum Preis von je rund zwei Millionen Euro. (Quelle: imago images)

Bislang ist das Designstudio als Schöpfer berühmter Ferraris (Dino) und Maseratis (Quattroporte) bekannt. Aber auch vielen Allerweltsautos wie dem Mitsubishi Lancer gaben die Italiener ihre Form. Künftig sollen Kreationen von Pininifarina das eigene Firmenlogo tragen: Die Designer wandeln sich zur Automarke. Geplant sind bis zu fünf Modelle im Luxussegment – und sogar darüber: Das erste Modell namens Battista soll 1.900 PS leisten, 412 km/h schnell fahren – und zwei Millionen Euro kosten.

Byton

Mit dem Byton M-Byte kommt 2020 das erste Elektro-SUV aus China nach Deutschland. Das Rezept der jungen Marke erinnert an Tesla: Das Cockpit ist im Grunde ein einziger Touchscreen, im Lenkrad steckt ein weiteres Display. Damit können die Kunden beispielsweise beim Warten an der Ampel das digitale Zuhause organisieren. Neben der Vernetzung sind auch die Antriebe auf der Höhe der Zeit: Die Kunden können zwischen zwei Akkus und zwei Reichweiten 400 oder 520 Kilometer) wählen. Auch die Motorleistung ist gestaffelt, der Top-Motor wird 476 PS leisten. Und genau wie Tesla, will Byton seine Autos in "Brand Stores" (attraktive Filialen in Bestlage) verkaufen. Billig ist das alles nicht. Der M-Byte wird deshalb wohl mindestens 45.000 Euro kosten. Hier erfahren Sie weitere Details zum neuen China-SUV.

Sony

Ja, richtig: Der Elektronik-Riese wird ein Autobauer. Im Januar überraschte er auf der Elektronikmesse CES mit dem Prototypen eines Elektroautos. Neben viel Software und den inzwischen unerlässlichen Sensoren ist natürlich auch ein komplettes Entertainment-System an Bord. Bei der Entwicklung griff Sony auf das Know-how namhafter Zulieferer wie Bosch oder Magna-Steyr zurück. Was nun aus dem Prototypen wird, ist noch offen. Aber: Für Experten kommt es nicht überraschend, dass die Elektrifizierung des Autos auch Elektronik-Konzerne auf den Plan ruft.

TOGG

Vorstellung der Prototypen: Hier ist die SUV-Version des türkischen Elektroautos der Marke TOGG zu sehen. (Quelle: Screenshot Vimeo/togg.com.tr)Vorstellung der Prototypen: Hier ist die SUV-Version des türkischen Elektroautos der Marke TOGG zu sehen. (Quelle: Screenshot Vimeo/togg.com.tr)

Die neue Marke TOGG soll das erste Elektroauto der Türkei bauen. Dieser Meilenstein gilt als wichtiges Projekt des Präsidenten. Erdogan stellte das SUV deshalb persönlich Ende 2019 vor. Mehr als drei Milliarden Euro lässt sich die Türkei die Entwicklung kosten. 2022 soll die Fertigung beginnen. Pro Jahr könnten bis zu 175.000 Autos vom Band laufen, heißt es. Fünf verschiedene Modelle sind geplant.

Zetta

Etwas schneller ist Putin dran: Noch Anfang 2020 soll der Bau des ersten russischen E-Autos beginnen. Der Dreitürer namens Zetta soll mit einer Stromladung 560 Kilometer weit kommen und 120 km/h Spitze erreichen. Etwas gefälliger als sein Design ist der Preis: Laut russischer Medien soll er bei etwa 6.400 Euro liegen. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet aber eher die russische Ladeinfrastruktur. Und die ist – genau wie in anderen Ländern – stark ausbaufähig.

Wiesmann

Im Städtchen Dülmen bei Münster (NRW) entstanden 28 Jahre lang exklusive Sportwagen im Retro-Design. Dann kam 2016 das Aus – nach nur 1.600 gebauten Autos. 2020 will Wiesmann wieder aufersehen. Mit neuem Modell (Projektname: Gecko), aber altem Konzept: klassisches britisches Sportwagen-Design, Top-Verarbeitung und starke Motoren von BMW. Eben genau wie früher – nur diesmal möglichst etwas erfolgreicher. Mehr über die Comeback-Pläne erfahren Sie hier.

Fisker

Fisker Ocean: Flache Leuchten und Blinker in der C-Säule (dem hinteren Dachträger) – das Design des Ocean will sich vom Einheitsbrei abheben. (Quelle: Hersteller)Fisker Ocean: Flache Leuchten und Blinker in der C-Säule (dem hinteren Dachträger) – das Design des Ocean will sich vom Einheitsbrei abheben. (Quelle: Hersteller)

Nach wechselhafter Vergangenheit will die US-Marke nun mit einem Kompakt-SUV zurück in die Erfolgsspur finden. Der 4,64 Meter lange Fisker Ocean soll 2022 auf den Markt kommen. Natürlich fährt auch er rein elektrisch, und zwar bis zu 480 km weit. Auch darüber hinaus bietet der Ocean, was auch die Konkurrenz in dieser Klasse im Angebot hat. Obendrein kann er mit einem wohltuend frischen Design punkten – und mit einem attraktiven Preis: Das Basismodell soll rund 35.000 Euro kosten. In unserer Fotoshow sehen Sie, mit welchen Modellen die Newcomer punkten wollen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur SP-X
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal