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Auto – Drängler auf der Autobahn: So reagieren Sie richtig

Kühlergrill im Rückspiegel  

Drängler auf der Autobahn: So reagieren Sie richtig

12.10.2019, 10:41 Uhr | Matthias Brunnert, dpa

Auto – Drängler auf der Autobahn: So reagieren Sie richtig. Autobahndrängler: Grundsätzlich kann man versuchen, sie auszublenden und gelassen zu bleiben. (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Autobahndrängler: Grundsätzlich kann man versuchen, sie auszublenden und gelassen zu bleiben. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Ohne Rücksicht unterwegs, aber dafür mit Lichthupe – Drängler auf der Autobahn können anderen schnell gefährlich werden. Wie reagieren Autofahrer dann richtig? Und wie schaffen sie es, selbst im Straßenverkehr gelassen zu bleiben?

Aggressivität und Rücksichtslosigkeit auf der Straße nehmen zu, sagen Experten. Dabei kann jeder eine Menge tun, um sich nicht anstecken zu lassen und Ruhe zu bewahren. t-online.de nennt dazu die wichtigsten Tipps.

Was tun, wenn auf der Autobahn jemand drängelt?

Versuchen Sie, die Drängelei auszublenden und bewahren Sie Gelassenheit. Es kann helfen, in Gedanken die Perspektive zu wechseln. Fragen Sie sich doch einmal, warum der Autofahrer hinter Ihnen gerade drängelt. Vielleicht gibt es tatsächlich einen nachvollziehbaren Grund.

Fährt man etwa durch eine Baustelle und wird dort zum Beispiel von einem Lastwagen bedrängt, schaut man auf das angezeigte Tempolimit – unter Umständen hat man hier ein Schild übersehen, und es sind etwa 80 statt zuvor 60 km/h erlaubt. Dann passt man das Tempo an. Wegen eines Dränglers zu schnell fahren, ist nicht ratsam.

Wann ist Drängeln strafbar?

Hier zählen, grob gesagt, Dauer und Intensität. So könne kurzzeitiges, dichtes Auffahren als Abstandsverstoß mit Bußgeld geahndet werden, erklärt die Verkehrsrechtlerin Daniela Mielchen aus Hamburg. Eine strafbare Nötigung sei das noch nicht.

Was dagegen bereits als strafbares Verhalten gewertet wurde: bedrängendes Auffahren über einen längeren Zeitraum mit erheblicher Gefährdung oder intensives Drängeln mit Lichthupe – aber auch das Ausbremsen sowie das Ausscheren, um Überholmanöver zu verhindern. "Man hat keinen Erziehungsauftrag", erläutert Sören Heinze vom Auto Club Europa (ACE). "In so einer Situation sollte man vor allem bestrebt sein, die Gefahr rasch aufzulösen", ergänzt der Experte.

Natürlich können Betroffene Anzeige erstatten. Das geht bei der nächstgelegenen Polizeiwache oder telefonisch, erklärt Mielchen. In einigen Bundesländern lasse sich dies zudem über ein Online-Formular erledigen. Dabei sollten Sie sich diese Dinge merken:

  • Ort und Zeitpunkt des Geschehens
  • das Kennzeichen des anderen Autos
  • Farbe, Marke, Modell
  • die Person am Lenkrad

Aber was, wenn man selbst im Recht ist?

Lassen Sie sich keinesfalls auf ein Kräftemessen ein – fahren Sie lieber kurz nach rechts und lassen Sie den Drängler vorbei. Dann haben Sie die Situation bereits entspannt. Denn Drängelei verursacht Stress – übrigens auch für den Drängler selbst.

Helfen Pausen gegen Stress?

Während einer Pause lädt Ihr Akku wieder auf. Sie setzen danach die Fahrt entspannter und konzentrierter fort. Wer am Steuer bemerkt, dass er gestresst ist, sollte deshalb eine Rast einlegen.

Kann man den Stress durch die eigene Fahrweise reduzieren?

Ja – das fängt schon damit an, auf der Autobahn nicht ständig am Limit zu fahren – selbst dort, wo es kein Tempolimit gibt. Denn das Fahren bei Vollgas strengt nicht nur das Auto sehr an, sondern auch seinen Fahrer – vom hohen Spritverbrauch mal ganz abgesehen. Wer etwa mit Tempo 130 unterwegs ist, kommt hingegen deutlich entspannter an. Und er wird nur wenige Minuten länger unterwegs sein. Das können Sie selbst überprüfen, wenn Sie eine bestimmte Strecke häufiger fahren: Eine Vollgasfahrt wird Ihnen zeitlich fast nichts bringen.

Warum strengt Rasen an?

Stattdessen wird Ihr Bordcomputer zeigen, dass in beiden Fällen das Durchschnittstempo nicht sehr unterschiedlich war. Raser fahren also eine höhere Spitzengeschwindigkeit, müssen dafür umso stärker und häufiger abbremsen. Und das ist es, was ihr Auto, ihren Spritverbrauch und auch sie selbst stark belastet.
 

 

Was entspannt Pendler im täglichen Berufsverkehr?

Auch wenn es schwerfällt: Wer täglich im dichten Berufsverkehr unterwegs ist, sollte etwas früher starten als notwendig. Nur zehn Minuten genügen dabei bereits. So ersparen Sie sich Zeitstress.

Versuchen Sie außerdem, Stauzeiten positiv zu sehen und hören Sie bewusst beispielsweise eine Sendung im Radio oder ein Hörbuch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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