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Strengere Grenzwerte für Feinstaub gefordert

Gesundheitsrisiken  

Strengere Grenzwerte für Feinstaub gefordert

13.04.2019, 14:04 Uhr | AFP

 (Quelle: t-online.de)
Feinstaub: So gefährlich sind die kleinen Schmutz-Teilchen

Sie sind winzig klein, aber sie entfalten große Wirkung und sind gefährlich: Feinstaub-Partikel sorgen derzeit für große Diskussionen rund um Deutschlands Straßen. (Quelle: t-online.de)

Feinstaub: So gefährlich sind die kleinen Schmutz-Teilchen. (Quelle: t-online.de)


Für Lungenkrebs, Diabetes und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems soll Feinstaub eine Ursache sein. Jetzt fordert das Umweltbundesamt ein schärferes Vorgehen gegen Luftverschmutzung.

Das Umweltbundesamt (UBA) dringt auf strengere Grenzwerte für Feinstaub. Behördenchefin Maria Krautzberger verwies in der "Süddeutschen Zeitung" auf entsprechende Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

"Auch wir im Umweltbundesamt sehen die Risiken durch zu hohe Feinstaubkonzentrationen", sagt die UBA-Präsidentin mit Blick auf die Gesundheitsgefahren. Daher halte ihre Behörde eine "Diskussion über schärfere Grenzwerte" für "erforderlich".

Gefahren durch Feinstaub

Die Gefahren durch Feinstaub sind in Verbindung mit der Debatte um Dieselfahrverbote und den Stickoxidausstoß von Dieselfahrzeugen wieder stärker ins Bewusstsein gerückt. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Dienstag in einem Gutachten zwar die Gefahren durch Stickoxide bestätigt, Feinstaub jedoch als das weitaus schwerwiegendere Problem eingestuft. Daher müsse es zusätzliche Anstrengungen geben, um die Feinstaubkonzentrationen in der Luft zu verringern, forderten die Wissenschaftler.

Auch die WHO prüft derzeit dem Bericht zufolge eine Verschärfung ihrer Richtlinien für Feinstaub. Es gebe Hinweise auf Gesundheitseffekte bei noch geringeren Konzentrationen als bisher gedacht, hieß es. Feinstaub gilt als eine Ursache für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, für Lungenkrebs und Diabetes. Die EU-Grenzwerte für Feinstaub werden in Deutschland zwar in der Regel eingehalten. Allerdings liegen sie etwa doppelt so hoch wie von der WHO empfohlen.

Sterblichkeit in Europa steigt durch Feinstaub

Die "SZ" zitiert den Forscher Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie, mit den Worten: "Wir schätzen die Verringerung der Lebenszeit durch Luftschadstoffe in Deutschland auf 2,4 Lebensjahre." Davon gingen 20 Prozent auf das Konto des Verkehrs. Nach Erkenntnissen der Leopoldina steigt die Sterblichkeit in Europa durch viel Feinstaub demnach um sieben Prozent.


Ein schärferes Vorgehen gegen Luftverschmutzung forderte auch die Grünen-Umweltexpertin Bettina Hoffmann. "Saubere Luft ist elementar für ein gesundes Leben. Davon sind wir an vielen Orten in Deutschland weit entfernt", erklärt sie in Berlin zu der Feinstaubdebatte. Hoffmann rief die Bundesregierung zu einer "Kultur der Schadstoffvermeidung" auf. Weiter fordert die Grünen-Politikerin eine "Verkehrswende in unseren Städten" und eine Verringerung von Ammoniak aus der industriellen Landwirtschaft.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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