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Corona-Krise: Nur wenige Autoherrsteller überleben die wirtschaftlichen Folgen

Wirtschaftliche Konsequenzen  

Nur wenige Autohersteller überleben die Corona-Krise

16.06.2020, 14:44 Uhr | dpa

Corona-Krise: Nur wenige Autoherrsteller überleben die wirtschaftlichen Folgen. Autohersteller: Die Corona-Krise wird in der Branche zu einer knallharten Auslese führen. (Quelle: dpa/Jan Woitas)

Autohersteller: Die Corona-Krise wird in der Branche zu einer knallharten Auslese führen. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Das Coronavirus hat in den letzen Monaten für einen schweren wirtschaftlichen Schaden weltweit gesorgt. Auch die Autoindustrie bekommt die Folgen zu spüren. Experten erwarten ein Schrumpfen der Branche.

Die Corona-Krise wird in der Autoindustrie nach Einschätzung der Unternehmensberatung AlixPartners zu Übernahmen und einer knallharten Auslese führen. Die weltweiten Verkaufszahlen dürften dieses Jahr um 20 Millionen unter denen des Vorjahres liegen – "als wäre ein Markt von der Größe Europas über Nacht verschwunden", erklärt sie in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Die Erholung werde Jahre dauern. Die Folge sei "Darwinismus" in der Branche: "Nur die finanz- und innovationsstarken Hersteller und Zulieferer überstehen die bevorstehende Marktbereinigung."

Eine Reduzierung auf bis zu zehn größere Autohersteller sei möglich, "mit Tesla auf dem Weg in diese Gruppe". Die deutschen Autobauer dürften zu den Überlebenden gehören, sagt Elmar Kades, Leiter der Autosparte bei AlixPartners: "Bei der Elektrifizierung und der Software gibt es zwar heftige Geburtswehen, aber sie sind stark genug, es zu schaffen."

Corona-Krise lässt Gewinne ausbleiben

Die Renditen seien wegen der Investitionen in neue Technologien schon seit Jahren im Sinkflug. Die Corona-Krise wirke nun wie ein Brandbeschleuniger. "Die Autobranche insgesamt wird dieses Jahr wohl keine Gewinne erwirtschaften", sagt Kades. Mit einem Einbruch von 21 auf 14 Millionen verkaufte Fahrzeuge habe Europa den stärksten Einbruch zu verkraften. Das Vor-Krisen-Niveau dürfte hier erst in fünf Jahren wieder erreicht werden.

Nach aktuellem Stand dürften die meisten Hersteller die CO2-Ziele für 2021 verfehlen, Strafzahlungen drohten. Die bis 2024 angekündigten Investitionen in Elektromobilität in Höhe von 234 Milliarden Dollar dürften angesichts der Umsatzeinbrüche deutlich reduziert werden. "Jetzt ist die Zeit, alles infrage zu stellen", die Modellvielfalt zu reduzieren und die Transformation zu beschleunigen, sagt Kades. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge werde 2025 weltweit zwölf Prozent betragen: in Europa 20 Prozent, in China 18 und in den USA acht Prozent.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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