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Auto – VW: Navi-Fehler bringt Konzern eine Strafe ein

Zwischen die Fronten geraten  

Navi-Fehler bringt VW eine Strafe ein

08.11.2019, 10:05 Uhr | dpa

 (Quelle: Reuters)
Weltpremiere in Wolfsburg: VW stellt Golf 8 vor

Der neue Golf soll den Wechsel in die Elektromobilität mit den dafür hohen Investitionen absichern. Noch gehört das Modell mit Verbrennungsmotor zu den wichtigsten Fahrzeugen von VW. (Quelle: Reuters)

Ende Oktober: So stellte VW den neuen Golf 8 vor. (Quelle: Reuters)


Ärger mit der Politik und Strafzahlungen sind VW nicht fremd. Aber wegen eines Fehlers im Navi? Das ist neu. Nun steht eine Strafzahlung an. Einen Partner des Autobauers trifft es noch härter.

Volkswagen ist bei Streitigkeiten zwischen China und Vietnam um Territorien im Südchinesischen Meer zwischen die Fronten geraten. Weil bei einem VW-Auto in Vietnam eine Navigations-App eine Karte enthielt, die umstrittene Gebiete im Südchinesischen Meer als zu China zugehörig ausgab, muss der Konzern eine Geldstrafe zahlen. Das teilt die vietnamesische Zollbehörde mit. Ihr Vorwurf lautet: Die Darstellung habe die Souveränität Vietnams verletzt.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Peking beansprucht 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen führen. Der Internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies 2016 die Gebietsansprüche zurück. China ignoriert das Urteil aber.

Demnach soll Volkswagen es zugelassen haben, dass das aus China eingeführte Auto mit der App Ende Oktober bei einer Automesse in Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon, 8,2 Mio. Einwohner) ausgestellt wurde. Durch gestrichelte Linien soll das umstrittene Seegebiet auf der Karte als chinesisches Territorium dargestellt worden sein. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg bestätigte den Fall zwar. Er wies aber darauf hin, dass man weitere Details noch untersuche. "Wir stehen mit dem privaten Importeur in Kontakt." Denn auch dieses Unternehmen hat nun Schwierigkeiten – und zwar deutlich größere als Volkswagen.

Der Autobauer soll laut der Behörde nun ein Bußgeld zwischen umgerechnet rund 772 und 1544 Euro zahlen. Die Firma World Auto Company hingegen, die für die Einführung des Wagens aus China verantwortlich war, muss demnach für sechs bis neun Monate ihren Betrieb einstellen.
 

 
China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer, das etwa neunmal so groß ist wie die Ostsee, für sich. Damit liegt die Volksrepublik seit Jahren im Streit mit Ländern wie den Philippinen, Vietnam, Malaysia, Brunei und Taiwan.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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