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Beinahe-Crash im All: China kritisiert Elon Musk


Beinahe-Crash im All: China tadelt Musk

Von reuters, sha

Aktualisiert am 28.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Illustration von Starlink-Satelliten: Sie bringen Internet in abgelegene Winkel der ErdeVergrößern des BildesIllustration von Starlink-Satelliten: Sie bringen Internet in abgelegene Winkel der Erde. (Quelle: Science Photo Library/imago-images-bilder)
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Um Kollisionen mit den Starlink-Satelliten des Unternehmens SpaceX zu vermeiden, musste China mit seiner Raumstation zwei Ausweichmanöver durchführen. In sozialen Netzwerken wird Gründer Elon Musk dafür verantwortlich gemacht.

Chinesische Bürger haben online die Weltraumambitionen des Milliardärs und Tesla-Gründers Elon Musk kritisiert, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte sich China darüber beschwert, mit seiner Raumstation Ausweichmanöver unternommen haben zu müssen.

Der Grund: Die Raumstation habe Kollisionen mit Satelliten aus Musks Starlink-Programm vermeiden müssen.

Die Ausweichmanöver seien am 1. Juli und 21. Oktober notwendig gewesen, als Starlink-Satelliten der amerikanischen Firma SpaceX der Raumstation gefährlich nahe kamen. Das geht aus einem Schreiben (PDF) hervor, das China Anfang Dezember beim UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums (COPUOS) eingereicht hatte.

In beiden Fällen sei die Raumstation von Raumfahrern besetzt gewesen, heißt es darin.

Kritik von Weibo-Nutzern

In einem Beitrag auf Chinas Twitter-ähnlicher Mikroblogging-Plattform Weibo nannte ein Nutzer die Starlink-Satelliten "einen Haufen Weltraumschrott". Ein anderer Nutzer bezeichnete die Satelliten als "amerikanische Weltraumkriegswaffen".

"Die Risiken von Starlink werden allmählich aufgedeckt, die gesamte Menschheit wird für die Geschäftsaktivitäten bezahlen", kritisierte ein weiterer Nutzer von Weibo.

Im Sommer dieses Jahres hatte SpaceX bereits mehr als 1.700 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn der Erde gebracht. Bis zu 30.000 Satelliten will das Unternehmen in den Orbit schießen. Das Ziel: Internet in jedem Winkel der Erde.

Auch die US-Weltraumagentur NASA musste Ende November dieses Jahres einen Weltraumspaziergang wegen der Gefahr der Kollision mit Weltraumtrümmern verschieben. Zuvor war die Internationale Raumsstation ISS wegen herumfliegender Trümmerteile zeitweise evakuiert worden.

30.000 Trümmerteile im Orbit

Musk twitterte damals, dass einige Umlaufbahnen der Starlink-Satelliten angepasst worden seien, um die Möglichkeit von Zusammenstößen zu verringern. Es wird angenommen, dass fast 30.000 Satelliten und andere Trümmerteile die Erde umkreisen.

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China hatte mit dem Bau seiner Raumstation Tiangong im April 2021 begonnen. Das erste Modul war Anfang Mai ins All geschickt worden. Ende Mai folgte ein weiterer Frachtflug mit Material und Treibstoff. Die Station soll nach vier bemannten Missionen bis Ende 2022 fertig sein.

Der US-Konzern Starlink bietet seinen Internetzugang auch in Deutschland an. Dazu hat das Unternehmen einen deutschen Standort in Frankfurt am Main gegründet.

Lichtverschmutzung durch Satelliten

Das Unternehmen ist umstritten. Wissenschaftler beklagen sich über die vielen privaten Satelliten, die im Erdorbit kreisen und die Forschungsarbeit erschweren. Experten fürchten außerdem, dass die Unternehmen ohne Auflagen Tausende Satelliten als Weltraummüll zurücklassen könnten.

Ein weiteres Problem ist die Lichtverschmutzung durch die Reflexion des Sonnenlichts auf Solarpanelen der Satelliten, die für helle Flecken am Sternenhimmel sorgt und Astronomen und Sternenfreunde irritiert.

Verwendete Quellen
  • Reuters
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