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Totale Sonnenfinsternis am 8. April – wo sie zu sehen ist


Schauspiel am Himmel
Heute ist totale Sonnenfinsternis – das sollten Sie wissen

Von t-online, sha

Aktualisiert am 08.04.2024Lesedauer: 4 Min.
Totale Sonnenfinsternis: Die Animation zeigt, wie sie entsteht und wo man sie sehen kann. (Quelle: Glomex)
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Am Montag gibt es eine totale Sonnenfinsternis. Das Schauspiel lässt sich aber nicht an allen Orten auf der Welt beobachten. Hier sind alle Infos.

Wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt, erwartet uns eine totale Sonnenfinsternis. So auch am Montag, dem 8. April. Dann wird es an einigen Orten der Welt für kurze Zeit dunkel – in manchen Gegenden dauert die Phase mehr als vier Minuten. Hier sind die Details.

Was ist eine totale Sonnenfinsternis?

Eine totale Sonnenfinsternis entsteht dann, wenn der Mond zwischen der Sonne und der Erde hindurchzieht und dabei die Sonne komplett verdeckt. Der Himmel verdunkelt sich, als wäre es Morgengrauen oder Abenddämmerung.

Die US-Weltraumbehörde Nasa nennt es auch ein "kosmisches Meisterwerk". "Sonnenfinsternisse haben eine ganz besondere Kraft", sagte Nasa-Chef Bill Nelson bei einer Pressekonferenz. "Sie bewegen die Menschen und lassen sie einen tiefen Respekt für das Universum erfahren."

Wo ist die Sonnenfinsternis zu sehen?

Die totale Sonnenfinsternis im April wird in Nordamerika, Mexiko und Kanada zu sehen sein. Beginnen wird das Schauspiel um 18.38 Uhr unserer Zeit an der Pazifikküste in Mexiko. Dann setzt es sich von dort aus nach Texas fort – über Oklahoma, Arkansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Indiana, Ohio, Pennsylvania, New York, Vermont, New Hampshire und Maine.

Wenn die Sonnenfinsternis dann Kanada erreicht, geht es weiter nach Ontario, Quebec, New Brunswick, Prince Edward Island und Nova Scotia. Danach verlässt die Sonnenfinsternis das Festland.

Kommt die Sonnenfinsternis nach Deutschland?

In Europa ist das Schauspiel nicht zu sehen – also auch nicht in Deutschland. Die nächste totale Sonnenfinsternis hierzulande erleben wir erst wieder am 3. September 2081.

Auf eine partielle hingegen müssen wir nicht so lange warten. Am 29. März 2025 verdunkelt sich die Sonne teilweise. Auf Sylt soll die größte Verfinsterung maximal 25 Prozent betragen. Weiter südlich wird die Bedeckung geringer.

Wie viele Menschen können das Schauspiel im April sehen?

Weil die Sonnenfinsternis am 8. April über weite Teile Nordamerikas zieht und dabei bevölkerungsreiche Orte passiert, werden 30 Millionen Menschen eine totale Verdunklung der Sonne sehen können.

Sonnenfinsternis – was ist das?

Eine Sonnenfinsternis gibt es dann, wenn der Mond sich zwischen Erde und Sonne schiebt. Die Sonne wird vom Mond verdeckt, dessen Schatten auf die Erde fällt. Bei einer totalen Sonnenfinsternis ist die gesamte Sonne verdeckt. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis nur ein Teil.

Weitere 150 Millionen Menschen leben in Gebieten, die nicht im Kernschatten liegen. Diese Bewohner können eine partielle Finsternis beobachten. Die Nasa schätzt, dass 99 Prozent aller Bewohner der USA am 8. April eine partielle oder totale Sonnenfinsternis von ihrem Wohnort aus beobachten können.

Wie lange dauert die Sonnenfinsternis?

Der gesamte Weg des Mondschattens auf der Erde wird etwa 16.000 Kilometer lang sein. Weniger als die Hälfte davon (etwa 6.400 Kilometer) legt der Schatten über Land zurück.

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Rund 100 Minuten dauert die Sonnenfinsternis. Der Ort mit der längsten Phase ist Vanderpool, Texas. Dort benötigt der Mond vier Minuten und sechsundzwanzig Sekunden, bis er sich an der Sonne vorbeigeschoben hat.

Was macht diese Sonnenfinsternis so faszinierend?

Etwa alle elf Jahre kehrt sich das Magnetfeld der Sonne um, was eine zunehmende Sonnenaktivität zur Folge hat. Während dieser Phase gibt es vermehrt Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe.

Während der Sonnenfinsternis am 8. April befindet sich die Sonne in einer solch aktiven Phase. Dann besteht die Chance, dass am Rande des Mondes, dort, wo die Corona der Sonne zu sehen ist, ein Massenauswurf sichtbar wird.

Dabei werden Plasmaklumpen mit hoher Geschwindigkeit von der äußeren Sonnenschicht aus ins All gestoßen, was während der Sonnenfinsternis spektakulär aussehen könnte.

Außerdem befindet sich der Mond im April näher an der Erde als bei der letzten totalen Sonnenfinsternis 2017. Das führt dazu, dass der Kernschatten des Mondes breiter ist. Im Jahr 2017 war der Weg etwa im Schnitt 64 Kilometer breit. Jetzt wird der Schatten etwa 185 Kilometer breit sein.

Wie sehen die Vorbereitungen aus?

Seit Monaten planen Institutionen wie die Nasa und Astronomiefans in Mittel- und Nordamerika für den Tag der Sonnenfinsternis. An vielen Orten sind Partys zum gemeinsamen Beobachten geplant, bei denen auch spezielle Brillen zum Schutz der Augen verteilt werden sollen.

Zahlreiche Schulen in Bezirken, von denen aus die totale Sonnenfinsternis beobachtet werden kann, haben angekündigt, an diesem Tag zu schließen. Zudem haben Millionen Menschen, die anderswo leben, Reisen gebucht. Hotels und Ferienwohnungen in den Gegenden mit totaler Sonnenfinsternis sind vielerorts ausgebucht, die Behörden warnen vor sehr hohem Verkehrsaufkommen.

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat sogar sein tägliches Treffen mit dem Sicherheitskabinett auf sechs Uhr morgens und seine übliche Pressekonferenz in die nordwestliche Küstenstadt Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa verlegt – um sich danach eine spezielle Brille aufzusetzen und das Phänomen zu beobachten. "Das ist etwas, was man nicht jeden Tag sieht, und es ist wichtig für alle", sagte López Obrador. Als Kind habe er fasziniert einen Kometen beobachtet. Das vergesse man nie.

Schauen auch Astronomen in den Himmel?

Auch viele Wissenschaftler sind vorbereitet. Das Ereignis sei eine "wunderbare Chance für wissenschaftliche Forschung", sagte Nasa-Chef Nelson. Die US-Raumfahrtbehörde beobachtet, nimmt auf und misst die Sonnenfinsternis unter anderem mit Flugzeugen, Ballons und Observatorien auf der Erde. Sogar die Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS können laut Nasa das Spektakel beobachten.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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