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Dank Smartphone brauchen Sie diese GerÀte nicht mehr

Von dpa
Aktualisiert am 30.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Ein Smartphone wird an ein Kassenterminal gehalten.
Ein Smartphone wird an ein Kassenterminal gehalten. Mit der entsprechenden App kann man so bezahlen. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa./dpa)
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Fast jeder fĂŒhrt bereits ein Smartphone mit sich rum. Die schlauen Mobiltelefone haben dank ihrer vielen Funktionen eine Menge anderer GerĂ€te ersetzt. Wir zeigen, was Sie sich dank Ihrem Smartphone alles sparen können.

Von der Utopie zur Technik fĂŒr Milliarden: In den 1960er-Jahren lief die Kommunikation in der US-Science-Fiction-Serie "Star Trek" ĂŒber sogenannte Kommunikatoren. Drei Jahrzehnte spĂ€ter sollte ein gleichnamiger "Communicator" die goldene Ära der Smartphones einleiten. Der "Nokia 9000 Communicator" kam am 15. August 1996 in den Handel. Vor 25 Jahren war er mit Fax-Funktion, Kalender und Taschenrechner ausgestattet.

Heute sind die GerĂ€te massentauglich: 89 Prozent der BundesbĂŒrger haben laut Unternehmensberatung Deloitte ein Smartphone. Manche Apps ersetzen sogar AlltagsgegenstĂ€nde. Eine Auswahl:

Geldbeutel

Beim Zahlen hĂ€lt man das Handy heute ĂŒber ein LesegerĂ€t an der Kasse. Die Rechnung wird dann etwa ĂŒber Google Pay fĂŒr Android-GerĂ€te oder Apple Pay bei iOS-Handys beglichen. Dort sind die Daten der Konten hinterlegt, von denen das Geld abgezogen wird. Zum Einsatz kommt mit NFC (Near Field Communication, zu Deutsch: Nahfeldkommunikation) meist dieselbe Technik, die auch beim kontaktlosen Zahlen mit einer Bankkarte genutzt wird. Bei neueren Smartphones ist ein NFC-Chip Standard. Das iPhone von Apple hat die Funktion seit dem Modell 6 (2015) an Bord.

Wasserwaage

Das Bild hĂ€ngt schief? FrĂŒher musste der Werkzeugkasten her, heute gibt es eine App dafĂŒr. Android-Nutzer mĂŒssen sich diese erst herunterladen. Eine der beliebtesten ist die kostenfreie "Wasserwaage Galaxy". Zwei Röhren mit einer simulierten Blase zeigen an, ob sich das Handy im Schieflage befindet. Keinen extra Download benötigen Nutzer eines iPhones: Seit Version 7 des Betriebssystems iOS ist die Funktion an Bord – erst in der Kompass-Anwendung, seit iOS 11 als Unterfunktion der Maßband-App.

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Massband

Neuere iPhones (ab Modell 6s) können die Umgebung scannen und Objekte vermessen. Dazu wird das GerĂ€t wie beim Fotografieren auf das zu vermessende Objekt gehalten, dann werden manuell Start- und Endpunkt der Messung definiert. Möglich sind mehrere Messungen – wie Höhe und Breite etwa einer Pflanze oder spezielle Formen wie Quadrat und Rechteck eines Bilderrahmens. Beim Konkurrenten Google gibt es beispielsweise die App "AirMeasure".

Spielkonsole

Die LeistungsfĂ€higkeit moderner Chips und schnelles Internet machen das Handy auch fĂŒr Spielehersteller interessant. Der im iPhone 12 verwendete Chip A14 soll ĂŒber drei Gigahertz (GHz) schnell sein. Zum Vergleich: Die tragbare Konsole Switch von Nintendo taktet beim Spielen mit nur etwa einem GHz. Das heißt: Wer mobil spielen will, kann das auch mit einem neuen Smartphone. Wer ein Abo bei einer Plattform wie Steam abschließt, kann mit schnellem Internet-Zugang Tausende von Spielen zocken.

Wörterbuch

Einfach einen Fisch ins Ohr stecken und plötzlich alle Sprachen verstehen? So einfach wie im Kultroman "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams geht das zwar nicht. Allerdings ist die Technik schon so weit, dass Besucher im Ausland das Wörterbuch zu Hause lassen können. Wer Googles kostenfreie "Übersetzer"-App (Android und iOS) verwendet, kann sich per Kamera-Funktion zum Beispiel die Speisekarte live ĂŒbersetzen lassen. Laut Herstellerangaben soll das bei derzeit 94 Sprachen möglich sein.

Fernbedienung

Das Smartphone kann sogar die TV-Fernbedienung ersetzen. Meist geschieht das ĂŒber das heimische WLAN, das dafĂŒr mit Fernseher und Handy verbunden sein muss. Das heißt: Beim TV muss es sich um ein aktuelleres GerĂ€t handeln, das internetfĂ€hig ist. Fast jeder Hersteller bietet eine Lösung. Bei Samsung etwa heißt diese App "Smartthings" und kann kompatible GerĂ€te steuern – vom WĂ€schetrockner bis zum TV. Daneben gibt es universelle Fernbedienungen als App – etwa "SURE Universal Remote" fĂŒr Android und iOS.

Impfpass

Eine Folge der Corona-Pandemie ist der digitale Impfpass. Dieser kann genauso wie das gelbe Impfbuch eine vollstĂ€ndige Corona-Impfung nachweisen und damit etwa beim Kinobesuch vom Test befreien. Dazu gibt es Apps (alle Android und iOS): "CovPass" dient ausschließlich dazu, das Impfzertifikat vorzuzeigen. Das können auch andere Apps, die fĂŒr andere Hauptaufgaben entwickelt wurden: Die "Corona-Warn"-App soll helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen. Die "Luca"-App dient dem schnellen Ein- und Auschecken mit den eigenen Kontaktdaten etwa in CafĂ©s oder Restaurants.


Ausrangierte Smartphones weiternutzen

Ein ausrangiertes Handy als Musikplayer: Auch wenn ein Handy nicht mehr einwandfrei funktioniert, kann es noch zum Musikhören genutzt werden.
Ein Smartphone als Überwachungskamera umfunktioniert: So hat man zum Beispiel unter Kontrolle, was der Vierbeiner treibt, wenn man nicht Zuhause ist.
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SchrittzÀhler

Lange waren sie voll angesagt: Fitness-ArmbĂ€nder, die die Schritte zĂ€hlen. Das kann auch das Smartphone. Google und Apple bieten dafĂŒr eigenstĂ€ndige Lösungen an: Bei Android-Smartphones heißt dieser AktivitĂ€tstracker "Google Fit", beim iPhone ist die App "Health" seit iOS 8 von Haus aus an Bord. Beide zĂ€hlen die Schritte, messen und speichern zurĂŒckgelegte Distanzen beim Gehen oder Laufen. Wer eine externe Lösung bevorzugt, kann bei beiden Systemen auch etwa auf die umfangreich ausgestattete "Pacer"-App zurĂŒckgreifen.

Pulsmesser

Wer seinen Puls selber messen will, kann das auch ohne ZusatzgerĂ€t wie Smartwatch tun. Den Herzschlag kontrollieren und Rhythmusstörungen erkennen - das will die deutsche Gesundheits-App "Preventicus Heartbeats" (Android und iOS). Gemessen wird, indem vorzugsweise der kleine Finger auf die Handy-Kamera gelegt wird. Der Hersteller verspricht: Aus dem Video-Signal könne die Pulskurve abgeleitet werden. "Hochgenaue und patentierte Algorithmen ermitteln ĂŒber diese Pulskurve Ihren Herzrhythmus", heißt es auf der Webseite.

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