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Katwarn und Nina: Diese Apps sind jetzt laut Feuerwehr besonders wichtig

Waldbrände in Brandenburg  

Diese Apps können bei Gefahr Ihr Leben retten

24.08.2018, 12:48 Uhr | avr, t-online

Katwarn und Nina: Diese Apps sind jetzt laut Feuerwehr besonders wichtig. Waldbrand in Brandenburg: Mithilfe von Warn-Apps können sich Betroffene informieren.  (Quelle: imago images/Marius Schwarz)

Waldbrand in Brandenburg: Mithilfe von Warn-Apps können sich Betroffene informieren. (Quelle: Marius Schwarz/imago images)

Ein Waldbrand in Brandenburg hält die Feuerwehr in Atem. Notrufe überfluten teilweise Notrufleitungen. Menschen, die sich informieren wollen, rät die Feuerwehr zu Warn-Apps wie Katwarn oder Nina. Wie funktionieren die Programme?

Bäume stehen in Flammen, hunderte Feuerwehrleute, teilweise mit Gasmasken im Gesicht, kämpfen gegen das Feuer. Ein Löschhubschrauber schwebt über dem brennenden Wald. Irgendwo ertönt eine Explosion: Munitionsreste aus dem zweiten Weltkrieg im Wald sind wegen des Brandes explodiert.

Solche Szenen ereignen sich seit Donnerstagabend bei einem Waldbrand bei Treuenbrietzen. Am Freitag ist die Lage immer noch bedrohlich. Der "Tagesspiegel" zitiert einen Berliner Pressesprecher, der von "überfluteten Notrufleitungen" zu Spitzenzeiten berichtet. Bürger, die sich informieren wollen, sollten sich deshalb auch Warn-Apps wie "Katwarn" oder "Nina" installieren. Das empfehlen sowohl der Landesfeuerwehrverband Brandenburg als auch die Feuerwehr Berlin.

So sagt beispielsweise Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbands Brandenburg Sebastian Kalabis: "Da heute viele Menschen ein Smartphone haben, sind beide Apps nicht verkehrt." Außerdem können sich die Bürger im Radio und Fernsehen informieren. Wer vor Ort betroffen ist, wird in der Regel von der Feuerwehr direkt gewarnt.

Katwarn

Die Gratis-App Katwarn warnt vor verschiedenen Gefahrensituationen wie Großbränden oder Unwettern. Die App bezieht ihre Informationen von öffentlichen Behörden wie der Polizei oder Feuerwehr. Bei einem Notfall vibriert das Smartphone und ein Warnton ertönt. Zudem gibt Katwarn Tipps zum Verhalten in der jeweiligen Situation.

Nutzer können in Katwarn bis zu sieben Standorte für Warnungen wählen. Alternativ informiert die "Schutzengel-Funktion" über Gefahren an der aktuellen Position des Smartphones. Dafür müssen Nutzer die GPS-Funktion ihres Smartphones einschalten.

Wer kein Smartphone besitzt, kann sich per SMS oder E-Mail warnen lassen. Dafür schicken Nutzer eine SMS an die Katwarn-Servicenummer 0163 755 88 42. Eine Anleitung zum Vorgang hat Katwarn auf seiner Webseite veröffentlicht. Zusätzlich finden Nutzer auf der Seite sogenannte Themenabos für bestimmte Veranstaltungen, wie beispielsweise Feste. Dafür müssen sie einen QR-Code scannen. Katwarn informiert dann über Verhaltensweisen und mögliche Gefahren für die Veranstaltung.

Unwetterwarnungen von Katwarn nutzen Informationen von Deutschen Wetterdienst und sollen bundesweit verfügbar sein. Bei anderen Meldungen hängt das davon ab, ob die jeweiligen Gemeinden und Städte Katwarn für Meldungen verwenden.

Die App ist kostenlos im Google Play Store, App Store und für Windows Phone erhältlich.

Nina

Ähnlich wie Katwarn funktioniert Nina, die App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Nina steht für "Notfall-Informations- und Nachrichten-App". Die App bezieht ihre Informationen aus dem Modularen Warnsystem. Die BBK verteilt über das System bundesweit Warnmeldungen. Wetterinformationen erhält die App wie Katwarn über den Deutschen Wetterdienst. Pegelstände stammen von der Wasser und- und Schifffahrtverwaltung des Bundes.

Nutzer können in Nina ihre Stadt beziehungsweise Landkreis hinzufügen und erhalten aktuelle Meldungen von Bund und Ländern. Zudem bekommen Nutzer auch Tipps zum richtigen Verhalten bei Notfällen. Auch liefert die App ausführliche Informationen mit Notfalltipps zu verschiedenen Situation, die Nutzer im Vorfeld lesen können. Und über die Funktion "Notfallkontakte" können Nutzer ihren aktuellen Standort an ausgewählte Kontakte schicken.

Im Falle des Waldbrands erhielten Nutzer in der Umgebung gleich zwei Warnungen gegen 20.20 Uhr und 20.43 Uhr. Berliner erhielten am Freitag gegen 4.35 Uhr eine Warnung wegen Rauchausbreitung.

Die App ist kostenlos im Google Play Store und App Store erhältlich.

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Warnungen über soziale Medien und Webseiten

Auch soziale Medien wie Facebook oder Twitter können über aktuelle Notfälle informieren. Feuerwehr-Pressesprecher Kalabis rät zu sozialen Medien aber nur "als Ergänzung".

Achten Sie beispielsweise auf die häufigsten Hashtags auf Twitter. Facebook bietet bei Katastrophen die Option, mit einer Statusänderung Kontakten mitzuteilen, ob man sich in Sicherheit befindet. Besuchen Sie zudem Webseiten ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde, um aktuelle Informationen zu Warnungen zu erhalten.

Echo 112

Wer selbst in Gefahr gerät, soll mit der App "Echo 112" schnell Hilfe holen können. Dafür müssen Nutzer ihre Telefonnummer eingeben. Bei einem Notfall wählen Nutzer einen Notfalldienst. Die App schickt automatisch die aktuelle Position an echo112.com und wählt den ausgewählten Notruf. Nutzer sollen dem Notfalldienst mitteilen, dass Helfer ihre aktuelle Position auf echo112.com finden.

Die App ist kostenlos im Google Play Store und App Store erhältlich.

Verwendete Quellen:

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