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Bekommen Huawei-Nutzer jetzt ihr Geld zurĂŒck?

Von t-online, avr

Aktualisiert am 22.05.2019Lesedauer: 3 Min.
Das Huawei P30 Pro: Smartphones von Huawei oder Honor werden in Zukunft wohl neue Android-Versionen nicht erhalten.
Das Huawei P30 Pro: Smartphones von Huawei oder Honor werden in Zukunft wohl neue Android-Versionen nicht erhalten. (Quelle: Ren Onuma/kyodo/dpa-bilder)
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Aufgrund des US-Technologiebanns mĂŒssen Huawei-Kunden in Zukunft auf neue Android-Versionen verzichten. Was Kunden nun tun können und welche Rechte sie haben.

Wegen des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat Google die GeschĂ€ftsbeziehungen mit Huawei vorerst beendet. Das heißt unter anderem, dass Huawei-Nutzer in Zukunft auf neue Android-Versionen verzichten mĂŒssen. Auch könnten Google-Apps wie Gmail oder Google Maps auf Huawei-/Honor-GerĂ€ten in Zukunft nicht mehr funktionieren. Mehr Informationen zu den EinschrĂ€nkungen lesen Sie hier.


Das OnePlus 7 Pro im Test

OnePlus hat seine neuen Top-Smartphones vorgestellt. Das Foto zeigt das OnePlus 7 Pro. Das GerÀt hat eine Bildschirmdiagonale von 6,67 Zoll, das sind knapp 17 Zentimeter. Die Technologie dahinter nennt OnePlus "Fluid AMOLED". Der Bildschirm kommt mit einer QHD+-Auflösung und bietet 3.120 zu 1.440 Pixel. Als Bildschirmdichte nennt OnePlus 516 ppi.
Das besondere an OnePlus’ Fluid-AMOLED-Bildschirm ist die Bildwiederholrate von 90 Hertz (Hz). Dadurch lassen sich mehr Bilder pro Sekunde darstellen. FĂŒr gewöhnlich liefern aktuelle GerĂ€te 60 Hz. Wenn die 90 Hz nicht genutzt werden, schaltet das OnePlus7 Pro auf 60 Hz runter, um Strom zu sparen.
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Kann ich gegen HĂ€ndler oder Google klagen?

Ob betroffene Kunden jetzt einen Anspruch auf Systemupdates geltend machen können, klÀrt die Verbraucherzentrale auf ihrer Website: Wer sich beispielsweise mit diesem Problem an seinen SmartphoneverkÀufer wenden will, werde keinen Erfolg haben. Denn ein Recht auf GewÀhrleistung oder Garantie zÀhlt in diesem Fall nicht.

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Auch gegen Google können Kunden keine AnsprĂŒche geltend machen. Wie "n-tv.de" schreibt, handelt es sich bei dem Konzern um keinen "direkten Vertragspartner beim GerĂ€tekauf". Laut Google-Nutzungsbedingungen werden Nutzern auch keine Updates zugesichert.

Kann ich mich an Huawei/Honor wenden?

Am ehesten können Nutzer Huawei oder Honor auf das Problem ansprechen. Laut der Verbraucherzentrale hat der Konzern gemĂ€ĂŸ seiner Nutzer-Lizenzvereinbarung aber keine Pflicht, Softwareupdates bereitzustellen. Allerdings teilte Huawei mit, dass es seine Kunden weiterhin Sicherheitsupdates zur VerfĂŒgung stellen will. Das ist möglich, da Huawei auf sogenannte Open-Source-Lizenzen bereitgestellter Android-Updates zugreifen kann. Open Source bedeutet, dass der Code einer Software fĂŒr alle Nutzer frei verfĂŒgbar ist.

Laut der Verbraucherzentrale habe Huawei auch "dafĂŒr Sorge zu tragen, dass fĂŒr Kunden durch etwaige Softwarefehler keine SchĂ€den entstehen oder zumindest fĂŒr einen angemessenen Nutzungszeitraum weiterhin die sichere Nutzung der GerĂ€te möglich ist."

Kann ich mein 14-tĂ€giges RĂŒckgaberecht nutzen?

Das sogenannte Widerrufsrecht gilt generell nur fĂŒr FernabsatzgeschĂ€fte – also bei einem Kauf in einem Onlineshop. Das schreibt die Deutsche Anwaltsauskunft. Laut dem BĂŒrgerlichen Gesetzbuch können Kunden dabei innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von GrĂŒnden von einem Kaufvertrag zurĂŒcktreten. Manche HĂ€ndler wie Amazon bieten sogar ein 30-tĂ€giges RĂŒckgaberecht.

Im Einzelhandel gilt dieses Widerrufsrecht nicht. Viele HĂ€ndler nehmen aber aus Kulanz einen Artikel innerhalb von 14 Tagen zurĂŒck oder tauschen ihn um. Und wenn der Artikel einen Mangel hatte, muss der HĂ€ndler das Produkt reklamieren. Hier greift die sogenannte GewĂ€hrleistung. Wie Sie eine Ware richtig reklamieren können, erklĂ€ren wir Ihnen hier.

Was soll ich jetzt tun?

Die US-Regierung hat vorerst die Sanktionen gegen Huawei gelockert. Das bedeutet, dass Google fĂŒr die kommenden 90 Tage weiterhin Huawei mit Android-Upates versorgen kann. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wer fĂŒrchtet, dass der Handelsstreit sich nicht legen wird und er in Zukunft auf Android 10 verzichten muss, kann versuchen, sein altes Smartphone zu verkaufen und auf das GerĂ€t eines anderen Herstellers umzusteigen. Tipps zum Verkauf gebrauchter Smartphones haben wir fĂŒr Sie hier zusammengetragen. Und was Nutzer bei Android 10 erwartet, können Sie hier nachlesen.

Als Alternative bieten sich beispielsweise Smartphones von Samsung, Apple oder Google an. Auch das neue OnePlus 7 Pro taugt als Alternative zum Huawei P30 Pro. Allerdings stammt auch OnePlus aus China. Bisher gibt es aber keine Hinweise darauf, dass der Konzern wie Huawei vom Handelsstreit betroffen sein werden könnte. OnePlus selbst wollte sich auf Anfrage von t-online.de dazu nicht Ă€ußern.

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Anbei finden Sie eine Auswahl von Testberichten zu möglichen Huawei-Alternativen:

  • iPhone X und XS Max: Welches Mega-Smartphone ist besser?
  • Pixel 3a: Das kann Googles neues Smartphone
  • Google Pixel 3 und Pixel 3 XL: Die Software-Smartphones im Test
  • Galaxy S10+: Samsungs Riesen-Handy nervt manchmal
  • OnePlus 7 Pro: Immer noch gut, aber kein Preishit mehr

Wer ein gĂŒnstigeres Smartphone sucht, kann sich auch GerĂ€te fĂŒr unter 200 Euro anschauen. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht.

Kann ich denn keine Alternative zu Android nutzen?

Huawei selbst gab bekannt, dass es an einem eigenen Betriebssystem fĂŒr seine GerĂ€te arbeitet: HongMeng OS. Falls sich der Handelsstreit nicht legt, könnten Huawei-Nutzer also in Zukunft Huawei-/Honor-GerĂ€te mit diesem Betriebssystem erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die meisten Marktanteile fĂŒr Smartphone-Betriebssysteme nach Android mit etwa 20 Prozent im Jahr 2019 hat Apple mit iOS. Dieses ist aber auf Apple-GerĂ€te beschrĂ€nkt.

Daneben gibt es modifizierte Android-Versionen wie Lineage OS. Das wird von verschiedenen Programmierern freiwillig entwickelt und gepflegt. Wer aber ein alternatives Android auf seinem GerÀt installieren möchte, muss das GerÀt rooten. Das erfordert Expertenwissen. Zudem verfÀllt in den meisten FÀllen die Garantie des gerooteten Smartphones.

Auch gibt es Betriebssysteme wie Windows 10 Mobile von Microsoft, Tizen von Samsung, Firefox OS von Mozilla oder Ubuntu Touch von UBports. Diese erreichen aber entweder keine nennenswerten Marktanteile oder ihre Entwicklung wurde bereits eingestellt.

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