Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone > Apple >

Apple wegen App-Store-Konditionen verklagt: Die Rebellion der App-Entwickler

Klagewelle in den USA  

App-Entwickler rebellieren gegen Apples App-Store-Regeln

06.06.2019, 12:04 Uhr | dpa

Apple wegen App-Store-Konditionen verklagt: Die Rebellion der App-Entwickler. Das Apple-Logo ist hinter einer verregneten Scheibe zu sehen: App-Entwickler wehren sich gegen die Konditionen im Apple App Store.  (Quelle: AP/dpa/Charlie Riedel)

Das Apple-Logo ist hinter einer verregneten Scheibe zu sehen: App-Entwickler wehren sich gegen die Konditionen im Apple App Store. (Quelle: Charlie Riedel/AP/dpa)

Im Apple App Store diktiert der iPhone-Konzern die Regeln. Doch Konsumenten, Entwickler und Konkurrenten wollen das nicht mehr länger hinnehmen und überziehen Apple mit einer Klagewelle. 

In der Debatte über Apples Rolle beim App-Vertrieb auf dem iPhone bekommt der Konzern neuen Druck durch eine Klage von zwei App-Entwicklern. In der in Kalifornien eingereichten Klageschrift werfen sie Apple  unter anderem vor, einen zu hohen Anteil an den Erlösen der App-Anbieter zu kassieren. Die Entwickler streben eine Sammelklage an, der sich auch andere Anbieter anschließen könnten.

Apples Rolle als Betreiber des App Stores, der die einzige zugelassene Quelle für Anwendungen auf iPhone und iPad ist, geriet zuletzt verstärkt in die Kritik. So legte der Musikstreaming-Marktführer Spotify eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Spotify prangert unter anderem an, dass der Dienst vom Erlös der auf einem iPhone abgeschlossenen Abos 15 bis 30 Prozent an Apple abgeben müsse, während der Konkurrent bei seinem Angebot Apple Music als Plattform-Anbieter den kompletten Betrag behalte.

In den USA gibt es zudem eine Klage von Verbrauchern, die fordern, dass Apple auch konkurrierende App Stores für iPhone und iPad zulassen müsse. Das Oberste Gericht der USA lehnte jüngst einen Antrag von Apple ab, diese Klage nicht zuzulassen.

Auch die beiden App-Entwickler verlangen, dass Apple weitere Quellen für Anwendungen auf dem iPhone zulässt. Sie kritisieren unter anderem, dass der aktuelle App Store mit zwei Millionen Anwendungen zu groß sei und Apps zu leicht in der Masse untergingen. Bei einer Öffnung könnten dagegen auch spezialisierte Plattformen entstehen, in denen Apps leichter zu finden wären, argumentieren sie. Einer der Entwickler verkauft im App Store eine App mit Vorschlägen für Kinder-Namen, der andere bietet eine Anwendung zum Basketball-Training mit einer monatlichen Gebühr an. Die Abgabe von 30 Prozent bezeichnen die Entwickler als "exorbitant".


Apple weist die Kritik an seiner App-Politik stets zurück und betont unter anderem, dass mehr als 80 Prozent der Anwendungen im App Store kostenlos seien und dem Konzern kein Geld brächten. Mit der Kontrolle über den App Store hat Apple zudem die Möglichkeit, böswillige Anwendungen herauszufiltern, bevor sie die Nutzer erreichen. Laut jüngst veröffentlichten Zahlen werden sechs von zehn eingereichten Apps von Apple zunächst abgelehnt, meist wegen Software-Fehlern oder aus Datenschutz-Gründen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
30% auf alle bereits reduzierten Artikel!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Dein Wunschmix: Daten, MIN/SMS wie du es brauchst
Prepaid wie ich will von congstar
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone > Apple

shopping-portal