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Vodafone: LTE-Betreiber plant Mobilfunknetz auf dem Mond


Vodafone plant Mobilfunknetz auf dem Mond

Von afp, dpa
Aktualisiert am 12.06.2018Lesedauer: 2 Min.
Vollmond: Vodafone plant ein LTE-Netz auf dem Trabanten.Vergrößern des BildesVollmond: Vodafone plant ein LTE-Netz auf dem Trabanten. (Quelle: blickwinkel/M. Woike/imago-images-bilder)
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Vodafone hat das Vorhaben verteidigt, 2019 das erste Handynetz auf dem Mond aufzubauen. Er verstehe jeden, der sage, erst sollten die Funklöcher auf der Erde geschlossen werden, sagte Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter. Der Konzern plane, das LTE-Netz an Autobahnen und Bahntrassen auszubauen.

Das Mond-Projekt bringe neue Erkenntnisse, von denen auch Kunden auf der Erde profitierten, so Vodafone. "Wir mussten das Gewicht der Basisstation von fünf Kilo auf unter ein Kilo verringern", sagte Ametsreiter der Zeitung. Denn ein Kilo Mondfracht koste rund 750.000 Euro. Künftig könne Vodafone in besonders entlegene Regionen oder im Katastrophenfall dank der Erkenntnisse aus der Mondmission die leichteren Basisstationen schnell per Drohne bringen.

Die Mondmission ist für den Sommer 2019 geplant, federführend ist das Berliner Start-up "PTScientists". Die Mission soll nach Angaben von Vodafone vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral mit einer SpaceX Falcon 9 Rakete gestartet werden. Das LTE-Netz des Telekommunikationskonzerns soll dann die Funkverbindung zwischen der Mondfähre und dem Rover herstellen, der den Mond erkunden soll.

LTE-Ausbau an Autobahnen und Bahngleisen

Auch in Deutschland will Vodafone sein schnelles LTE-Netz weiter ausbauen, entlang von Autobahnen, Bahngleise und auf Flughäfen. Das Ziel sei eine verbesserte Versorgung für alle Hauptverkehrsadern für die Mobilität der Zukunft, teilte das Unternehmen am Montag zum Start der Cebit in Hannover mit. Bis zum Ende des kommenden Jahres will Vodafone LTE flächendeckend auf allen Autobahnen und entlang der ICE-Hauptstrecken anbieten. Fahrzeuge auf dem 13 000 Kilometer umfassenden Autobahnnetz könnten sich damit in Zukunft gegenseitig auch per Mobilfunk vor Gefahren warnen.

Auch die Telekom arbeitet an der Verfügbarkeit seiner LTE-Netze. Nach Berechnungen der Marktbeobachter von OpenSignal hat der Vodafone-Konkurrent insgesamt derzeit in Sachen Verfügbarkeit und Schnelligkeit von LTE die Nase vorn.

"5G Beam" soll für mehr Geschwindigkeit sorgen

Vodafone setzt nun vor allem im ländlichen Raum außerdem auf eine neueartige intelligente Antennentechnik, die für mehr Schnelligkeit im mobilen Netz sorgen soll. Noch in diesem Jahr soll die Technologie "5G Beam" in 50 Städten verfügbar sein, kündigte das Unternehmen an. Dabei werden weit über hundert speziell angeordnete winzige Antennen auf kleinstem Raum gebündelt. Die Anzahl der Antennen an den einzelnen Basisstationen werde damit verachtfacht.

Die Antennen suchten sich dabei jeweils intelligent die beste Luftschnittstelle, um alle Nutzer auf schnellstem Weg zu erreichen. Vodafone-Kunden, die nur über eine langsame DSL-Leitung verfügen, könnten in Verbindung mit einem GigaCube-Router des Unternehmens auf diese Weise auch zu Hause deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen, hieß es.

Verwendete Quellen
  • AFP
  • dpa
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