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Aussagen in Werbeanzeigen: Zuckerberg verteidigt Umgang mit Politiker-Behauptungen

Aussagen in Werbeanzeigen  

Zuckerberg verteidigt Umgang mit Politiker-Behauptungen

18.10.2019, 11:54 Uhr | dpa

Aussagen in Werbeanzeigen: Zuckerberg verteidigt Umgang mit Politiker-Behauptungen. Mark Zuckerberg verteidigt Facebooks Umgang mit zweifelhaften Politiker-Aussagen.

Mark Zuckerberg verteidigt Facebooks Umgang mit zweifelhaften Politiker-Aussagen. Foto: Kay Nietfeld/dpa. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Entscheidung des Online-Netzwerks verteidigt, Politikern Werbeanzeigen mit irreführenden Inhalten zu erlauben.

"Ich denke nicht, dass die meisten Menschen in einer Welt leben wollen, in der man nur Dinge veröffentlichen kann, von denen Tech-Unternehmen glauben, dass sie zu 100 Prozent stimmen", sagte Zuckerberg bei einem Auftritt in der Georgetown-Universität am späten Donnerstag. "Wir denken, dass die Leute die Möglichkeit bekommen müssen, zu sehen, was Politiker sagen."

Facebook war in den vergangenen Tagen unter Kritik in den USA geraten, nachdem das Lager von US-Präsident Donald Trump eine Werbeanzeige veröffentlichte, in dem der demokratische Präsidentschaftsanwärter Joe Biden ohne jegliche Grundlage der Korruption bezichtigt wird. Sender wie CNN lehnten es ab, den Clip zu zeigen, Facebook ließ den Spot hingegen auf seiner Plattform verbreiten. Senatorin Elizabeth Warren, eine weitere Präsidentschaftsanwärterin der Demokraten, platzierte daraufhin bei Facebook als Protest eine Anzeige mit irreführenden Aussagen über Zuckerberg. Auch dieses Video blieb bei Facebook online.

Facebook steht aktuell von allen Seiten in den USA politisch unter Druck. Die Demokraten werfen dem Online-Netzwerk vor, immer noch zuwenig gegen falsche Informationen zu unternehmen. Die Republikaner hingegen beklagen, dass konservative Stimmen unterdrückt würden. Trumps Regierung leitete eine Wettbewerbsuntersuchung gegen das Online-Netzwerk ein, was den Druck noch verstärkt.

Zuckerberg verwies zugleich auf China als aufsteigende Kraft bei Online-Diensten. Wenn sich die dortigen Regeln durchsetzen, wäre der öffentliche Austausch von ganz anderen Werten geprägt sein, sagte er mit Blick auf die Internet-Zensur in dem Land.

In seiner Rede kritisierte Zuckerberg auch die erfolgreiche chinesische App Tiktok und warf den Betreibern Zensur vor, die sogar in den USA zu spüren sei. So könne man etwa auf Tiktok kaum Videos zu den Protesten in Hongkong finden, die in andere Social-Media-Diensten allgegenwärtig seien.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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