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Erste SMS der Welt wird versteigert

Von dpa, arg

Aktualisiert am 21.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein französisches Auktionshaus versteigert die erste SMS der Welt heute als NFT.
Ein französisches Auktionshaus versteigert die erste SMS der Welt heute als NFT. (Quelle: Vodafone/dpa./dpa)
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Die erste Kurznachricht ist fast drei Jahrzehnte alt – jetzt kommt sie unter den Hammer. In einem französischen Auktionshaus wird die erste SMS für einen wohltätigen Zweck versteigert: als digitales Kunstwerk.

Es sind 14 Buchstaben am Anfang des Handyzeitalters: "Merry Christmas" (Fröhliche Weihnachten) war am 3. Dezember 1992 auf einem Mobiltelefon eines Vodafone-Mitarbeiters zu lesen. Dieser hatte die erste SMS der Welt bekommen – das war der Startschuss für eine andere Art der Kommunikation.

Was damals Innovation war, ist heute ein Stück Technikgeschichte. Und die wird am Dienstag zum Verkauf angeboten: Das französische Auktionshaus Aguttes versteigert die SMS als ein "Non-Fungible Token" (NFT; deutsch: nicht austauschbare Wertmarke).

Ein "Non-Fungible Token" (NFT) ist ein nicht ersetzbares digital geschütztes Objekt. Dieses besteht aus einer Zeichenkette, die nicht austauschbar oder kopierbar ist. Es handelt sich hierbei also um ein einzigartiges virtuelles Sammlerstück.

Verkauf der ersten Kurznachricht

Nachdem bereits der erste Twitter-Beitrag oder der erste Wikipedia-Eintrag für hohe Summen versteigert wurden, ist nun die SMS an der Reihe. Für diesen digitalen Code nennt das Auktionshaus Aguttes auf seiner Webseite, bei der man Gebote abgeben kann, eine Spanne von 100.000 bis 200.000 Euro.

Der Entwicklungsleiter des Auktionshauses, Maximilien Aguttes, hofft aber auf einen höheren Preis: Diese erste Textnachricht sei ein historisches Zeugnis für den Fortschritt und absolut einzigartig. Verkäufer des SMS-NFT ist Vodafone, den Erlös will die Firma an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) spenden.

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Aus rechtlichen Gründen werden bei der SMS-Auktion auch Gegenstände mitversteigert, unter anderem ein digitaler Bilderrahmen, um die SMS sichtbar zu machen.

Rasanter Wachstumsmarkt

Laut einer Studie der Branchenplattform "nonfungible.com" wächst der Markt für digitale Kunstobjekte rasant. So wurden im dritten Quartal allein in den USA NFTs im Gegenwert von insgesamt 5,9 Milliarden Dollar verkauft. Das war fast acht Mal so viel wie im zweiten Quartal (0,8 Milliarden Dollar).

Die Zahl der Menschen, die in den USA mindestens ein NFT pro Quartal kaufen, konnte sich in dem Zeitraum etwa verdreifachen – im Schnitt hat ein NFT-Käufer also deutlich mehr Geld ausgegeben als früher. Andere Analysen – etwa von Chainalysis – sehen einen starken Trend auch auf globaler Ebene.

Auf Webseiten wie "rarible.com" bieten Künstler und andere internetaffine Menschen die digitalen Abbilder an, auch klassische Auktionshäuser wie Christie's und Sothebys beteiligen sich an den Verkaufsaktionen.

Es geht aber nicht nur um Auktionen von NFTs für Kunstwerke, Liebhaberobjekte oder kuriose Sachen. Auch in der Gaming-Szene spielen NFTs eine Rolle, wenn beispielsweise in Rollenspielen Schwerter und Schilder mit dieser digitalen Referenz versehen werden und sie diese somit einzigartig macht.

Neue Welle der Digitalisierung

Der Blockchain-Experte Toni Caradonna sieht die NFTs als Teil einer neuen Welle der Digitalisierung. In der ersten Welle in den 90ern hätten E-Mails die Kommunikation verändert und in der Welle danach seien durch die sozialen Medien Gemeinschaften neu entstanden.

"Nun geht es um die Digitalisierung von Werten und Eigentum", sagt Caradonna, der bei der Schweizer Blockchain Trust Solutions AG im Vorstand sitzt. "Durch das Copypasting der vergangenen Jahrzehnte haben wir die digitale Kontrolle über das Eigentum verloren." Die holt man sich mit den Non-Fungibel Tokens nun zurück. "Mit NFTs kann ich beweisen, dass etwas nur mir gehört – ich habe die Kontrolle."

Allerdings bezieht sich ein NFT weiterhin nur auf die digitale Welt. Beispiel erster Tweet: Den hat Jack Dorsey zwar versteigert, er ist auf seiner Twitter-Seite aber weiterhin zu lesen: "just setting up my twttr" vom 21. März 2006.

Das NFT sei eine Referenz auf ein reales Objekt, erklärt Caradonna. "Es geht nicht um das Eigentum des Objekts, worauf das NFT zeigt, sondern es geht um das NFT selbst: ein digitales nicht kopierbares Unikat."

Versteigerungen digitaler Kunstobjekte sind sehr beliebt

Erst vor ein paar Tagen machte die ehemalige First Lady Melania Trump bekannt, dass sie auf ihrer Webseite digitale Kunstwerke in Form von NFTs versteigern wird – für den guten Zweck.

Vor knapp einer Woche wurde der erste Wikipedia-Eintrag im britischen Auktionshaus Christie’s für 750.000 US-Dollar verkauft. Und in diesem Frühjahr wurde der erste Tweet von Twitter-Gründer Jack Dorsey als NFT für rund 2,9 Millionen US-Dollar versteigert.

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Vor allem Prominente und reiche Internetpersönlichkeiten nutzen NFTs dazu, um auf drängende Fragen unserer Zeit aufmerksam zu machen und Spendensummen zu generieren, die dann wohltätigen Zwecken zugutekommen.

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