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Onlinebanking-Trojaner Emotet ist jetzt noch gefährlicher

Nach Weihnachtspause zurück  

Onlinebanking-Trojaner Emotet ist jetzt noch gefährlicher

17.01.2019, 08:46 Uhr | Dirk Averesch, dpa-tmn

Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet (Quelle: ProSieben)

Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet. (Quelle: ProSieben)

Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet

Die Schadsoftware Emotet legt derzeit ganze IT-Systeme in Firmen lahm. Der Trojaner verbreitet sich über harmlos aussehende E-Mails und kann schnell für große Schäden sorgen. Auch Viren-Scanner sind machtlos.

Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet. (Quelle: ProSieben)


Schwere Sicherheitsvorfälle durch den Trojaner Emotet reißen nicht ab. Und dank einer neuen Fähigkeit ist der Onlinebanking-Trojaner noch gefährlicher als zuvor.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat seine Anfang Dezember ausgesprochene Warnung vor dem Onlinebanking-Trojaner Emotet erneuert. Nach einer "Weihnachtspause" lande nun wieder massenhaft Spam mit dem Schädling im Schlepptau in den Mail-Postfächern – von vielen Virenscannern oft noch unerkannt.

Als wichtigste Schutzmaßnahme gilt deshalb: Auch und gerade bei vermeintlich bekannten Absendern Anhänge – insbesondere Office-Dokumente – nicht gleich öffnen und auf Links nicht sofort klicken. Im Zweifel sollte man beim angeblichen Absender anrufen, um den Versand der Mail, ihren Inhalt und die Anhänge zu verifizieren.

Trojaner lädt Schadsoftware nach

Ist Emotet erst einmal auf den Rechner gelangt, nimmt das Unheil seinen Lauf: Der Trojaner lädt nicht nur die Onlinebanking-Zugangsdaten ausspionierende Schadsoftware Trickbot nach. Immer häufiger lotse Emotet auch den Verschlüsselungstrojaner Ryuk auf den Rechner, warnt das BSI. Dessen perfide Spezialität ist neben dem Verschlüsseln von Dateien das Löschen von Backups, falls er welche findet – quasi um die Zahlungsbereitschaft der Erpressten zu erhöhen.

Da Emotet auch Kontaktinformationen und -beziehungen sowie Kommunikationsinhalte aus E-Mail-Programmen abgreift, kämen die authentisch wirkenden Spam-Mails zustande, erklärt das BSI weiter. Es handele sich um einen teils automatisierten Social-Engineering-Angriff, der auch deshalb so erfolgreich sei, weil Spam-Mail-Empfänger vorgeblich von den Absendern Nachrichten erhielten, mit denen sie tatsächlich zuletzt in Kontakt standen.

Grundsätzlich rät das BSI Anwendern, regelmäßig alle ihre Daten auf einem externen Datenträger zu sichern, um einem Totalverlust durch einen Schädlingsbefall vorzubeugen.

Was Betroffene tun sollten

Anwender, deren System von Emotet befallen worden ist, sollten der Behörde zufolge sofort ihr Umfeld über die Infektion informieren, denn Mail-Kontakte und speziell die letzten Konversationspartner sind besonders gefährdet. Zudem sei es sinnvoll, alle Passwörter zu ändern, die auf befallenen Rechnern gespeichert waren – etwa in Browsern.


Schlussendlich empfiehlt das BSI, Rechner mit Emotet-Infektion besser neu aufzusetzen, weil der Trojaner und nachgeladene Schadsoftware teils tiefgreifende und sicherheitsrelevante Änderungen am System vornehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa/tmn

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