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Was ist ein Aktiendepot? Die richtige Wahl und Strategie


Aktienhandel – Strategie  

Was ist ein Aktiendepot? Faktoren für die richtige Wahl

Von Sabrina Manthey

20.03.2019, 16:31 Uhr
Was ist ein Aktiendepot? Die richtige Wahl und Strategie. Aktienchart: Die Börse ist ein ständiges Auf und Ab. Da heißt es: Ruhe bewahren. (Quelle: imago images/Ikon Images)

Aktienchart: Die Börse ist ein ständiges Auf und Ab. Da heißt es: Ruhe bewahren. (Quelle: Ikon Images/imago images)

Wer an der Börse mit Aktien handeln möchte, benötigt ein Aktiendepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Dies ist schnell und kostenlos eingerichtet. Wir zeigen, worauf es bei der Auswahl des Depots ankommt.

Die Niedrigzinsen samt Inflation fressen das Ersparte auf. Das Geld auf dem Sparbuch liegen oder auf Tages- und Festgeldkonten verliert real an Wert. Eine Alternative bietet die Investition in Aktien. Wer an der Börse mit Aktien handeln möchte, benötigt ein Aktiendepot.

Was ist ein Aktiendepot?

Das Aktiendepot ist die Voraussetzung für den Handel mit Aktien oder anderen Wertpapieren an der Börse. Alternativ wird es auch als Wertpapierdepot oder Wertpapierkonto bezeichnet. In dem Aktiendepot liegen alle Wertpapiere, somit auch Aktien, die der Kontoführer besitzt. Die Entwicklung der Aktien sowie die Gesamtentwicklung des Aktiendepots kann der Aktionär jeweils aktuell verfolgen und sein Aktienportfolio durch Käufe oder Verkäufe anpassen.

Ein Aktiendepot anlegen

Bei der Auswahl und Nutzung des Depots gilt es einiges zu beachten, damit sich die Gewinne nicht durch anfallende Kosten deutlich reduzieren. Die Eröffnung eines Aktiendepots kostet in der Regel nichts. Anders verhält es sich mit der Nutzung des Depots als "Lagerplatz" für die gekauften Aktien. Auch sollten die Kosten für das Handeln – also das Kaufen und Verkaufen der Wertpapiere – bei verschiedenen Anbietern verglichen werden.

Worauf bei der Auswahl eines Aktiendepots zu achten ist:

  • Sicherheit
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Verständlichkeit
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Orderarten und Orderzusätze

Für einen Kleinanleger ist es nicht nur wichtig, das zumeist online geführte Aktiendepot auch sicher zu bedienen und die Benutzeroberfläche auch zu verstehen. Es ist für die Wahl des Anbieters im Zusammenhang mit der Strategie auch wichtig, die Kosten zu kalkulieren.

Die Kosten für ein Aktiendepot

Mit der Nutzung eines Aktiendepots sind Kosten verbunden. Das sind zum einen die Depotgebühren, die sich nach der Höhe und des Umfangs des Aktienhandels richten. Ein Vergleich lohnt sich. Denn die Gebühren unterscheiden sich je nach Bank, Sparkasse oder Direktbank. Als günstig erweisen sich oftmals Onlinebroker. Bei kostenlosen Aktiendepots ist Vorsicht geboten, denn die Depotkosten sind nur der eine Teil.

Der andere sind die Transaktionskosten für den Aktienhandel. Das bedeutet, bei jedem Kauf oder Verkauf von Aktien müssen Ordergebühren bezahlt werden. Hinzu kommen in der Regel Provisionen, die die Geldhäuser oder Broker für den Handel mit Wertpapieren erheben. Dabei gilt: Je mehr Transaktionen durchgeführt werden, desto höher sind die Kosten.

Transaktionskosten: Je höher der Kapitaleinsatz, desto weniger fallen die Transaktionskosten ins Gewicht. Das Gleiche gilt bei der Rendite: je höher die Rendite, desto geringer wirken sich die Handelskosten aus.

Bei der Wahl der Anlagestrategie sollten Anleger die anfallenden Handelsgebühren bedenken. Für Kleinanleger kann es daher sinnvoller sein, beim Aktienhandel eine langfristige Anlagestrategie zu wählen, anstatt das Depot häufig umzuschichten. Denn: Jede Transaktion – also der Kauf und Verkauf eines Wertpapiers – kostet. Bei häufigen Transaktionen müssen somit relativ hohe Beträge eingesetzt werden, um diese Kosten auszugleichen. Um Verluste zu vermeiden, kann es somit durchaus sinnvoll sein, einen möglichst sicheren, wenn vielleicht auch weniger spannenden Weg zu gehen.

Der Handel mit Aktien

Das Investment in Aktien ist eine renditestarke aber auch risikoreiche Möglichkeit der Vermögensplanung. Vor allem Kleinanleger sollten sich durch Kursschwankungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Aktienkurse können zum Teil stark nach oben oder unten ausschlagen. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, das zur Verfügung stehende Geld über verschiedene Anlageformen zu streuen.

Faustformel Aktienanteil im Portfolio: Der Anteil risikoreicher Anlagen sollte mit steigendem Alter reduziert werden. Als Faustformel für den Aktienanteil am Portfolio rechnet man 100 Prozent minus das entsprechende Alter.

Der Zuschnitt des Wertpapierdepots selber sollte zur Anlagedauer und dem Anlageziel passen. Ist das Ziel zum Beispiel der Aufbau einer Altersvorsorge, sollte eine langfristige Strategie verfolgt werden. Denn bei einem Investitionshorizont von zehn bis dreißig Jahren können Kursschwankungen leichter ausgeglichen werden.

Die Auswahl der passenden Strategie

Es gibt im Grunde zwei Strategien, sein Vermögen mit Aktienbeteiligungen zu mehren: erstens die jährliche Gewinnbeteiligung in Form der Dividendenzahlung, bei der die Unternehmen ihre Aktionäre an den erwirtschafteten Überschüssen teilhaben lassen und zweitens die Wertsteigerung des Unternehmens, sichtbar am Kursanstieg.

Regeln für ein Aktieninvestment:

  • Investieren Sie nur einen Teil Ihres verfügbaren Geldes an der Börse
  • Streuen Sie Ihre Investition über Märkte, Länder, Regionen
  • Behalten Sie bei Kursschwankungen die Nerven
  • Halten Sie bei andauernden Verlusten nicht an Ihrer Investition fest
  • Kaufen Sie keine Aktien auf Kredit
  • Lassen Sie sich nicht von hohen Kursversprechen locken
  • Finger weg von Hebeln, die nicht nur die Gewinne, sondern auch Verluste vervielfachen können

Börsenneulinge und jene, die nicht ständig das Portfolio ihres Aktiendepots umstrukturieren möchten, sollten eher auf Standardwerte großer Börsenindizes setzen. Das sind umsatzstarke, zumeist international aufgestellte Unternehmen mit einem hohen Börsenwert – auch Blue Chips genannt. Mittelständische Unternehmen, sogenannte Mid-Caps, bringen schon etwas mehr Spannung ins Depot. Kleine Unternehmen, die Small Caps, unterliegen oft größeren Schwankungen. Sie sind für kurzfristige Gewinnchancen, aber nicht für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet.

Tipp: Je länger der Anlagehorizont, desto besser können über die Zeit Kursschwankungen der Wertpapiere ausgeglichen werden.

Die Nebenkosten des Aktienhandels

Auf den Handel mit Aktien fallen noch Nebenkosten an. Das sind zum Beispiel Steuern auf Dividenden und Kursgewinne, die durch die Abgeltungssteuer pauschal mit 25 Prozent besteuert werden.


Bei Investitionen in ausländische Werte müssen Anleger zudem das Wechselkursrisiko berücksichtigen. Damit ist das Risiko gemeint, das bei einer Änderung des Devisenkurses zwischen dem Euro und der ausländischen Währung entsteht. Steigt zum Beispiel der Euro gegenüber der Auslandswährung, verliert die nicht in Euro notierte Aktie bei gleichem Kursstand an Wert. Das geht natürlich auch andersrum.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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