Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge > Geldanlage >

Darum ist 2021 das beste Jahr, um Ihre Finanzen zu sortieren

Guter Vorsatz  

Darum ist 2021 das beste Jahr, um Ihre Finanzen zu sortieren

31.12.2020, 16:15 Uhr
Darum ist 2021 das beste Jahr, um Ihre Finanzen zu sortieren. Ein älteres Paar sitzt vor Laptop und Dokumenten (Symbolbild): Aufräumen kann man nicht nur in der Wohnung, sondern auch bei seinen Finanzen. (Quelle: Getty Images/ Westend61)

Ein älteres Paar sitzt vor Laptop und Dokumenten (Symbolbild): Aufräumen kann man nicht nur in der Wohnung, sondern auch bei seinen Finanzen. (Quelle: Westend61/Getty Images)

Eine Last nimmt Ihnen der Lockdown schon mal ab: Die Fitnessstudio-Anmeldung können Sie sich sparen. Wie wäre es stattdessen mit etwas Gehirnjogging? Wir zeigen Ihnen, wie es finanziell in diesem Jahr besser läuft.

Die Fitnessstudios haben zu, tägliche Sparziergänge machen Sie seit Corona sowieso schon und häufiger die Großeltern zu besuchen, ist aktuell keine gute Idee – viele Neujahrsvorsätze fallen wegen der Pandemie flach. Doch keine Sorge! Wir hätten da eine Alternative für Sie: Ordnung in Ihre Finanzen bringen.

Egal ob Sie wegen der Krise besonders aufs Geld achten müssen oder gar nicht mehr wissen, wohin mit dem ganzen Gesparten, das weder für Langstreckenflüge noch Konzertbesuche draufgehen konnte – Finanzen zu sortieren, ist immer eine gute Sache. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es tatsächlich schaffen.

Setzen Sie sich ein emotionales Ziel

First things first: Sie müssen wissen, wo Sie hinwollen – und vor allem, warum. Je emotionaler dieser Grund ist, desto leichter wird es Ihnen später fallen, die nötigen Schritte umzusetzen.

Wollen Sie auf einen sorgenfreien Ruhestand hinarbeiten? Ihren Kindern Ausbildung oder Studium finanzieren? Oder sich vielleicht selbst einen lang erträumten Wunsch erfüllen? Egal, was es ist – je stärker Ihr Herz daran hängt, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie das Ziel erreichen.

Nehmen Sie sich für diesen Schritt unbedingt Zeit. Viele denken, wenn sie etwas nicht durchziehen, liege es an mangelnder Disziplin. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ihnen das emotionale Ziel fehlt – oder noch nicht ausreichend verinnerlicht wurde.

Überblick verschaffen

Die Motivation ist da? Gut. Dann geht es jetzt ans Machen. Und ja, zugegeben, es wird am Anfang für die meisten etwas dröge. Denn Schritt eins ist das gute alte Haushaltsbuch. 

Bevor Sie jetzt gähnen: Wissen Sie, wie viel Geld Sie jeden Monat ausgeben? Ganz genau und nicht bloß Pi mal Daumen? Wissen Sie, ob es Bereiche gibt, für die Sie mehr Geld ausgeben, als Sie möchten? Und wie viel mehr genau

Wenn ja – herzlichen Glückwunsch! Sie können zum nächsten Abschnitt springen. Wenn nein: Genau dafür ist das Haushaltsbuch gedacht. Ziehen Sie es drei Monate lang durch, dann bekommen Sie einen realistischen Überblick. Wie Sie ein Haushaltsbuch am besten führen, lesen Sie hier.

Zum Überblick gehören aber nicht nur die monatlichen Ein- und Ausgaben. Wichtig zu wissen ist auch, ob Sie Schulden haben und in welcher Höhe, ob bereits Vermögen vorhanden ist und wie schnell Sie im Fall der Fälle an dieses Geld kommen. 

Schulden abbauen, Notgroschen aufbauen

Sie kennen jetzt Ihren Status quo – das ist schon mal viel wert. Wie es nun weitergeht, hängt davon ab, was Sie bei sich entdeckt haben. 

  • Haben Sie Schulden, heißt es volle Konzentration darauf, sie abzubauen.
  • Sind Ihre Rücklagen nicht oder nicht ausreichend vorhanden, arbeiten Sie daran, sie aufzubauen. Die Faustformel für den Notgroschen sind drei Nettomonatsgehälter. Wer sich mit einem höheren Polster sicherer fühlt, kann das Sparziel natürlich anpassen.

Stellt sich nun noch die Frage nach dem Wie. Die Antwort klingt banal, aber es gibt nur zwei Möglichkeiten, an mehr Geld zu kommen: mehr sparen und mehr verdienen.

Schneller direkt beeinflussen, können Sie natürlich Ihre Sparquote, also den Teil Ihres Nettoeinkommens, den Sie nicht ausgeben.  

Wenn Sie Ihr Haushaltsbuch geführt haben, dürften Sie bereits einige Lebensbereiche entdeckt haben, für die Sie bisher unbewusst viel Geld ausgegeben haben. Hier schlummert Sparpotenzial!

Wer bisher schon jeden Cent umdrehen musste, um überhaupt über die Runden zu kommen, sollte sich seine Fixkosten anschauen. Bei Handyverträgen, Versicherungen, Strom und Co. könnte sich ein Anbieterwechsel lohnen. Manchmal hilft es auch schon, beim Kundenservice fallen zu lassen, dass man wechseln möchte. Plötzlich gibt es den bisherigen Vertrag dann doch in günstiger.

Natürlich können Sie auch versuchen, an der anderen Schraube zu drehen: Ihrem Gehalt. Bitten Sie Ihren Chef um eine Erhöhung – oder auch nur um einen Bonus oder andere finanzielle Extras. Schließlich könnten Sie auch über einen Jobwechsel nachdenken.

Bezahlen Sie sich selbst zuerst

Oft sparen wir das, was am Ende des Monats übrig bleibt. Dabei können wir den Spieß auch umdrehen: Legen Sie fest, wie viel von Ihrem Einkommen direkt in Ihr Sparziel fließen soll – egal ob Sie noch beim Schuldenabbau, beim Aufbau des Notgroschens oder bereits weiter sind.

Am besten funktioniert das, wenn Sie einen Dauerauftrag einrichten. Dann wandert das Geld ganz automatisch Monat für Monat ab – und Sie müssen sich gar nicht mehr selbst aufraffen.

Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten

Sind Schulden ab- und Notgroschen aufgebaut, kommt endlich der spannende Teil. Sie können jetzt dafür sorgen, dass Ihr Geld von alleine mehr wird. Allerdings müssen Sie sich dafür von Ihrem Sparbuch verabschieden und dem Aktienmarkt eine Chance geben. Denn dort warten die besten Renditen auf Sie – und das Risiko können Sie im Rahmen halten.

Bequem und günstig funktioniert das mit einem Sparplan auf sogenannte Indexfonds, kurz: ETFs. Das steht für Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Fonds. Bei ETFs bildet ein Computeralgorithmus einen Index wie zum Beispiel den Dax oder den weltweiten MSCI World ab. ETFs entwickeln sich also immer genau so wie der Index, den sie abbilden.

Wenn Sie in ETFs investieren wollen, brauchen Sie mindestens 10, besser 15 Jahre Zeit, um eventuelle Krisen aussitzen zu können. Außerdem sollten Sie sich für einen ETF entscheiden, der einen weltweiten Index abbildet. So streuen Sie das Risiko.

Machen Sie Geld zur Gewohnheit

Gewohnheiten machen vieles leichter. Wenn wir sie etablieren, müssen wir uns kaum noch anstrengen. Arbeiten Sie also an einer Geld-Routine.

Nehmen Sie sich zum Beispiel jeden Tag zehn Minuten Zeit, um sich mit Ihren Finanzen zu beschäftigen. Sei es, um Ihr Haushaltsbuch zu füllen, ein Buch zum Thema zu lesen oder sich mit Freunden über Finanzen zu unterhalten. Das geschieht sowieso noch viel zu wenig.

Suchen Sie sich einen Finanzbuddy

Apropos mit Freunden sprechen: Genauso wie wir uns leichter zum Sport aufraffen können, wenn jemand anderes mitmacht, hilft es auch beim Sortieren der Finanzen, einen Partner an der Seite zu haben.

Vereinbaren Sie beispielsweise jeden Monat einen festen Termin, um sich über Ihre Erfolge (oder Misserfolge) auf dem Laufenden zu halten. So finden Sie gemeinsam heraus, woran es hakt oder finden noch weitere Kniffe, mit denen Ihnen die Schritte leichter fallen.

Kleine Schritte führen auch ans Ziel

Und vergessen Sie nicht: Sie müssen nicht von heute auf morgen zum Finanzgenie mutieren. Seien Sie nachsichtig mit sich und lassen Sie auch mal Rückschläge durchgehen. Beim nächsten Mal klappt es dann schon besser.

Und auch wenn Ihr emotionales Ziel lieber etwas größer als zu klein sein sollte: Die Schritte auf dem Weg dahin sollten möglichst realistisch sein – sonst ist der gute Vorsatz dahin, bevor Sie überhaupt richtig begonnen haben.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Stephen Covey: "Die 7 Wege zur Effektivität"
  • Greg McKeown: "Essentialism"
  • Interview mit Madame Moneypenny
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal