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Keine Mitsprache: Die Vor- und Nachteile von Vorzugsaktien

Keine Mitsprache  

Die Vor- und Nachteile von Vorzugsaktien

11.10.2018, 15:24 Uhr | dpa

Keine Mitsprache: Die Vor- und Nachteile von Vorzugsaktien. Vorzugsaktien sind meistens günstiger, aber dafür hat man kein Stimmrecht bei Hauptversammlungen.

Vorzugsaktien sind meistens günstiger, aber dafür hat man kein Stimmrecht bei Hauptversammlungen. Foto: Frank May. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa/tmn) - Bei manchen Unternehmen steht der Kleinanleger vor der Wahl: Soll er Stamm- oder Vorzugsaktien kaufen? Ein Überblick über die Unterschiede zwischen beiden Aktientypen:

"Vor allem traditionsreiche Familienunternehmen wie BMW und VW geben neben den Stamm- auch Vorzugsaktien aus, um Kapital zu bekommen, ohne Macht abgeben zu müssen", sagt Jürgen Kurz, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Düsseldorf.

Vorzugsaktien sind bei normal laufenden Geschäften in der Regel günstiger. Dafür verzichten Besitzer damit auf ihr Stimmrecht bei Hauptversammlungen, über das sie mit Stammaktien verfügen. Sie können also nicht mitmischen, wenn Vorstand und Aufsichtsrat entlastet werden oder wichtige Entscheidungen der Zustimmung der Aktionäre bedürfen. Aktionärsvertreter wie Kurz sehen das kritisch.

An ihrer Sicht ändert auch die oft höhere Dividende nichts, die Besitzer von Vorzugsaktien meist ausgezahlt bekommen. "Der Dividendenunterschied zwischen den beiden Arten liegt oftmals nur noch bei wenigen Cent", sagt Daniel Bauer, Vorstandsmitglied bei der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

Was die Kursentwicklung angeht, gibt es aber meist keinen Unterschied, betont Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Nur bei einer Übernahmeschlacht ist es meist so, dass der Kurs der Stammaktien deutlich stärker steigt als der der Vorzugsaktien." Denn bei einer Übernahme kauft ein Unternehmen die Stammaktien des anderen. Ansonsten sei es schlicht nicht vorherzusehen, wann es mehr Sinn macht, die eine oder andere Aktienart zu kaufen, sagt Nauhauser.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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