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Krankengeld bei Arbeitslosigkeit und Selbstständigkeit

Arbeitsunfähigkeit  

Krankengeld bei Arbeitslosigkeit und Selbstständigkeit

26.08.2015, 15:02 Uhr | uc (CF)

Welche Besonderheiten gelten für den Bezug von Krankengeld bei Arbeitslosigkeit? Und besteht auch bei Selbstständigkeit ein Anspruch auf Krankengeld? Erfahren Sie hier, unter welchen Voraussetzungen Sie in diesen Situationen einen Krankengeldanspruch haben.

Anspruch auf Krankengeld bei Arbeitslosigkeit

Grundsätzlich gelten für das Krankengeld bei Arbeitslosigkeit die gleichen Bedingungen und Voraussetzungen wie bei Arbeitnehmern– allerdings nur für Empfänger von Arbeitslosengeld I (ALG I). Wer Arbeitlosengeld II (ALG II) bezieht, im Volksmund bekannt als Hartz IV, hat keinen Anspruch auf Krankengeld.

Das Krankengeld bei Arbeitslosigkeit wird ALG-I-Empfängern genau wie Erwerbstätigen ab der siebten Krankheitswoche ausgezahlt. In den ersten sechs Wochen der Erkrankung erhalten Arbeitslose weiterhin regulär das Arbeitslosengeld. 

Anders als bei Arbeitnehmern, bei denen das Krankengeld niedriger ausfällt als das Gehalt, entspricht das Krankengeld bei Arbeitslosigkeit jedoch der Höhe des zuvor gezahlten ALG I. So lange Krankengeld ausgezahlt wird, ruhen die Arbeitslosengeldzahlungen.

Krankengeld nach Kündigung

Ein wenig komplizierter sind Regelungen zum Krankengeld nach einer Kündigung. Entscheidend für den Bezug von Krankengeld nach einer Kündigung ist, dass sich der Betroffene zu dem Zeitpunkt, an dem der Krankengeldanspruch entstanden ist, noch in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis befand. Der Anspruch entsteht üblicherweise am Tag, nachdem die Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde; bei stationärer Behandlung noch am selben Tag.

Wird das Arbeitsverhältnis nach Feststellung der Arbeitsunfähigkeit gekündigt, erhält der Arbeitnehmer im Regelfall bis zu seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen eine Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber. Nach Inkrafttreten der Kündigung zahlt die Krankenkasse dann Krankengeld.

Kein gesetzlicher Anspruch auf Krankengeld bei Selbstständigkeit

Obwohl eine langwierige Erkrankung für Selbstständige häufig existenzbedrohlicher ist als für Arbeitnehmer, besteht bei Selbstständigkeit kein gesetzlicher Anspruch auf Krankengeld. Um sich im Falle einer längeren Erkrankung abzusichern, können Selbstständige eine private Krankentagegeld-Versicherung abschließen.

Aber auch die gesetzliche Krankenversicherung ermöglicht in der Regel den Bezug von Krankengeld bei Selbstständigkeit. Die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber während der ersten sechs Wochen der Erkrankung entfällt allerdings bei Selbstständigkeit. Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit zahlt die gesetzliche Krankenversicherung Krankengeld, wenn der reguläre Beitragssatz plus einem Zusatzbeitrag gezahlt wird. Zuvor müssen Selbstständige allerdings eine schriftliche Wahlerklärung bei der Krankenkasse abgeben haben.

Die meisten Krankenkassen bieten bei Selbstständigkeit zudem Wahltarife an, die vor dem 43. Krankheitstag Ersatzleistungen zahlen oder das klassische Krankengeld komplett ersetzen.

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