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Sind rote Äpfel gesünder als grüne?

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Sind rote Äpfel gesünder als grüne?

14.09.2020, 09:10 Uhr
Sind rote Äpfel gesünder als grüne?. Golden Delicious, Gala und Granny Smith: Rote, grüne oder gelbe Apfelsorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Vitamingehalt. (Quelle: Getty Images/Privizer)

Golden Delicious, Gala und Granny Smith: Rote, grüne oder gelbe Apfelsorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Vitamingehalt. (Quelle: Privizer/Getty Images)

Viele Lebensmittel wie Äpfel, Spargel oder Tee gibt es in unterschiedlichen Farben zu kaufen. Meistens unterscheiden sie sich im Geschmack. Aber ist eine Sorte auch gesünder als die andere?

Rote, grüne oder gelbe Äpfel, weißer oder grüner Spargel: Während die einen einfach nach Geschmack ihre Lieblingssorte wählen, fragen sich andere, worin genau der Unterschied liegt. Und tatsächlich enthalten manche Farbsorten mehr Nährstoffe als andere. 

Der rote Apfel liefert mehr Vitamine

Als gesunder Snack zwischendurch, im Frühstücksmüsli oder auch im Kuchen: Der Apfel ist beliebt. Es gibt unzählige Apfelsorten, die unterschiedliche Farben haben – unterscheiden sie sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Nährstoffgehalt?

Generell sind Äpfel gesund, da sie viele Ballaststoffe liefern und mit den enthaltenen Flavonoiden das Darmkrebsrisiko senken. Bei diesen Stoffen gibt es keinen Unterschied zwischen roten, gelben und grünen Äpfeln. Allerdings ist der Nährstoff Anthocyane, der die Schale rot färbt, besonders gesundheitsfördernd: Er hält unsere Gefäße gesund. Gelbe Äpfel hingegen enthalten besonders viel Carotin, was sich beispielsweise positiv auf die Augen auswirken kann. 

In Sachen Vitaminlieferung sind rote Äpfel ebenfalls empfehlenswerter. Der direkte Vergleich zeigt: Eine rote Apfelsorte wie beispielsweise der Braeburn enthält etwa 24 bis 35 Milligramm Vitamin C, der grüne Granny Smith liefert hingegen gerade einmal vier Milligramm. 

ApfelsorteVitamin-C-Gehalt in Milligramm pro 100 Gramm

Braeburn

 (Quelle: imagebroker/imago images) (Quelle: imagebroker/imago images)

24-35

Berlepsch

 (Quelle: imagebroker/imago images) (Quelle: imagebroker/imago images)

20-25

Jonagold

 (Quelle: Manfred Ruckszio/imago images) (Quelle: Manfred Ruckszio/imago images)

10-28

Idared

 (Quelle: redstallion/Getty Images) (Quelle: redstallion/Getty Images)

15-20

Boskoop

 (Quelle: Manfred Ruckszio/imago images) (Quelle: Manfred Ruckszio/imago images)

15-20

Golden Delicious

 (Quelle:  chengyuzheng/Getty Images) (Quelle: chengyuzheng/Getty Images)

10-15

Elstar

 (Quelle:  j3rn3j/Getty Images) (Quelle: j3rn3j/Getty Images)

8-15

Alkmene

 (Quelle: sasimoto/Getty Images) (Quelle: sasimoto/Getty Images)

6-15

Gloster

 (Quelle:  AGEphotography/Getty Images) (Quelle: AGEphotography/Getty Images)

5-10

(Quelle: Bundeszentrum für Ernährung)

An der Sonne gereifter Spargel ist gesünder

Auch beim Spargel gibt es zwei Farben und somit auch zwei Sorten: den grünen und den weißen Spargel. Während der weiße Spargel unter der Erde wächst und gestochen wird, sobald sein "Kopf" aus der Erde kommt, wächst grüner Spargel in der Sonne. 

Grüner und weißer Spargel: Der unter der Erde reifende weiße Spargel soll weniger gesund sein.  (Quelle: Getty Images/ AlexRaths)Grüner und weißer Spargel: Der unter der Erde reifende weiße Spargel soll weniger gesund sein. (Quelle: AlexRaths/Getty Images)

Allein durch die unterschiedliche Anbauart entwickeln die beiden Sorten unterschiedliche Stoffe: Da weißer Spargel unter der Erde wächst und daher kein Sonnenlicht abbekommt, liefert er weniger Inhaltsstoffe und wertvolle Vitamine als der grüne Spargel. Dieser braucht die Stoffe für die Fotosynthese, die an der Oberfläche mit den Sonnenstrahlen abläuft und die ihn so grün macht. Grüner Spargel ist aber nicht nur gesünder als Bleichspargel, sondern schmeckt auch ganz anders. Er ist aromatischer und hat einen intensiven Gemüsegeschmack. 

Aber dennoch: Alle Spargelsorten sind besonders kalorienarm, enthalten viel Wasser und kaum Fett. 500 Gramm Spargel können zudem zu 80 Prozent den durchschnittlichen Bedarf an Vitamin C und E sowie fast die Hälfte des Folsäure- und Kaliumbedarfs decken. 

Rote Paprika enthalten so viel Vitamin C wie Zitronen

Paprika gibt es sozusagen in den Ampelfarben: rote, gelbe, grüne und sogar orangefarbene Paprika können Sie im Supermarkt finden. Diese unterschiedlichen Farben zeigen den Reifegrad der Frucht an. Im unreifen Zustand sind alle Paprika grün, dann werden sie zunächst gelb und orange. Reife Paprika sind schließlich rot und auch deutlich süßer als grüne Paprika.

Paprika in unterschiedlichen Farben: Rote Paprika sind am längsten gereift und dadurch sowohl am süßesten, als auch am vitaminreichsten.  (Quelle: Getty Images/PosiNote)Paprika in unterschiedlichen Farben: Rote Paprika sind am längsten gereift und dadurch sowohl am süßesten, als auch am vitaminreichsten. (Quelle: PosiNote/Getty Images)

Da der Vitamin-C-Gehalt mit dem Reifegrad zunimmt, ist die rote Paprikaschote die gesündeste Variante. Sie enthält fast so viel Vitamin C wie zwei ganze Zitronen. Aber auch die anderen Farbvarianten der Paprika sind gesund: Sie sind kalorien- und fettarm, enthalten die Vitamine A, B und C und wichtige Antioxidantien wie Flavonoide und Carotine. 

Wein: rot, rosé oder weiß?

Bei der Rotweinherstellung werden – anders als bei Weißwein – auch die Traubenschalen vergoren. So entstehen Antioxidantien, die Rotwein eine gesundheitsfördernde Wirkung zusprechen. Denn Antioxidantien können beispielsweise vor Krebs schützen. Allerdings ist nicht belegt, inwiefern Antioxidantien überhaupt im Körper aufgenommen werden können. Und auf der anderen Seite kann Alkoholkonsum das Krebsrisiko in Mund und Speiseröhre sogar erhöhen. 

Rot-, Weiß- und Roséwein: Auch Weine unterscheiden sich nicht nur im Geschmack.  (Quelle: Getty Images/Grafner)Rot-, Weiß- und Roséwein: Auch Weine unterscheiden sich nicht nur im Geschmack. (Quelle: Grafner/Getty Images)

Auch die blutdrucksenkende Wirkung, die vor allem Rotwein häufig nachgesagt wird, ist mit Vorsicht zu betrachten. Denn Alkohol erhöht den Blutdruck. Rotwein kann also nur gesund wirken, wenn er in kleinen Maßen getrunken wird. Über eine gesundheitsfördernde Wirkung von Weiß- oder Roséwein hingegen ist nichts belegt. 

Tee: grün oder schwarz?

Zwar werden beide Teesorten aus der gleichen Teepflanze gewonnen, allerdings unterscheiden sie sich in ihrer Herstellung. Für den grünen Tee werden die Blätter nur getrocknet und nicht weiter behandelt. Um schwarzen Tee herzustellen, müssen die Teeblätter zusätzlich gerollt und zerkleinert werden. Dabei reagieren die Blätter mit Sauerstoff und es bilden sich ihre dunkle Farbe und der abweichende Geschmack des Tees. Da bei diesem Vorgang im Vergleich zum grünen Tee Polyphenole verlorengehen, ist der grüne Tee etwas gesünder als der schwarze. Polyphenole wirken vor allem als Antioxidantien und können so vor Krankheiten schützen. 

Verwendete Quellen:

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