Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr fĂŒr Sie ĂŒber das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zuckerersatzstoffe: Was taugen Stevia, Sorbit & Co.?

t-online, cme

Aktualisiert am 25.12.2019Lesedauer: 3 Min.
Zuckeralternativen: Welche sind wirklich gesund?
Zuckeralternativen: Welche sind wirklich gesund? (Quelle: Chromorange/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextDieser Star gewinnt "Let's Dance"Symbolbild fĂŒr einen TextTrump zahlt saftige GeldstrafeSymbolbild fĂŒr einen TextPanzer-Video als Propaganda entlarvtSymbolbild fĂŒr einen TextBrand legt Flughafen Genf kurz lahmSymbolbild fĂŒr einen TextUS-Bischof verweigert Pelosi KommunionSymbolbild fĂŒr einen TextRekord-Eurojackpot geht nach NRWSymbolbild fĂŒr einen TextNot-OP bei Schlagerstar Tony MarshallSymbolbild fĂŒr einen TextFrau protestiert nackt in CannesSymbolbild fĂŒr einen TextÜberraschendes Comeback bei Sat.1Symbolbild fĂŒr einen TextBVB-TorhĂŒter findet neuen KlubSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserFormel 1: Haas-Boss zĂ€hlt Mick Schumacher an

Zu viel Zucker schadet der Gesundheit – doch sind Honig, Stevia oder Fruchtzucker wirklich besser? Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung, beantwortet Fragen und gibt Tipps fĂŒr den Umgang mit Zuckerersatzstoffen.

NatĂŒrliche Alternativen zu Zucker

Der Markt fĂŒr Zuckerersatz- und SĂŒĂŸstoffe boomt: Fanden die sĂŒĂŸen Alternativen zunĂ€chst vor allem bei Lebensmitteln fĂŒr Diabetiker Verwendung, stecken sie heute in vielen herkömmlichen Produkten – von Softdrinks ĂŒber SĂŒĂŸigkeiten bis hin zu Joghurts und Desserts. So hat sich der weltweite Konsum von Zuckerersatzstoffen in den letzten vierzig Jahren mehr als verdreifacht.

Man unterscheidet natĂŒrliche Ersatzstoffe, wie zum Beispiel Fructose (Fruchtzucker), Xylit und Sorbit, von kĂŒnstlichen SĂŒĂŸstoffen, die meist keine Kalorien haben. Die natĂŒrlichen Ersatzstoffe kommen unter anderem in sĂŒĂŸen FrĂŒchten vor. Sorbit wird zum Beispiel als Zuckeraustauschstoff fĂŒr "zahnfreundliche" SĂŒĂŸwaren verwendet.

"Diese Stoffe schmecken wie Zucker und besitzen eine Ă€hnliche Masse und SĂŒĂŸkraft", erlĂ€utert Wolfgang Reuter. "Aber sie liefern weniger Kalorien und haben einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.“ Auch die seit 2008 in Deutschland zugelassene Stevia-SĂŒĂŸe zĂ€hlt zu diesen natĂŒrlichen Zuckeralternativen.

Fruchtzucker kann genauso dick machen wie Haushaltszucker

Fruchtzucker wurde jahrelang in vielen Lebensmitteln eingesetzt – bis einige Studien mit MĂ€usen zeigten, dass der erhöhte Konsum von Fruchtzucker dick machen kann. Eine Ă€hnliche Wirkung ist bei Menschen zwar bislang nicht bewiesen. Dennoch gilt: Fruchtzucker liefert Ă€hnlich viele Kalorien wie normaler Haushaltszucker. Mit fruchtzuckerhaltigen GetrĂ€nken, wie SĂ€ften oder Schorlen, sollte man daher sparsam umgehen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
Produktion im Ford-Werk (Symbolbild): Chiphersteller der Mobilfunkbranche setzen den Autobauer massiv unter Druck.


Ähnlich verhĂ€lt es sich ĂŒbrigens mit Honig: Auch er liefert reichlich Kalorien und ist fĂŒr die ZĂ€hne ebenso schĂ€dlich wie Haushaltszucker.

SteviasĂŒĂŸe nur sparsam verwenden

Anders bei Stevia: Der SĂŒĂŸstoff aus der sĂŒdamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana ist etwa 300 Mal sĂŒĂŸer als Zucker, enthĂ€lt keine Kalorien und verursacht keinen Karies. Trotzdem ist Stevia keine risikofreie Wunderpflanze, die Zucker komplett ersetzt und die Pfunde purzeln lĂ€sst. Stevia stand sogar lange Zeit unter Verdacht, krebserregend und erbgutschĂ€digend zu sein. Daher beschrĂ€nkt sich die Zulassung in Europa auf eine Obergrenze. Die Tageshöchstmenge liegt bei vier Milligramm pro Kilo Körpergewicht. Daher werden die meisten Lebensmittel mit Stevia mit einem Gemisch verschiedener SĂŒĂŸungsmittel versetzt. Immerhin haben Studien gezeigt, dass Stevia eine blutdrucksenkende Wirkung hat.

Genussmenschen werden vermutlich kaum begeistert sein: Der Geschmack von Stevia ist gewöhnungsbedĂŒrftig. Er erinnert an Lakritz oder kann sogar leicht metallisch sein.

KĂŒnstliche SĂŒĂŸstoffe in normalen Mengen unschĂ€dlich

Auch synthetische SĂŒĂŸstoffe, vor allem Aspartam, standen lange in Verdacht, krebsauslösend zu sein. Grundlage fĂŒr diesen Verdacht ist eine in den 1960er Jahren durchgefĂŒhrte Versuchsstudie mit Ratten, von denen viele an Blasenkrebs erkrankten. "Die Studienergebnisse sind jedoch in dieser Form nicht auf den Menschen ĂŒbertragbar", sagt Wolfgang Reuter.

"Denn die dort zugefĂŒhrte Menge an SĂŒĂŸstoffen entspricht in etwa 4000 SĂŒĂŸstofftabletten oder 20 Kilogramm Zucker pro Tag – eine Menge, die Verbraucher in dieser Dosis in keinem Fall zu sich nehmen könnten." In verzehrsĂŒblichen Mengen sei Aspartam also durchaus unschĂ€dlich, so der Gesundheitsexperte und verweist dabei auf Studien der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Beim Abnehmen helfen Ersatzstoffe nur bedingt

Die Frage, ob SĂŒĂŸstoffe beim Abnehmen helfen können, wird auch unter Experten heiß diskutiert. So gibt es Theorien, dass SĂŒĂŸstoffe dem Gehirn die Aufnahme von Zucker vorgaukeln. Die Folge seien eine erhöhte Insulinproduktion, ein sinkender Glukosespiegel im Blut und damit ein verstĂ€rktes HungergefĂŒhl. Das fĂŒhre dazu, dass man mehr esse und zunehme. Reuter ist allerdings skeptisch.

Weitere Artikel

SĂŒĂŸes Allheilmittel
Stevia - Ist der zuckersĂŒĂŸe Ersatz gesund?
Stevia-Extrakt ist bis zu 300-mal sĂŒĂŸer als Zucker.

Kalorienarmes SĂŒĂŸungsmitel
Stevia als Pulver oder flĂŒssig? Die Unterschiede
Stevia ist nicht nur als Tablette, sondern auch als Pulver, flĂŒssiger Extrakt und in getrockneter Form erhĂ€ltlich.

So gefÀhrlich wie Alkohol?
Das macht Zucker mit unserem Körper
Junge isst Zucker mit dem Löffel.

"Trotz zahlreicher Studien zu diesem Thema gibt es keine wissenschaftlichen Belege fĂŒr eine Gewichtszunahme durch den Konsum von SĂŒĂŸstoffen", sagt der Experte. Ein Allheilmittel zum Abnehmen seien SĂŒĂŸstoffe umgekehrt jedoch auch nicht. "Am besten ist eine ausgewogene ErnĂ€hrung, die SĂŒĂŸes nur in Maßen beinhaltet", so der Rat des DKV Gesundheitsexperten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow
DeutschlandLebensmittel

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website