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Ja, die Redaktion hat f├╝r diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie gesund sind Stevia, Xylit und Co.?

t-online, dpa, anni

Aktualisiert am 27.05.2021Lesedauer: 5 Min.
Zuckeralternativen: Die Produkte haben zwar h├Ąufig einen stolzen Preis, sollen aber deutlich ges├╝nder sein als normaler Haushaltszucker.
Zuckeralternativen: Die Produkte haben zwar h├Ąufig einen stolzen Preis, sollen aber deutlich ges├╝nder sein als normaler Haushaltszucker. (Quelle: Alina Rosanova/getty-images-bilder)
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Zucker schadet den Z├Ąhnen und der Figur. Ern├Ąhrungsbewusste greifen daher gerne auf Zuckerersatz wie Stevia oder Ahornsirup zur├╝ck. Was haben die Alternativen zu bieten? Und wie gesund sind sie wirklich?

Das Wichtigste im ├ťberblick


Hier ein St├╝ck Schokolade, da ein St├╝ck Kuchen: Der durchschnittliche Deutsche nimmt h├Ąufig zu viel Zucker zu sich. Das kann f├╝r die Gesundheit bedenkliche Folgen haben. Aber bedeutet das, dass Sie deshalb auf S├╝├če in Speisen verzichten m├╝ssen?


Diese Zuckeralternativen gibt es

Xylit ist auch unter den Begriffen Xylitol oder Birkenzucker bekannt. Der S├╝├čmacher ist kalorien├Ąrmer als Zucker und beg├╝nstigt keine Karies. Gr├Â├čere Mengen k├Ânnen jedoch abf├╝hrend wirken.
Ahornsirup kommt aus Kanada und wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen. Die Alternative kann zum Beispiel f├╝r Salatso├čen, Desserts oder auch klassisch f├╝r Pancakes verwendet werden.
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Zuckeralternativen k├Ânnten die L├Âsung sein. Sie sind zunehmend in den Regalen im Supermarkt oder auch im Netz zu finden. Die Produkte haben zwar h├Ąufig einen stolzen Preis, sollen aber deutlich ges├╝nder sein als normaler Haushaltszucker. Welche S├╝├čmacher gibt es? Und sind sie wirklich ein sinnvoller Ersatz?

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1. Stevia: Darauf sollten Menschen mit Diabetes achten

Der S├╝├čstoff Stevia ist bis zu 300 Mal s├╝├čer als herk├Âmmlicher Zucker und wird aus der Steviapflanze gewonnen. Als gesund gilt das S├╝├čungsmittel, weil es keine Kalorien enth├Ąlt und kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben soll. Menschen mit Diabetes sollen die Alternative daher bedenkenlos in den Speiseplan integrieren k├Ânnen.

Doch es gibt auch Gegenstimmen: So k├Ânnte sich der Geschmackssinn schnell an zu viel S├╝├če gew├Âhnen und immer mehr wollen. H├Ąufig wird in ges├╝├čten Produkten auch Zucker beigemischt, um den leicht bitteren, lakritzartigen Geschmack von Stevia zu ├╝bert├╝nchen. Menschen mit Diabetes und Figurbewusste sollten daher stets einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen.

Stevia: Der S├╝├čstoff wird aus der Steviapflanze gewonnen.
Stevia: Der S├╝├čstoff wird aus der Steviapflanze gewonnen. (Quelle: dirkr/Getty Images)

Der seit 2011 in der Europ├Ąischen Union zugelassene S├╝├čstoff ist zudem nicht so nat├╝rlich wie viele glauben. Ein chemisches Verfahren macht aus den pflanzlichen Extrakten der Stevia sogenannte Steviolglykoside, die dann in Lebensmitteln verarbeitet werden. Der S├╝├čstoff ist daher ein Industrieprodukt.

Der Zuckerersatz befindet sich h├Ąufig in Milchprodukten, alkoholfreien Erfrischungsgetr├Ąnken wie Cola und Konfit├╝ren. Laut Verbraucherzentrale sollten Sie pro Tag je Kilogramm K├Ârpergewicht nicht mehr als vier Milligramm des S├╝├čstoffs verzehren. Mit Stevia ges├╝├čte Produkte sind in der Regel auff├Ąllig gekennzeichnet. Ansonsten erkennen Sie den Inhaltsstoff an der Bezeichnung "E 960". Aufgrund des geringen Volumens sollte Stevia beim Backen nicht die erste Wahl sein.

2. Honig: Nat├╝rlich, aber fast wie Zucker

Bienenhonig ist ein heimischer Zuckerersatzstoff. Er wird von Bienen aus Bl├╝tennektar produziert. Honig enth├Ąlt weder Fett noch Cholesterin und soll im K├Ârper entz├╝ndungshemmend und fiebersenkend wirken.

Honig: Die Zuckeralternative soll im K├Ârper entz├╝ndungshemmend und fiebersenkend wirken.
Honig: Die Zuckeralternative soll im K├Ârper entz├╝ndungshemmend und fiebersenkend wirken. (Quelle: Arx0nt/Getty Images)

Trotz Reinheit und gesunder Wirkung unterscheidet sich Honig in seinem chemischen Aufbau und Kaloriengehalt kaum von herk├Âmmlichem Haushaltszucker. Menschen mit Diabetes bekommt er etwas besser, da er im Vergleich zu normalem Zucker weniger Trauben- und mehr Fruchtzucker enth├Ąlt. Honig ist laut Kassenzahn├Ąrztlicher Bundesvereinigung allerdings f├╝r die Z├Ąhne ├Ąhnlich sch├Ądlich wie Haushaltszucker.

Menge und Qualit├Ąt sind entscheidend, wenn Sie die gesundheitlichen Vorteile nutzen wollen. Bereits ein Teel├Âffel des s├╝├čen Nektars kann zum Beispiel Gerichte einfach aufpeppen. Achten Sie beim Einkauf auf das G├╝tesiegel "Echter Deutscher Honig". Dieses garantiert, dass der Honig ausschlie├člich in Deutschland produziert wurde, keine Zus├Ątze enth├Ąlt und nicht w├Ąrmebehandelt wurde. Auch ein regionaler Imker kann bei der Beratung helfen.

3. Ahornsirup: Auf die Qualit├Ąt achten

Ahornsirup kommt aus Kanada, dem Land mit dem Ahornblatt auf der Flagge. Der typisch amerikanische Sirup wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen und ist somit ein naturbelassenes Produkt.

├ähnlich wie Honig soll der Sirup entz├╝ndungshemmende Eigenschaften besitzen, den Z├Ąhnen aber nicht weniger schaden als Zucker. Allerdings steigt der Blutzucker beim Verzehr von Ahornsirup nur langsam an. Und: Durch den hohen Wassergehalt verzeichnet der Sirup weniger Kalorien. Auch hier gilt: In Ma├čen kann der Sirup gut als Alternative verwendet werden.

Ahornsirup: Pancakes werden gern mit dem Zuckerersatz zusammen verzehrt.
Ahornsirup: Pancakes werden gern mit dem Zuckerersatz zusammen verzehrt. (Quelle: MKucova/Getty Images)

Dabei kommt es darauf an, ob Ahornsirup "rein" oder mit Zuckerwasser verd├╝nnt ist. Achten Sie immer auf die Inhaltsstoffe. Auch der Reinheitsgrad gibt Aufschluss ├╝ber die Qualit├Ąt: Die Stufen reichen von AA bis D, wobei AA am hochwertigsten ist. Hilfreich beim Kauf von Ahornsirup ist auch die Regel: Je heller, desto besser.

Wegen der aufwendigen Herstellung ist dieser Zuckerersatz kostspielig: Hundert Gramm kosten ungef├Ąhr zwei Euro. Ahornsirup kann zum Beispiel f├╝r Salatso├čen, Desserts oder auch klassisch f├╝r Pancakes verwendet werden.

4. Agavendicksaft enth├Ąlt sehr viel Fruktose

Der Saft stammt aus dem Herzen der mexikanischen Agavepflanze. Er wird so lange eingekocht, bis ein s├╝├čer Dicksaft entsteht. Der Sirup besteht vorrangig aus Fruktose. Die Zuckeralternative kommt ohne k├╝nstliche Zus├Ątze aus und ist rein nat├╝rlich. Je dunkler der Saft, desto kr├Ąftiger ist auch der karamellartige Geschmack.

Aufgrund seines hohen Fruchtzuckergehalts kann er allerdings nicht als gesund eingestuft werden. Menschen mit einer Fruktoseintoleranz sollten daher besser die Finger von der S├╝├čungsalternative lassen. Weil der Sirup den Blutzucker aber deutlich langsamer ansteigen l├Ąsst, eignet er sich in geringen Mengen auch f├╝r Menschen mit Diabetes.

5. Kokosbl├╝tenzucker: kaum Unterschiede zu Haushaltszucker?

Aus dem Nektar der Bl├╝tenknospen von Kokospalmen stammt der Kokosbl├╝tenzucker. Er z├Ąhlt damit zur Gruppe der Palmzucker. Asiatische Kleinbauern stellen das S├╝├čungsmittel in m├╝hevoller Handarbeit her: Sie schneiden die Bl├╝tenknospen an, bis der Kokosnektar austritt. Dieser wird aufgefangen und anschlie├čend eingekocht.

Kokosbl├╝tenzucker: Aus dem Nektar der Bl├╝tenknospen von Kokospalmen stammt der Zuckerersatz.
Kokosbl├╝tenzucker: Aus dem Nektar der Bl├╝tenknospen von Kokospalmen stammt der Zuckerersatz. (Quelle: seramo/Getty Images)
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Der Zuckerersatz soll den Blutzuckerspiegel weniger beeinflussen. Repr├Ąsentative Studien dazu fehlen jedoch bislang. F├╝r Menschen mit Diabetes stellt er somit keine gute Alternative dar. Kokosbl├╝tenzucker soll reich an Vitaminen und Mineralstoffen sein. Um genug N├Ąhrstoffe aufzunehmen, m├╝sste allerdings eine gro├če Menge verzehrt werden. Das w├╝rde sich bei 380 Kilokalorien pro hundert Gramm schnell auf den H├╝ften festsetzen.

Das S├╝├čungsmittel schmeckt karamellartig und eignet sich nur bedingt zum Backen ÔÇô da er sich im Gegensatz zu herk├Âmmlichen Zucker nicht so gut aufl├Âst. Ob Kokosbl├╝tenzucker tats├Ąchlich ges├╝nder als Haushaltszucker ist, ist nicht erwiesen. In der Zusammensetzung ├Ąhneln sich beide Mittel zumindest sehr.

6. Xylit: kalorienarm aus industrieller Herstellung

Neben den herk├Âmmlichen Zuckeralternativen wird immer h├Ąufiger Xylit verwendet. Dieser S├╝├čmacher ist auch unter den Begriffen Xylitol oder Birkenzucker bekannt. Er geh├Ârt zu den Zuckeralkoholen. Urspr├╝nglich gewann man den Zuckerersatz aus der Rinde von finnischen Birken. Mittlerweile erfolgt die Herstellung von Xylit aber industriell mit S├Ąuren und Laugen.

Xylit: Dieser S├╝├čmacher ist auch unter den Begriffen Xylitol oder Birkenzucker bekannt.
Xylit: Dieser S├╝├čmacher ist auch unter den Begriffen Xylitol oder Birkenzucker bekannt. (Quelle: 4nadia/Getty Images)

Geschmacklich kann Xylit punkten, denn es ├Ąhnelt normalem Haushaltszucker und ist zudem kalorien├Ąrmer. Xylit f├Ârdert keine Karies. Auch auf den Blutzuckerspiegel soll sich das Mittel nicht auswirken. Wie alle Zuckeralkohole wirkt Xylit in gro├čen Mengen bl├Ąhend und abf├╝hrend. Beachten Sie daher die angegebenen Dosierungen.

Bei Haustieren sollten Sie besonders aufmerksam sein. Schon kleinste Mengen des S├╝├čstoffs sind f├╝r Hunde t├Âdlich.

Die Verbraucherzentrale hebt hervor, dass Birkenzucker aus den pflanzlichen Rohstoffen von Maiskolbenresten und Stroh besteht. Er sei aber aufgrund der industriellen Produktion nicht nat├╝rlich.

7. Erythrit: Zuckeralternative ohne Kalorien

Neben Xylit kann auch Erythrit den Zuckeralkoholen zugeordnet werden. Nat├╝rlicherweise kommt es in K├Ąse oder Fr├╝chten vor. Das im Laden angebotene Erythrit wird hingegen aus Kohlenhydraten gewonnen und mithilfe eines biochemischen Verfahrens in eine chemische Substanz umgewandelt. Es ist somit kein nat├╝rlicher Zuckerersatz.

Der Zuckeralkohol soll Karies nicht beg├╝nstigen und kommt ohne Kalorien daher. Laut Verbraucherzentrale wird auch der Insulinspiegel nicht belastet. Zu gro├če Mengen k├Ânnen Bl├Ąhungen ausl├Âsen und abf├╝hrend wirken.

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