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Fructoseintoleranz: Typische Symptome und Therapie

uc (CF)

Aktualisiert am 02.01.2017Lesedauer: 2 Min.
Bei einer Fructose-Intoleranz ist ein gänzlicher Verzicht auf Obst meist nicht notwendig.
Bei einer Fructose-Intoleranz ist ein gänzlicher Verzicht auf Obst meist nicht notwendig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Menschen, die an einer Fructoseintoleranz leiden, können bestimmte Lebensmittel in der Regel nur schwer verdauen. Die gute Nachricht: Die Unverträglichkeit lässt sich im Alltag recht gut in den Griff bekommen. Lesen Sie hier nähere Informationen.

Fructoseintoleranz: Verdauungsprobleme als Leitsymptome

Eine Fructoseintoleranz ruft nicht bei jeglichem Verzehr von Fruchtzucker Symptome hervor. Geringe Mengen werden häufig gut vertragen, die Beschwerden treten oft erst auf, wenn der persönliche Grenzwert überschritten ist. Bei der Unverträglichkeit gehören Blähungen und Durchfall nach dem Verzehr von Fruktose zu den gängigen Beschwerden.

Der Grund: Der Dünndarm kann den Fruchtzucker nicht gut genug aufnehmen. Im Dickdarm entstehen daher bei der Zersetzung der Fruktose Fettsäuren, Wasserstoff und gasförmiges Kohlenstoffdioxid. Letzteres kann die Blähungen verursachen. Die Fettsäuren wiederum lassen Wasser in den Darm einfließen und können so die Ursache für Durchfall sein. Blähungen und Durchfall treten laut dem Gesundheitsportal "NetDoktor" bei etwa 50 Prozent aller Betroffenen auf.


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Weitere mögliche Anzeichen der Unverträglichkeit

Neben diesen sogenannten Leitsymptomen gibt es weitere mögliche Beschwerden, die mit der Fructoseintoleranz einhergehen können. Dazu gehören

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  • Verstopfung
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • weicher Stuhl
  • plötzlich auftretender Stuhldrang
  • Übelkeit
  • Schleimauflagerungen auf dem Stuhl

Zudem leiden viele Menschen mit der Unverträglichkeit an einem Zinkmangel. Dieser wiederum kann eine Infektanfälligkeit mit sich bringen. Auch ein Mangel an Folsäure ist möglich, was wiederum zu einer Blutarmut führen kann.

Hereditäre Fructoseintoleranz als Sonderform

Die sogenannte hereditäre Fructoseintoleranz ist angeboren und kommt nur sehr selten vor. Häufig machen sich bei Betroffenen laut dem Gesundheitsportal "Onmeda" schon im Säuglingsalter typische Symptome bemerkbar, sobald nicht mehr ausschließlich gestillt wird. Die Begleiterscheinungen können durchaus dramatisch sein. Zu ihnen gehören Erbrechen ebenso wie Bewusstseinsverlust, Schweißausbrüche, Durchfall, Krämpfe Bauchschmerzen oder Unterzuckerung. Unbehandelt kann die Intoleranz zu Funktionsstörungen der Niere und der Leber sowie zu einer Erweichung der Knochen führen.

Fructoseintoleranz behandeln: Hinweise zur Therapie

Grundsätzlich sollten Betroffene für sich herausfinden, welche Mengen Fruchtzucker sie zu sich nehmen können, ohne Symptome zu entwickeln. Hier empfehlen sich die Zusammenarbeit und ein Test mit einem Mediziner oder Ernährungsberater. Ein vollständiger Verzicht auf fruktosehaltige Lebensmittel ist meist weder notwendig noch sinnvoll. Viele Patienten können laut dem Magazin "Focus" beispielsweise bis zu einem Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm Lebensmittel gut verarbeiten. Somit sind viele Gemüsesorten gut aufnehmbar. Ein Vitaminmangel aufgrund der Unverträglichkeit ist bei einer ausgewogenen Ernährung entsprechend wenig wahrscheinlich. Nur wenige Patienten bekommen vom behandelnden Arzt ein Multivitaminpräparat verschrieben, um eventuelle Mängel auszugleichen.

Betroffene einer hereditären Fructoseintoleranz sollten laut "Onmeda" dagegen gerade im ersten Lebensjahr vollständig auf Gemüse oder Obst verzichten. Entsprechend häufig werden Nahrungsergänzungsmittel verschrieben. Anschließend sind oft einige Obst- und Gemüsesorten, beispielsweise Brokkoli, Spargel, Gurken oder Rhabarber, verträglich.

Bei der Einnahme von Tabletten sollten Menschen mit einer Fructoseintoleranz grundsätzlich vorsichtig sein: Diese enthalten häufig Sorbit und können entsprechend ebenfalls zu Beschwerden führen. Hier empfiehlt es sich, grundsätzlich den Beipackzettel sorgfältig zu lesen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Melanie Rannow
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