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Multiresistente Keime: So sch├╝tzen Sie sich

dpa-AFX, sah

Aktualisiert am 17.01.2018Lesedauer: 3 Min.
Eine Probe mit Bakterien
Multiresistente Keime sind ein gro├čes Problem (Quelle: solarseven/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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In Europa sterben j├Ąhrlich etwa 25.000 Menschen an den Folgen einer von resistenten Bakterien ausgel├Âsten Infektion. Welche Gefahr stellen multiresistente Keime dar und wie k├Ânnen Sie sich sch├╝tzen?

Was sind multiresistente Keime?

Die meisten Infektionen durch Bakterien lassen sich mit Antibiotika bek├Ąmpfen. Keime, gegen die mehrere Antibiotika nichts mehr ausrichten k├Ânnen, werden multiresistente Erreger genannt.

Wie gef├Ąhrlich ist sind die Keime?

"Die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen gegen Antibiotika hat sich weltweit zu einem gravierenden Problem der ├Âffentlichen Gesundheit entwickelt", hei├čt es beim Robert Koch-Institut (RKI). Zur H├Ąufigkeit gibt es unterschiedliche Angaben. Etwa 30.000 bis 35.000 Patienten stecken sich in Kliniken mit einem multiresistenten Erreger an (MRE). Wie viele daran in Deutschland sterben, daf├╝r gibt es laut RKI keine belastbaren Daten. "Nach derzeit bestm├Âglicher Sch├Ątzung d├╝rfte diese Zahl zwischen 1.000 und 4.000 liegen."

So k├Ânnen Sie sich sch├╝tzen

Vor allem kranke, alte und geschw├Ąchte Menschen sind gef├Ąhrdet, Infektionen durch multiresistente Erreger zu entwickeln. F├╝r gesunde Menschen mit einem guten Abwehrsystem sind sie in der Regel harmlos. Allerdings k├Ânnen sie die Bakterien ├╝bertragen. Damit das nicht passiert, sollte Folgendes beachtet werden:

  • Regelm├Ą├čig und gr├╝ndlich H├Ąnde waschen
  • Wohnung mit Reinigungsmitteln sauber halten
  • W├Ąsche und Geschirr bei 60 Grad waschen

Besonders in Krankenh├Ąusern ein Problem

Ein Erreger namens Klebsiella pneumoniae 4-MRGN hat beispielsweise gro├če Teile der Intensivstation des Frankfurter Universit├Ątsklinikums lahm gelegt. Klebsiella pneumoniae ist ein Keim, der beim gesunden Menschen zu den normalen Bewohnern des Magen-Darm-Trakts z├Ąhlt. Anderswo, zum Beispiel in der Lunge, ist er gef├Ąhrlich.

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Am gef├Ąhrlichsten sind die der Klasse 4-MRGN (die Abk├╝rzung steht f├╝r "multiresistent gramnegativ"). Sie sind gegen alle vier ├╝blichen, gegen das Bakterium zugelassenen Antibiotikagruppen immun. Dann besteht nur noch Hoffnung auf Reserve-Antibiotika.

Wie kam der Keim in die Uni-Klinik?

Ende M├Ąrz wurde ein Patient aufgenommen, der ihn mitbrachte. Die Klinik hatte ihn von einem anderen Krankenhaus ├╝bernommen. Der Mann war bereits todkrank und starb bald. Dass er resistente Klebsiella-Keime in sich trug, war bekannt ÔÇô allerdings wusste man nur von 3-MRGN, wie Uni-Klinik-Direktor J├╝rgen Graf berichtet. Die vierfach resistente Variante wurde erst sp├Ąter entdeckt.

Wo kam der Keim her?

Am h├Ąufigsten bringen Patienten solche Keime aus dem Ausland mit, vor allem wenn sie dort im Krankenhaus waren, wie Ursel Heudorf vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt erkl├Ąrt. In diesem Fall sei der Patient aber nicht verreist gewesen. Medienberichten zufolge ist der Mann erkrankt, nachdem er betrunken in einen Bach gefallen war. Denkbar ist, dass der Keim aus dem Wasser stammt. In einer ersten Probe habe man allerdings nichts gefunden, sagt der Krankenhaushygiene-Fachmann Martin Exner.

Wie konnte der Keim sich im Krankenhaus ausbreiten?

Das ist die entscheidende Frage, auf die es derzeit allerdings keine Antwort gibt. Der Keim wurde an f├╝nf Patienten nachgewiesen. Der Infizierte lag auf der Intensivstation "isoliert in einem Einzelzimmer mit Schleuse und Druckkammer", wie der Leiter der Intensivmedizin, Kai Zacharowski, beteuert. "Wir wissen nicht, wie die ├ťbertragung stattfinden konnte." Denkbar ist, dass Personal den Keim ├╝bertrug oder dass er an Ger├Ąten klebte, die das Zimmer verlie├čen.

Was wird dagegen getan?

Das Gesundheitsministerium hat eine "Antibiotika Resistenzstrategie" entwickelt. In einer Datenbank werden Antibiotika-Verbrauch und Resistenzen erfasst, "um auf der Basis verl├Ąsslicher und repr├Ąsentativer Daten Ma├čnahmen zur Begrenzung des Problems ergreifen zu k├Ânnen", wie es in der Projektbeschreibung hei├čt. Auch jeder Einzelne kann mithelfen, betont das RKI: "Wenn Patienten unn├Âtig Antibiotika einnehmen oder eine Behandlung vorzeitig abbrechen, kann das dazu f├╝hren, dass die Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren und dann, wenn es wirklich darauf ankommt, nicht mehr helfen."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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