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Mönchspfeffer in den Wechseljahren und Nebenwirkungen

Kräuterlexikon  

Mönchspfeffer

27.11.2015, 15:36 Uhr | om (CF)

Mönchspfeffer in den Wechseljahren und Nebenwirkungen. Im Mittelalter war Mönchspfeffer auch als Keuschlamm bekannt. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel)

Im Mittelalter war Mönchspfeffer auch als Keuschlamm bekannt. (Quelle: Waldemar Boegel/imago images)

Der aromatische pfeffrige Mönchspfeffer findet schon seit der Antike Verwendung als Heilmittel. Besonders gegen Frauenleiden wirkt das mediterrane Kraut, wie Sie im Folgenden nachlesen können.

Pflanze

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) zählt zu der Familie der Eisenkrautgewächse. Die strauchförmige Pflanze wird bis zu fünf Meter hoch. Ihre langstieligen Blätter teilen sich in sogenannte Fiederblättchen, deren Unterseite wie mit weißem Filz bedeckt ist.

Zur Blüte von Juli bis September bildet der Mönchspfeffer dichte, ährenähnliche Blütenstände mit kleinen Blüten in Weiß-, Rosa- bis Violetttönen. Im Anschluss entwickeln sich bräunlich-schwarze Steinbeeren in einer Kugelform, die in ihrem Inneren maximal vier Samen enthalten. Mönchspfeffer ist vor allem im Mittelmeergebiet verbreitet, aber auch in Westasien heimisch.

Verwendete Pflanzenteile

Die getrockneten, reifen Früchte des Mönchspfeffers finden Verwendung. In Einzelfällen werden auch die Blätter verarbeitet.

Inhaltsstoffe

  • Iridoidglykoside (in erster Linie: Agnusid und Aucubin)
  • Flavonoide (besonders: Casticin und Penduletin)
  • ätherisches Öl (Sabinen und alpha-Pinen)
  • Gerbstoffe
  • Diterpene

Wirkung

Mönchspfeffer hat vor allem einen Ruf als Mittel gegen Frauenleiden. So reguliert das Kraut den weiblichen Hormonhaushalt, indem es den Prolaktinspiegel senkt. Dieses körpereigene, weibliche Hormon steuert indirekt den Menstruationszyklus. Mönchspfeffer lindert so Beschwerden während der Menstruation und der Wechseljahre.

Doch auch bei Kopfschmerzen und Schlafstörungen findet Mönchspfeffer Verwendung. Ein Extrakt aus dem Kraut wird vor allem in Kapselform eingenommen.

Nebenwirkungen

Da Mönchspfeffer Einfluss auf die Milchbildung haben kann, sollten Frauen während der Schwangerschaft oder Stillzeit keine Präparate aus dem Kraut einnehmen.

In Ausnahmefällen kann der Gebrauch von Mönchspfeffer Kopfschmerzen oder Hautausschläge auslösen. Auch wenn ansonsten kaum Nebenwirkungen bekannt sind, sollte bei sonstiger Einnahme von Medikamenten der Gebrauch mit dem Hausarzt abgesprochen werden.

Interessantes

Mönchspfeffer wird im Volksmund auch als "Keuschlamm" bezeichnet. Angeblich war das Kraut im Mittelalter in Klostergärten zu finden, wo Mönche und Nonne es anbauten, um ihren Sexualtrieb zu schwächen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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