Sie sind hier: Home > Gesundheit > Heilmittel & Medikamente > Heilpflanzen > Kräuterlexikon >

Bärlauch: Verwendung, Inhaltsstoffe und leckere Rezepte mit dem Kräuter

Verwendung, Nebenwirkungen und Rezepte  

Bärlauch hat eine gesunden Einfluss auf den Körper

09.07.2020, 11:35 Uhr | jb, t-online

Bärlauch: Verwendung, Inhaltsstoffe und leckere Rezepte mit dem Kräuter. Bärlauch wird auch Waldknoblauch genannt. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Waldkräuter: Bärlauch wird auch Waldknoblauch genannt. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Mit seinem würzigen Geschmack ist Bärlauch ein beliebtes Element in Brotaufstrichen oder Salatdressings. Das Frühlingsgemüse tut dabei sogar gleichzeitig etwas für die Verdauung. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Verwechslungsgefahr: Bärlauch und Maiglöckchen

Der mehrjährige Bärlauch (Allium ursinum) zeichnet sich durch seinen Duft nach Knoblauch und seine länglichen, lanzettförmigen Blätter aus. Letztere ähneln im Aussehen stark Maiglöckchen (Convallaria majalis) und Herbstzeitlosen (Cholchicum autumnale), die im Gegensatz zu Bärlauch zu Vergiftungserscheinungen – wie Übelkeit, Durchfall oder Atemnot – führen können. Bereits ab fünf Gramm können sie zu starken, gesundheitlichen Schäden führen. Zeigen sich nach dem Verzehr Vergiftungssymptome, sollten Sie sich an die Giftnotrufnummern wenden und einen Arzt aufsuchen. 

Daran erkennen Sie, ob es sich wirklich um Bärlauch handelt

Um eine Verwechslung zu vermeiden, ist es wichtig, beim Sammeln von Bärlauch genau hinzuschauen:

  • Bärlauch wächst, genau wie Maiglöckchen, in den schattigen Bereichen von Laubwäldern.
  • Unter guten Umständen breitet sich Bärlauch üppig aus.
  • Bärlauch wird zwischen März und Mai geerntet.
  • Im Laufe des Frühjahrs bildet die Pflanze sternenförmige, weiße Blüten. Dann sollte sie nicht mehr geerntet werden.
  • Die Blätter des Krautes riechen nach Knoblauch. Können Sie keinen Geruch vernehmen, handelt es sich wahrscheinlich um Maiglöckchen oder Herbstzeitlose.
  • Bei Bärlauch wächst an einem Stiel jeweils nur ein Blatt.
  • Die Blätter des Bärlauchs haben eine matte Unterseite. 

Bärlauch (links) und Maiglöckchen (rechts) (Quelle: imago/blickwinkel)Bärlauch (links) und Maiglöckchen (rechts) (Quelle: imago/blickwinkel)

Geruchstest hilft

Damit Sie beim Sammeln von wildem Bärlauch auch sichergehen können, dass es sich tatsächlich um die Pflanze handelt, ist ein Geruchstest ratsam. Dafür wird ein Blatt zwischen den Fingern verrieben. Haftet anschließend ein Duft nach Knoblauch an den Händen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Bärlauch und nicht um seine giftigen Doppelgänger Maiglöckchen oder Herbstzeitlose. Aber Vorsicht: Bei mehrmaligem Durchführen des Tests kann es passieren, dass Ihre Finger dauerhaft nach Knoblauch riechen, wodurch weitere Tests verfälscht werden.

Welche Pflanzenteile können Sie verwenden?

Es werden die frischen Laubblätter des Bärlauchs verwendet. Sobald der Bärlauch blüht, sollten Sie ihn nicht mehr ernten und verzehren.

Welche Inhaltsstoffe enthält Bärlauch?

Bärlauch ist reich an Vitaminen und Mineralien. Aus diesem Grund wird der Pflanze ein positiver Effekt auf die Gesundheit nachgesagt. Bärlauch enthält: 

  • Allicin (Schwefelverbindung)
  • ätherisches Öl
  • Flavonoide
  • Vitamin C
  • Eisen
  • Mineralsalze

Wie wirkt Bärlauch?

Gerade die im Bärlauch enthaltenen Schwefelverbindungen regen den Fettstoffwechsel an, indem sie die Tätigkeit von Galle und Leber ankurbeln – somit hilft das grüne Kraut bei der Verdauung. Dafür sollte Bärlauch jedoch immer frisch verwendet werden, da ansonsten seine Wirkstoffe schnell verloren gehen.

Für das Herzkreislaufsystem und die Regulierung des Blutdrucks ist eine Tinktur aus Bärlauchblättern hilfreich. Damit soll das Risiko für Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt gesenkt werden.

Auch bei Arteriosklerose-Beschwerden, also der Verkalkung der Arterien, soll so Linderung geschaffen werden.

Gibt es Nebenwirkungen?

Es können nach dem Verzehr leichte Verdauungsstörungen auftreten – der Magen-Darm-Trakt kann gereizt werden. Zudem kann die Pflanze Allergien auslösen: Es bilden sich rote und juckende Stellen auf der Haut.

Bärlauch-Rezepte

Bärlauch schmeckt am besten frisch. Sie können Ihn aber auch einfrieren und trocknen. Allerdings verlieren die Blätter beim Trocknen an Aroma. Das Einfrieren eignet sich daher mehr, wenn Sie das Kraut lagern wollen.

Aufgrund seiner feinen Knoblauchnote können Sie Bärlauch zusammen mit Basilikum zu einem Pesto verarbeiten. Auch zu Quark – anstelle von Schnittlauch – oder Blechkartoffeln – anstatt Rosmarin – können Sie das Kraut gut verwenden. Beliebt ist auch Bärlauchbutter.

Leckerer Aufstrich: Bärlauchbutter ist vielseitig einsetzbar. (Quelle: imago images)Leckerer Aufstrich: Bärlauchbutter ist vielseitig einsetzbar. (Quelle: imago images)

Bärlauch lässt sich zudem gut mit saisonalen Lebensmitteln wie Spargel kombinieren – beispielsweise als Spargel-Bärlauchsuppe. Diese und weitere Rezepte finden Sie hier.


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Utopia

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Heilmittel & Medikamente > Heilpflanzen > Kräuterlexikon

shopping-portal