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Forscher entwickeln Antibiotikum aus Wespengift

Von Larissa Koch

Aktualisiert am 12.12.2018Lesedauer: 2 Min.
S├╝damerikanische Wespe Polybia paulista
S├╝damerikanische Wespe: Polybia paulista ist der biologische Name des Insektes, das bakterielle Infekte heilen k├Ânnte. (Quelle: Charls J. Sharp, Wikimedia.org)
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J├Ąhrlich sterben laut EU in Europa ├╝ber 33.000 Menschen infolge multiresistenter Keime. Das Problem nimmt zu, die Forschung h├Ąngt hinterher. Es fehlt an schlagkr├Ąftigen Wirkstoffen gegen Bakterien. Wissenschaftler aus Massachusetts

Ein kleines s├╝damerikanisches Insekt k├Ânnte Leben retten: eine Wespe. Und genau ihre schlagkr├Ąftigste Waffe k├Ânnte dabei unseren Kampf gegen resistente Keime erleichtern ÔÇô ihr Gift. Es ist seit langem bekannt, dass das komplexe Gemisch aus dem Stachel von Wespen und Bienen hochwirksame Stoffe gegen Bakterien enth├Ąlt. Der Haken jedoch: Es wirkt eben auch auf den Menschen toxisch.

Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben es geschafft, die chemische Struktur eines Wespengiftes so zu ver├Ąndern, dass es toxisch gegen Bakterien wirkt, aber dem Menschen nicht mehr schadet. Dazu isolierten die Forscher einen Bestandteil des Giftes. Es handelt sich um ein Peptid ÔÇô das ist eine Aneinanderreihung von Aminos├Ąuren. Aminos├Ąuren wiederum sind die Bausteine von Eiwei├čen.

Ein Bestandteil des Wespengiftes vernichtet Bakterien

Die Wissenschaftler konnten das Peptid isolieren, das hochwirksam das Bakterium Pseudomonas aeruginosa bek├Ąmpft. Dabei handelt es sich um einen Bakterienstamm, der unter anderem Atemwegs- und Harnwegsinfektionen verursacht.

Die meisten Antibiotika sind gegen diesen Stamm machtlos. Im Laborversuch mit M├Ąusen l├Âschte das Peptid Bakterien der Gruppe Pseudomonas aeruginosa vollst├Ąndig aus. "Wir haben ein toxisches Molek├╝l in ein funktionsf├Ąhiges Molek├╝l zur Behandlung von Infektionen umgewandelt", sagt Cesar de la Fuente-Nunez, Postdoc am MIT. Die Arbeit ist in der Zeitschrift Nature Communications Biology erschienen.

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Alle Organismen bilden eigene Stoffe gegen Bakterien

Teil der Immunabwehr von Menschen und anderen Organismen (in diesem Fall Wespen) ist die Produktion von Peptiden, damit diese Bakterien abt├Âten. Die Experten nehmen an, dass dies geschieht, indem das Peptid die Zellw├Ąnde von Bakterien zerst├Ârt und sie damit unsch├Ądlich macht.

Um antibiotikaresistente Bakterien zu bek├Ąmpfen, haben bereits viele Wissenschaftler versucht, diese Peptide als potenzielle neue Medikamente anzupassen.

M├Ąuse konnten geheilt werden

Die Behandlung verlief erfolgreich bei M├Ąusen, die mit dem Bakterium der Gruppe Pseudomonas aeruginosa infiziert waren: "Innerhalb von vier Tagen kann diese Verbindung die Infektion vollst├Ąndig beseitigen, und das war ziemlich ├╝berraschend", sagt de la Fuente-Nunez. "Ich denke, dass einige der Prinzipien, die wir hier gelernt haben, auf andere ├Ąhnliche Peptide anwendbar sein k├Ânnen, die von der Natur stammen", so de la Fuente-Nunez weiter.

  • Multiresistente Keime: So sch├╝tzen Sie sich
  • Britische Forscher: Antibiotika zu Ende nehmen kann schaden
  • Richtige Anwendung: F├╝nf Fehler, die man bei Antibiotika nicht machen darf


Forscher aus aller Welt arbeiten an neuen Medikamenten, um multiresistente Keime zu bek├Ąmpfen. Peptide, die gegen Bakterien wirken, werden von nahezu allen lebenden Organismen produziert. Einige dieser Peptide haben sogar einen Effekt, der denen von Breitbandantibiotika gleicht. Sie sind zudem in der Lage, gegen Pilze und Parasiten zu wirken. Sie gelten deshalb als wirksame Alternative zu herk├Âmmlichen Antibiotika.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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