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Diese Medikamente werden am häufigsten gefälscht

dpa, Alexander Sturm

Aktualisiert am 08.03.2019Lesedauer: 3 Min.
Medikamente: Medikamentenfälscher ändern Wirkstoffe und Zusammensetzungen, aber auch Herkunftsangaben von Arzneimitteln.
Medikamente: Medikamentenfälscher ändern Wirkstoffe und Zusammensetzungen, aber auch Herkunftsangaben von Arzneimitteln. (Quelle: okskaz/getty-images-bilder)
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Manipulierte Medikamente sind f√ľr F√§lscher ein Millionengesch√§ft. Welche Medikamente bei Kriminellen besonders beliebt ist ‚Äď und wie Konsumenten gesch√ľtzt werden sollen.

Fälschungen bei einem Medikament gegen Atembeschwerden, Manipulationen bei einer Arznei gegen Hepatitis-C-Viren und Magenerkrankungen, illegale Viagra-Potenzpillen, die Zollbehörden an der Grenze ins Netz gehen: Immer wieder versuchen Kriminelle, Arzneifälschungen in den deutschen Pharmahandel zu bringen. Auf dem Schwarzmarkt machen Banden lukrative Geschäfte: Die Gewinnmargen sind dort teils größer als im Drogenhandel mit Kokain oder Heroin.

Fälschungen gelangen selten in legale Lieferkette

Nun sollen neue H√ľrden die Praktiken erschweren. Am 9. Februar 2019 startet ein neues Schutzsystem in Europa, das Sicherheitsmerkmale f√ľr Arzneien vorschreibt. Rezeptpflichtige Mittel m√ľssen dann einen Barcode auf der Verpackung tragen, mit dem sich per Scan in der Apotheke die Echtheit √ľberpr√ľfen l√§sst, wie das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erkl√§rt. Zudem soll ein √Ėffnungsschutz wie ein Siegeletikett garantieren, dass Schachteln nicht schon aufgemacht oder Pillen umverpackt wurden. Die F√§lschungsrichtlinie geht auf eine EU-Vorschrift von 2011 zur√ľck.

J√§hrlich werden in Deutschland mehr als 750 Millionen Packungen verschreibungspflichtige Arznei in √∂ffentlichen Apotheken ausgegeben. Die Zahl der F√§lschungen in der legalen Lieferkette vom Hersteller √ľber Gro√üh√§ndler bis in die Apotheken sei gering, erkl√§rte das BfArM. 2018 seien weniger als zehn Verdachtsf√§lle gemeldet worden. Davon k√∂nnten aber jeweils etliche Packungen betroffen sein, zudem bleibe eine Dunkelziffer. Die Einnahme gef√§lschter Arznei k√∂nne "gravierende gesundheitliche Auswirkungen" haben, warnt die Beh√∂rde.

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Wirkstoffe, Zusammensetzung und Herkunftsangaben geändert

Manipuliert w√ľrden Wirkstoffe und Zusammensetzungen, aber auch Herkunftsangaben. "Bei den F√§lschungen handelte es sich meist um Originalware, die illegal umverpackt wurde oder um Originalware aus Diebst√§hlen, die wieder in die legale Vertriebskette eingebracht wurde", erkl√§rt Maik Pommer, Sprecher am BfArM.

Weit größer ist das Problem mit Manipulationen im illegalen Handel, etwa im Internet oder mit geschmuggelter Ware. Bei der weltweiten Operation Pangea 2018 zogen Zoll- und Polizeibehörden in Deutschland rund 1.200 Pakete und Briefsendungen binnen einer Woche aus dem Verkehr. 100.000 Tabletten, Kapseln und Ampullen gingen ins Netz, darunter verbotene Nahrungsergänzungsmittel und Schmerzmedikamente.

Welches Medikament am häufigsten gefälscht wird

Besonders beliebt bei Kriminellen: Potenzmittel. Mit einem Kilogramm lasse sich auf dem Schwarzmarkt zwischen 90.000 und 100.000 Euro erzielen, sch√§tzte das Bundeskriminalamt. Bei Heroin seien es 50.000 Euro. Zudem koste illegal gehandelter Viagrawirkstoff nur 60 Euro je Kilo, w√§hrend f√ľr den Heroinrohstoff rund 7.000 Euro f√§llig w√ľrden.

F√ľr die Pharmaindustrie sind F√§lschungen schmerzhaft. In der EU entgingen der Branche dadurch rund 10 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr, erkl√§rte das Amt der Europ√§ischen Union f√ľr geistiges Eigentum 2016. Davon entfiel gut eine Milliarde auf deutsche Hersteller. Dazu kommt der Imageschaden, der Firmen durch Kriminelle entsteht.

Alarm soll gefälschte Ware anzeigen

Im weltweiten Vergleich ist die Bundesrepublik aber wenig von Arzneif√§lschungen betroffen ‚Äď auch, weil die Pharmabranche hier streng reguliert wird. In den Verkehr kommen nur amtlich zugelassene Medikamente, auch Herstellung, Vertrieb und Anwendung werden √ľberwacht, betont der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Zudem setzten Arzneihersteller schon Sicherheitsmerkmale wie Hologramme oder Mikroschriften auf Medikamentenpackungen ein.

K√ľnftig aber soll automatisch ein Alarm in der Apotheke losgehen, wenn dort eine Manipulation auftaucht: Die Echtheitspr√ľfung in Deutschland hat der Verein Securpharm aufgebaut, ein Zusammenschluss von Pharma- und Apothekerverb√§nden. Jede Packung hat dabei eine individuelle Seriennummer, die in das System eingespeist wird. Mit dem Scan der Codes l√§sst sich in der europaweiten Datenbank pr√ľfen, ob die Nummer von einem Hersteller vergeben wurde oder wom√∂glich eine Packung mit derselben Nummer schon √ľber die Theke ging.

Packungsscan soll Verbraucher sch√ľtzen

F√ľr die Branche ist es ein Mammutprojekt: 19.345 Apotheken, 346 Pharmaunternehmen, 887 Gro√üh√§ndler und 406 Krankenhausapotheken in Deutschland werden laut Securpharm an das System angebunden. "Die Umsetzung der F√§lschungsschutzrichtlinie geh√∂rt zu den gr√∂√üten Infrastrukturprojekten der Arzneimittelversorgung in Europa", erkl√§rt der Verein. Der Pharmaverband BPI sch√§tzt die Investitionen alleine bei den Unternehmen auf mehr als eine Milliarde Euro.

Verbrauchern kommt das zu Gute. Zeigt der Packungsscan in der Apotheke Verdachtsf√§lle an, erhalten sie eine andere Schachtel des Medikaments. Und im europaweiten System l√§sst sich zur√ľckverfolgen, wo gef√§lschte Mittel in die legale Lieferkette gelangten, erkl√§rt Securpharm. Gestohlene Arznei wird dann gesperrt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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