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Kommt das teuerste Medikament der Welt nach Deutschland?


Das teuerste Medikament der Welt soll nach Deutschland kommen

Von Alexandra Grossmann

Aktualisiert am 04.06.2019Lesedauer: 2 Min.
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Schweizer Pharmakonzern Novartis: Das Unternehmen will das teuerste Mittel der Welt auch in Deutschland verkaufen.
Schweizer Pharmakonzern Novartis: Das Unternehmen will das teuerste Mittel der Welt auch in Deutschland verkaufen. (Quelle: CHROMORANGE/imago-images-bilder)
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In den USA kostet das Medikament 2,125 Millionen Dollar – nun kommt Zolgensma vielleicht auch auf den hiesigen Markt. Über die Kosten wird spekuliert.

Ende Mai 2019 wurde das bisher teuerste Medikament der Welt in den USA zugelassen: Ein Fläschchen Zolgensma kostet mehr als zwei Millionen Dollar, umgerechnet rund 1,9 Millionen Euro. Das Arzneimittel wird Kindern unter zwei Jahren gegeben und soll diese vollständig von der Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) heilen.

In Deutschland sind rund 1.500 Menschen von der Erkrankung betroffen, etwa einer von 10.000 Säuglingen kommt damit zur Welt. SMA ist eine Erbkrankheit, bei der die Muskeln immer schwächer werden und ganz verkümmern können. Je nachdem, an welchem Typ sie erkranken, können die Kinder nicht sitzen oder selbstständig atmen. Sie leben mit schweren Behinderungen oder sterben – SMA gilt als die häufigste genetisch bedingte Todesursache bei Kleinkindern.

Antrag liegt bei der Zulassungsbehörde

Bisher gibt es keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen. Es sind lediglich Therapien möglich, die den Verlust der Bewegungsfähigkeit aufhalten können. Anders Zolgensma, das, vereinfacht gesagt, den genetischen Fehler behebt.

Nun soll das Arzneimittel auch nach Deutschland kommen. Der entsprechende Antrag liegt bei der Europäischen Zulassungsbehörde EMA, Hersteller Novartis erwartet die Zulassung für Europa im Sommer 2019. Ob das Medikament hierzulande ähnlich teuer wird wie in den USA und warum es dort so viel kostet, wollte das Unternehmen trotz mehrfacher Nachfragen von t-online.de nicht sagen.

900.000 bis 1,2 Millionen Euro

"Die Preisfindung für die EU und die Gespräche mit Krankenkassen zu Erstattungsmodellen dauern an", so Novartis. Über den für Deutschland zu erwartenden Preis selbst wird noch nicht verhandelt: "Wenn die Zulassung erteilt wurde, kann der pharmazeutische Unternehmer sein Arzneimittel für ein Jahr zu einem frei gewählten Preis in Verkehr bringen", so der zuständige GKV-Spitzenverband.

Aktuell liegen dem Verband keine Preisinformationen vor. "Es kursieren jedoch Werte von 900.000 bis 1,2 Millionen Euro für die Einmaltherapie in Deutschland."


Vor der Zulassung in den USA war Novartis für den hohen Preis kritisiert worden. Die Behörden wollten Zolgensma zunächst nicht genehmigen. Schließlich taten sie es doch, weil andere Therapien nicht nur weniger nützlich, sondern über die Jahre gerechnet wesentlich teurer sein können: "Bereits im ersten Lebensjahrzehnt kostet die SMA-Therapie mehr als vier Millionen US-Dollar", so Novartis.

Korrektur: In einer vorherigen Version waren Gespräche von Novartis mit Krankenkassen zum Preis von Zolgensma in Verbindung gebracht worden – tatsächlich aber verhandelt das Unternehmen nur über künftige Erstattungsmodelle. Wir haben den Fehler korrigiert.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Ärzteblatt: Erstmals medikamentöse Therapie bei Spinaler Muskelatrophie
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