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Zu viele Medikamente können den Körper vergiften

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 04.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Tabletten
Tabletten: Je mehr Medikamente man einnimmt, desto höher ist das Risiko von UnvertrÀglichkeiten. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn-bilder)
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Mit der Anzahl der eingenommenen Arzneimittel steigt die Wahrscheinlichkeit von UnvertrĂ€glichkeiten. Vor allem Ă€ltere Menschen spĂŒren mögliche Folgen – und sollten das nicht einfach hinnehmen.

Etwas fĂŒr das Herz, etwas gegen die Schmerzen und auch noch das Schlafmittel: Insbesondere Senioren schlucken oft mehrere Medikamente am Tag, um gesundheitliche Probleme in den Griff zu bekommen. Das kann unerwĂŒnschte Folgen haben.


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Darum haben Ältere hĂ€ufiger Nebenwirkungen

"Rund 30 bis 60 Prozent der ĂŒber 80-JĂ€hrigen haben Nebenwirkungen durch Arzneimittel", schĂ€tzt Professor Martin Wehling, Polymedikationsforscher und Direktor des Instituts fĂŒr Klinische Pharmakologie Mannheim, das zur UniversitĂ€t Heidelberg gehört.

Die HĂ€ufung der Nebenwirkungen bei den Älteren hat nach seinen Angaben oft einen strukturellen Grund: Arzneimittel werden in den meisten FĂ€llen vor allem an jungen Menschen getestet, wie der Experte sagt. Diese können mögliche Nebenwirkungen im Vergleich noch deutlich besser wegstecken. "Im Gegensatz dazu haben Senioren aber verĂ€nderte Stoffwechsel und sind viel empfĂ€nglicher fĂŒr negative Folgen."

Zwar beeinflussen sich Arzneimittel manchmal auch gegenseitig. "Es kann passieren, dass ein Medikament durch ein anderes möglicherweise schlechter abgebaut werden kann – aber das ist das geringste Problem bei Polymedikation", so Wehling.

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Das Hauptproblem ist laut dem Experten ein anderes – nĂ€mlich: Je mehr Medikamente eingenommen werden, desto wahrscheinlicher wird die UnvertrĂ€glichkeit gegen eines oder mehrere.

Der Körper kann vergiften

Diese UnvertrĂ€glichkeiten zeigen sich zum Beispiel hĂ€ufig in VerwirrtheitszustĂ€nden oder in einem beeintrĂ€chtigten Denk- und Merkvermögen. Auch Nierenprobleme und Blutungen im Magen-Darm-Trakt können ein Hinweis sein. "Die Organe der Ă€lteren Patienten werden immer klappriger", sagt Wehling. "Und dafĂŒr nehmen sie immer mehr Arzneimittel, die sie immer schlechter vertragen". Das vergiftet den Körper regelrecht.

"Man hört oft: "Er hat nach kurzer Zeit so abgebaut!" oder: "Sie war plötzlich ganz verwirrt!"", sagt Wehling. Dabei könne es sein, dass das jeweilige Medikament zwar an sich sehr gut ist – fĂŒr Senioren jedoch einfach nicht geeignet ist.

An der Stelle sind auch die Patienten selbst gefragt. Man sollte wachsam sein und auf seinen Zustand achten. Tut das Medikament das, was es soll? FĂŒhlt man sich besser, oder vielleicht schlechter? Bei Letztgenanntem sollte der behandelnde Arzt nachjustieren.

Dabei sollten sich Ältere nicht vertrösten lassen. "Es geht nicht, dass ein Arzt sagt: "Kommen Sie im nĂ€chsten Quartal wieder!"", so Wehling. "Wenn er etwas verschrieben hat, muss er auch ĂŒberprĂŒfen, ob es wirkt oder schadet." Die Überwachung der Therapie sei einer der wichtigsten Punkte der Ă€rztlichen Betreuung.

Vorbereitet in die Praxis

Patientinnen und Patienten, die sich angesprochen fĂŒhlen, können sich auf den nĂ€chsten Arztbesuch vorbereiten. DafĂŒr gibt es Hilfe: "Wir haben in einer Liste die gĂ€ngigsten verschriebenen Medikamente aufgezĂ€hlt – und bessere direkt empfohlen", so Wehling.

Der behandelnde Arzt kann mit dieser sogenannten "Forta"-Liste direkt feststellen, ob ein Medikament fĂŒr Senioren gut oder weniger gut geeignet ist. Das hilft ihnen bei der AbwĂ€gung von Nutzen und Risiko. Die Liste gibt es online oder als Mobile-App fĂŒr iOS und Android.

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"Es geht auch meistens nicht um die Zahl der Medikamente, die man einnimmt, sondern um ihre QualitÀt", sagt Wehling. Auf keinen Fall sollte man selbst an seinem Medikationsplan herumdoktern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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