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Helicobacter pylori: Wie gefährlich ist der Magenkeim?

Bakterielle Besiedlung  

Helicobacter pylori: Wie gefährlich ist der Magenkeim?

04.06.2018, 07:08 Uhr | cme/LR/lk

Helicobacter pylori: Wie gefährlich ist der Magenkeim?. Helicobacter pylori Bakterie (Quelle: Getty Images/royaltystockphoto)

Helicobacter pylori: Die Bakterie kann uns krank machen. (Quelle: royaltystockphoto/Getty Images)

Er ist klein, nistet sich im Magen ein und wird oft nicht bemerkt: Der Magenkeim Helicobacter pylori. Jeder dritte Deutsche trägt ihn im Bauch. Allerdings ist er alles andere als harmlos. Das stäbchenförmige Bakterium ist nicht nur Hauptverursacher von Magenschleimhautentzündungen, sondern löst auch Magengeschwüre und manchmal auch Magenkrebs aus.

Lesen Sie hier, welche die Symptome von Helicobacter pylori sind, wie therapiert werden kann und ob die Krankheit ansteckend ist.

Die Symptome von Helicobacter pylori werden häufig nicht bemerkt

Helicobacter pylori ist weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung trägt den Keim im Magen. Meist verläuft eine Infektion jedoch völlig unbemerkt und das Bakterium verursacht keine Beschwerden. Allerdings regt Helicobacter pylori die Säureproduktion im Magen an. Bei bis zu 15 Prozent der Infizierten bilden sich dadurch chronische Magenschleimhautentzündungen, die zu Geschwüren oder sogar zu Magenkrebs führen können. Als Beschwerden können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Manche leiden auch unter Magendrücken, Blähungen, Sodbrennen oder vermehrtem Aufstoßen.

Ansteckung über den Mund

Wie das Bakterium übertragen wird, ist noch unklar. Man vermutet aber, dass die Ansteckung über den Mund erfolgt und durch schlechte Hygiene verstärkt auftritt. Rund 80 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern leben mit dem Keim, doch auch in Deutschland ist er weit verbreitet. Beim Verdacht auf eine Infektion mit Helicobacter pylori stehen verschiedene Tests zur Verfügung.

Mithilfe eines Atemtestes kann der Arzt feststellen, ob die chronische Entzündung vorliegt. Außerdem kann ein Bluttest auf Antikörper durchgeführt werden. Eine Stuhlprobe kann zeigen, ob Antigene vorliegen. Absolute Gewissheit bringt aber erst eine Magenspiegelung. Mit einem kleinen Schlauch, den der Patient schluckt, können so Gewebeproben aus dem Magen entnommen werden. Diese müssen dann im Labor untersucht werden. Die Mehrheit der chronischen Magenschleimhautentzündungen werden durch einen Befall durch Helicobacter pylori ausgelöst.

Antibiotika als Therapie wirkt gegen die Bakterien

Um den Magenkeim zu vertreiben, wenden Ärzte in der Regel eine Kombinationstherapie aus zwei verschiedenen Antibiotika und sogenannten Protonenpumpenhemmern an  – das sind Arzneimittel, die die Säureproduktion im Magen eindämmen. Nach der Behandlung ist die Magenschleimhaut in der Regel vom gefährlichen Bakterium befreit.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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