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Was hinter nächtlichem Harndrang steckt

Was hinter nächtlichem Harndrang steckt

02.05.2012, 13:24 Uhr | mm

Was hinter nächtlichem Harndrang steckt. Jeder Dritte ist nachts schon mal gewandert. (Quelle: imago images)

Jeder Dritte ist nachts schon mal gewandert. (Quelle: imago images)

Der Körper ist von Natur aus so eingestellt, dass wir trotz Schlummertrunk normalerweise nachts nicht auf die Toilette müssen. Wen der Harndrang doch aus dem Bett treibt, hat vielleicht Probleme mit der inneren Uhr. Doch auch ernsthafte Erkrankungen können dahinter stecken. Lesen Sie hier fünf Gründe, warum wir nachts müssen.

Protein steuert den Harndrang

Japanische Forscher der Kyoto University haben sich mit dem Phänomen des nächtlichen Harndrangs beschäftigt und sind dabei auf ein wichtiges Protein gestoßen: Das sogenannte Connexin43 gibt dem Gehirn das Signal. Im Fachjournal "Natur Communications" berichten die Wissenschaftler, dass das Protein nachts in größeren Mengen produziert wird. Die Folge: Die Nieren produzieren weniger Urin und die Blase kann mehr Flüssigkeit speichern, bevor das Gehirn das Harndrang-Signal erhält. Dadurch bleibt der Schlaf länger ungestört, unabhängig davon, wie viele Getränke vorher aufgenommen wurde.

Gestörter Tagesrhythmus treibt zur Toilette

Da das Protein mit der inneren Uhr des Menschen in Verbindung steht, könnte hier eine Erklärung für nächtliche Bedürfnisse liegen. Das Forscherteam um Osamu Ogawa vermutet, dass sowohl bei älteren Betroffenen als auch bei bettnässenden Kindern der Tages- und Nachtrhythmus gestört sein könnte. Dadurch werde generell weniger Connexin43 produziert, wodurch der Harndrang den Schlaf stört. Da die Versuche jedoch an Mäusen durchgeführt wurden, sind auch weitere Faktoren denkbar, so die Wissenschaftler. Beispielsweise könnten bestimmte Hirnfunktionen und eine Überproduktivität der Nieren ausschlaggebend für die nächtlich überaktive Blase sein.

Volle Blase weist auf Herzschwäche hin

Aber auch lebensbedrohliche Herzkrankheiten stehen mit häufigem Wasserlassen in Verbindung. Wer in der Nacht zweimal oder öfter zur Toilette muss, kann an verengten Herzkranzgefäßen leiden. Kann das schwache Herz keine ausreichende Blutzirkulation gewährleisten, dringt Wasser aus den Venen ins Gewebe und füllt die Blase. Gibt es keine andere Ursache, sollten Betroffene zur Untersuchung einen Kardiologen aufsuchen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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