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Zecken, Bremsen & Co.: Das sind die fiesesten Insekten des Sommers

Zecken, Bremsen, Wespen  

Die fiesesten Insekten des Sommers

31.08.2020, 09:36 Uhr | cme, Teresa Nauber, dpa-tmn, t-online, cch

Zecken, Bremsen & Co.: Das sind die fiesesten Insekten des Sommers. Bremse: Die Insekten werden mitunter von Schweiß angelockt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Ian_Redding)

Bremse: Die Insekten werden mitunter von Schweiß angelockt. (Quelle: Ian_Redding/Thinkstock by Getty-Images)

Sie krabbeln im hohen Gras oder surren nachts in unserer Wohnung umher: Zecken, Mücken & Co. können uns das Leben im Sommer schwer machen. Manche stechen oder beißen nur zu, wenn sie gereizt werden. Andere haben es grundsätzlich auf unser Blut abgesehen. Aber es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen.

Zwar sind es gefühlt eher Mücken und Wespen, die uns im Sommer stören. In puncto Gesundheitsgefahr liegen jedoch Zecken auf Platz eins. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Krabblern übertragen die Blutsauger gefährliche Krankheiten. Die sechs fiesesten Insekten im Sommer:

Platz 1: Die Zecke

Zecke: Zecken bohren sich mit Bewegungen ähnlich wie Brustschwimmer in die Haut von Menschen, um sich dort festzusaugen. Dabei können sie FSME und Lyme-Borreliose übertragen.. (Quelle: dpa/picture alliance)Zecke: Zecken bohren sich mit Bewegungen ähnlich wie Brustschwimmer in die Haut von Menschen, um sich dort festzusaugen. Dabei können sie FSME und Lyme-Borreliose übertragen.. (Quelle: picture alliance/dpa)

Die häufigsten Krankheiten, die durch Zecken auf den Menschen übertragen werden, sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Wissenschaftler der Universität Hohenheim bezeichneten die Zecke daher auch schon als "das gefährlichste Tier Deutschlands". Kein anderes Tier hierzulande verursache jährlich so viele Erkrankungen wie die Zecke, so die Forscher. Da man sich vor allem gegen Borreliose nicht impfen lassen kann, bleibt nur die Empfehlung, sich in Feld, Wald und hohem Gras mit geeigneter Kleidung, langen Hosen und festen Schuhen vor Zecken zu schützen.

Platz 2: Die Bremse

Bremse: Die Insekten sehen etwas aus wie normale Fliegen – können aber stechen. (Quelle: Getty Images/PeteMuller)Bremse: Die Insekten sehen etwas aus wie normale Fliegen – können aber stechen. (Quelle: PeteMuller/Getty Images)

Bremsen ähneln äußerlich normalen Fliegen. Aber sie haben es auf das Blut von Mensch und Tier abgesehen. Ihre Stiche können äußerst schmerzhaft sein, jucken und anschwellen, wenn die Haut allergisch auf den Speichel der Bremse und die darin enthaltenen Gerinnungshemmer reagiert. Die Bremse kann eine Reihe von Krankheiten übertragen – darunter auch Lyme-Borreliose. Laut Umweltbundesamt sei eine solche Übertragung in Deutschland aber bisher nicht bekannt. Sicherheitshalber sollte man einen Bremsenstich gut beobachten.

Besonders aktiv sind Bremsen an schwülen Tagen und in der Nähe von Wiesen- und Feuchtgebieten. Gängige Mückenschutzmittel helfen gegen die aufdringlichen Stechfliegen nicht. Da sie auch durch ein dünnes T-Shirt stechen können, ist der einzige Schutz ausreichend dicke Kleidung.

Wer einer Bremsen-Attacke vorbeugen will, hält sich bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht verschwitzt an Seen auf. Bremsen werden nämlich von Schweiß angelockt. Die Insekten sind vor allem zwischen April und August aktiv.

Platz 3: Die Wespe

Wespe: Die Tiere sind auch nützlich, denn sie ernähren sich unter anderem von Schädlingen wie Blattläusen und Raupen. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)Wespe: Die Tiere sind auch nützlich, denn sie ernähren sich unter anderem von Schädlingen wie Blattläusen und Raupen. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Keine Frage: Die Wespe zählt zu den unangenehmsten Zeitgenossen des Sommers. Sie ist immer dann da, wenn wir Speisen und Getränke im Freien verzehren. Dabei werden nur zwei Arten dem Menschen gegenüber zudringlich: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Dies ist besonders im Spätsommer der Fall. Ein Stich ist zwar sehr schmerzhaft, aber für die meisten Menschen nicht gefährlich. Bei Allergikern hingegen kann schon ein einziger Stich lebensbedrohlich werden. Selbst aufdringliche Wespen stechen aber nur dann zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Die beste Strategie, um nicht gestochen zu werden, lautet daher: ruhig bleiben.

Platz 4: Der Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner: Die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis hervorrufen. (Quelle: Getty Images/dennisvdw)Eichenprozessionsspinner: Die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis hervorrufen. (Quelle: dennisvdw/Getty Images)

Der Eichenprozessionsspinner mag lichte Eichenwälder, Einzelbäume und Siedlungen in warmtrockenen Regionen. Vor allem in Regionen der fränkischen Platte, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen kommt er häufig vor.

Nur wenige Wochen im Jahr – meist im Juni oder Juli – können die Raupen des Eichenprozessionsspinners dem Menschen gefährlich werden. Doch dann wird es heftig: Wer die Gifthärchen der Raupen auf die Haut bekommt oder gar einatmet, muss mit Atemproblemen, Fieber und üblem Hautausschlägen rechnen. Letztere können sich entzünden und tagelang andauern. Das ist der Grund dafür, dass die Giftraupen Jahr für Jahr in öffentlichen Parks und Schwimmbädern bekämpft werden. Der beste Schutz: betroffene Parks und Wälder meiden.

Platz 5: Die Grasmilbe

Grasmilbe: Die Larven der Grasmilbe sind alljährlich im Sommer aktiv. Ihr Biss kann Quaddeln an Kniekehlen und Füßen hervorrufen. (Quelle: imago images/Chromeorange)Grasmilbe: Die Larven der Grasmilbe sind alljährlich im Sommer aktiv. Ihr Biss kann Quaddeln an Kniekehlen und Füßen hervorrufen. (Quelle: imago images/Chromeorange)

Die Grasmilbe ist auch als Herbstmilbe oder Erntemilbe bekannt. Ihre winzigen rötlichen Larven gelangen von den Spitzen der Grashalme auf den Körper und beißen sich an Knöcheln, Kniekehlen oder Achselhöhlen fest. Dort verursachen sie fiese Stiche, die oft stark anschwellen und bis zu 14 Tage lang jucken können. Gefährlich sind diese jedoch nicht, die Milben übertragen keine Krankheiten. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Stiche aufgekratzt werden: Dann können Bakterien in die Wunde gelangen und im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung hervorrufen.

Platz 6: Die Kriebelmücke

Kriebelmücke: Wenn Sie von dem Tier gestochen worden sind, sollten Sie den Stich kühlen. (Quelle: Getty Images/blickwinkel, dpa)Kriebelmücke: Wenn Sie von dem Tier gestochen worden sind, sollten Sie den Stich kühlen. (Quelle: Getty Images/blickwinkel, dpa)

Die vor allem in Süddeutschland beheimatete Kriebelmücke ähnelt äußerlich einer Stubenfliege. Ihre Bisse verursachen Schwellungen und starken Juckreiz, der wochenlang andauern kann. Schuld ist der giftige Speichel, den das kleine Insekt in hoch konzentrierten Mengen abgibt.

Mitunter entzünden sich die Stiche und verursachen dann Fieber und Schmerzen. Wer sich die lästigen Mücken vom Leib halten will, greift am besten zu Mückenspray oder langer Kleidung.


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