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Schleier auf den Augen: Das sind die Anzeichen für einen Augeninfarkt


Plötzliche Sehstörungen  

So tückisch ist der Augeninfarkt

17.07.2019, 10:50 Uhr | stw/ cme /ag

Schleier auf den Augen: Das sind die Anzeichen für einen Augeninfarkt. Auge: So gefährlich ist der Sehsturz (Quelle: BVA/Prof. Dr. H. Busse, Universitätsklinikum Münster)

Bei einem Verschluss der Zentralarterie wird die gesamte Netzhaut nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. (Quelle: BVA/Prof. Dr. H. Busse, Universitätsklinikum Münster)

Man sieht plötzlich verschwommen oder hat einen Schleier vor dem Auge: Ein Augeninfarkt tut nicht weh, muss aber sofort behandelt werden. Jedoch nehmen viele Betroffene die Warnzeichen nicht ernst und gehen zu spät zum Arzt.

Akute Durchblutungsstörungen im Auge werden als Augeninfarkt oder Sehsturz bezeichnet. Vergleichbar ist diese Situation mit einem Herzinfarkt, der durch eine verschlossene Arterie verursacht wird. Bei einem Augeninfarkt unterscheiden Ärzte zwischen einem arteriellen und einem venösen Infarkt.

Bei einem Augeninfarkt droht Erblindung

Das Tückische an der Krankheit ist, dass am Anfang die Sehstörungen oft wieder verschwinden. Doch die Netzhaut kann für immer geschädigt bleiben, so dass im schlimmsten Fall die Erblindung droht.

Die Versorgung der Netzhaut ist gestört

Beim Verschluss einer Vene ist die Versorgung der Netzhaut gestört. Die Folge: Blutungen und Schwellungen in der umgebenden Netzhaut. Je nachdem, ob nur kleinere Gefäße betroffen sind oder die zentrale Vene, können die Symptome unterschiedlich ausfallen. Manche Betroffene klagen nur über einen leichten Schleier im Blickfeld, andere sind in ihrer Sicht stark eingeschränkt.

Venenverschlüsse im Auge sind häufig

Laut Angaben der Augenärztlichen Akademie Deutschland ist ein Venenverschluss nach einer diabetischen Netzhauterkrankung die häufigste Gefäßkrankheit des Auges. Die Behandlung richtet sich nach Grad und Form der Durchblutungsstörung. Durch Medikamente wird unter anderem versucht, den Augendruck zu senken. Nach einem venösen Verschluss kann sich die Sehkraft wieder erholen. In vielen Fällen bleibt sie jedoch eingeschränkt.

Arterieninfarkt gilt als Notfall

Auch beim arteriellen Infarkt können kleine und große Arterien betroffen sein. Verschließt sich die Zentralarterie, ist schnelles Handeln gefragt. Da die Blut zuführende Arterie im Auge verstopft ist, wird der Sehnerv nicht mehr durchblutet und die gesamte Netzhaut nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Oft passiert ein arterieller Augeninfarkt in den frühen Morgenstunden. Betroffene bemerken den Verlust ihrer Sehschärfe ganz plötzlich. Das Tückische: Dem Infarkt gehen keine Schmerzen voraus. Einige Patienten klagen jedoch über Gesichtsfeldausfälle.

Schnelle Hilfe ist wichtig

Kommt es zu einem arteriellen Augeninfarkt muss schnell gehandelt werden. Sonst kann das  Auge für immer geschädigt bleiben. Studien haben gezeigt, dass 90 Minuten nach dem Verschluss die Chance für eine Regeneration der Netzhaut deutlich abnimmt. Daher sollten Sie bei Verdacht auf einen Augeninfarkt sofort einen Augenarzt aufsuchen. Dieser wird Sie in der Regel nach der Erstversorgung umgehend in eine Augenklinik überweisen.
 

 
Ursachen für die Sehstörungen

Die häufigste Ursachen für Gefäßverschlüsse im Auge sind Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Diabetes Typ 2 sowie Fettstoffwechselstörungen. Aber auch Übergewicht und Rauchen begünstigen Verschlüsse. Zudem sind meist ältere Patienten betroffen, die an den genannten Risikofaktoren leiden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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