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Osteoporose-Test: Wie hoch ist Ihr persönliches Risiko für Osteoporose?

Osteoporose-Risiko-Test  

Wie hoch ist Ihr Risiko für Osteoporose?

Von Andrea Goesch, Moritz Faller

19.10.2020, 15:04 Uhr
Osteoporose-Test: Wie hoch ist Ihr persönliches Risiko für Osteoporose?. Röntgenaufnahme einer Fraktur im linken Hüftknochen. Knochenbrüche dieser Art treten häufig infolge von Osteoporose auf.  (Quelle: Getty Images/stockdevil)

Röntgenaufnahme einer Fraktur im linken Hüftknochen. Knochenbrüche dieser Art treten häufig infolge von Osteoporose auf. (Quelle: stockdevil/Getty Images)

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken. Ein krummer Rücken, Schmerzen und Knochenbrüche bei geringem Anlass können erste Hinweise auf die Krankheit sein.  Der folgende Selbst-Test, der vom Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband (OSD) entwickelt wurde, gibt Ihnen eine erste Einschätzung darüber, wie hoch Ihr Risiko ist.

Beachten Sie: Der Test ersetzt keine ärztliche Diagnose. Er analysiert nur bestimmte Risikofaktoren und zeigt auf, ob Sie eine erhöhte Gefahr haben, an Knochenschwund zu erkranken. Um sicher zu sein, ob Sie von Osteoporose betroffen sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Osteologen.

Testen Sie sich selbst: Wie hoch ist Ihr Osteoporose-Risiko?

Familiäre Vorbelastung

Vater oder Mutter hatten Knochenbrüche ohne ersichtlichen Grund

    

Vater oder Mutter hatten einen Rundrücken

    

Persönliche Daten

Ich bin älter als 60 Jahre

    

Ich bin untergewichtig oder habe deutlich an Gewicht verloren

    

Ich fühle mich schwach und krank

    

Ich bin sehr schlank

    

Ich hatte einen Knochenbruch nach dem 50. LebensJahr

    

Bei mir wurde eine niedrige Knochendichte gemessen

    

Körperliche Verfassung

Ich habe als Kind wenig Sport getrieben

    

Ich treibe keinen Sport und bewege mich wenig

    

Ich bin länger bettlägerig oder auf den Rollstuhl angewiesen

    

Ich komme weniger als eine halbe Stunde täglich an die Sonne

    

Frauensache

Die Menopause begann bei mir vor dem 45. Lebensjahr

    

Meine Eierstöcke mussten früh operativ entfernt werden

    

Ich bin Mutter mehrerer Kinder

    

Männersache

Bei mir wurde ein niedriger Testosteron-Spiegel gemessen

    

Ernährung

Ich verzehre selten Milch, Käse und Milchprodukte

    

Ich esse selten frisches grünes Gemüse

    

Ich esse täglich Fleischgerichte

    

Ich esse häufig Fast Food oder verpackte Nahrung

    

Ich verwende häufig und gerne Zucker

    

Lebensstil

Ich bin Raucher (täglich eine Schachtel oder mehr)

    

Ich trinke mehr als 4 Tassen Kaffee am Tag

    

Ich trinke mehr als 3 Dosen Cola pro Tag

    

Ich trinke täglich mehr als 2 alkoholische Getränke

    

Krankheiten

Ich habe eine Überfunktion der Schilddrüse

    

Ich habe eine chronische Nieren- oder Lebererkrankung

    

Ich habe eine entzündliche Darmerkrankung

    

Ich bin Diabetiker

    

Ich habe oft Verdauungsprobleme (Blähungen, Durchfall)

    

Medikamente

Ich musste länger als ein halbes Jahr Prednison, Heparin, Marcumar oder Cortison einnehmen

    

Ich musste länger als ein halbes Jahr Tranquilizer, Psychopharmaka oder Mittel gegen Epilepsie einnehmen

    

Auswertung

0
 
x Ja
     
0
 
x Nein



© OSD Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e.V.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine Krankheit des Skelettsystems, bei der die Knochen ihre Festigkeit verlieren und deshalb eher brechen. Nicht nur ältere Frauen nach den Wechseljahren, sondern auch Männer können betroffen sein. Etwa ein Viertel aller Menschen im Alter über 50 Jahre, also 7,8 Millionen, leiden in Deutschland an Osteoporose. 

Durch den Abbau der Knochensubstanz, die häufig in Zusammenhang mit einem Kalzium-Mangel auftritt, werden die Knochen immer poröser und brechen leicht, bevorzugt im Bereich der Wirbelsäule, an der Hüfte, am Oberschenkel und am Unterarm. 

Osteoporose entwickelt sich meist langsam. Anfangs haben Betroffene im Allgemeinen keine Beschwerden. Erst im weiteren Verlauf treten Schmerzen, beispielsweise Rücken- und Knieschmerzen, auf. Viele Patienten beginnen erst spät mit einer Therapie und haben eine schlechte Prognose, im Alter beschwerdefrei zu leben.

Wie wird Osteoporose festgestellt?

Um Osteoporose zu erkennen, gibt es folgende Diagnostik-Verfahren:

  1. Knochendichtemessung (Osteodensitometrie oder DXA-Methode) unter der Verwendung von Röntgenstrahlen (Dual Energy Röntgen Apsorptiometrie, DXA).  Standardmäßig wird die Messung an zwei Bereichen vorgenommen: Hüftgelenk und Lendenwirbelsäule und dauert ca. 15 bis 30 Minuten. Die Werte dieser Knochendichtemessung ergeben sich aus dem Grad der Abschwächung der Röntgenstrahlen durch die Knochenmasse. Dabei gilt der Grundsatz: Je geschädigter ein Knochen ist, desto durchlässiger wird er für die Strahlen.
  2. Qualitative Computertomografie (QCT). Das Verfahren liefert sehr exakte Bilder und und ermöglicht die getrennte Messung von Knochenaußenschicht und Knochenbälkchen. Messungen werden an der Wirbelsäule, an Unterarm, Mittelhand, Unterschenkel oder Ferse durchgeführt.
  3. Quantitative Ultraschall-Messung: Die Aufnahmen geben Aufschluss über die vorhandene Knochenmenge sowie die Knochenfestigkeit und -elastizität. Der Vorteil: Die Geräte funktionieren strahlenfrei. Der Nachteil: die Knochendichte kann nicht genau bestimmt werden.

Allerdings zeigt sich eine Osteoporose auf Röntgenbildern erst, wenn der Patient bereits in einem  fortgeschrittenes Stadium ist. viele Patienten haben daher schon Knochenbrüche erlitten, bevor sie eine Diagnose erhalten. 

DXA-Messung:  Was bedeutet der Wert für die Knochendichtemessung?

Die DXA-Messung ist die als einzige Methode der Knochendichtemessung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Dachverband Osteologie e.V. empfohlen wird. Das Ergebnis der Knochendurchlässigkeit, das aus dieser Methode resultiert, wird als T-Score (T-Wert) dargestellt. Die Messergebnisse werden wie folgt interpretiert:

  • T-Wert 0: Entspricht der Knochendichte eines gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 30.
  • T-Wert -1: normale Knochendichte
  • T-Wert -1 bis -2,5: verminderte Knochendichte (Osteopenie)
  • T-Wert kleiner als 2,5: Osteoporose 

Kosten der Knochendichtemessung

Die Kosten der Knochendichtemessung betragen um die 50 Euro. Als Methode der reinen Früherkennung, also ohne Krankheitsanzeichen, ist die Untersuchung immer eine Privatleistung (IGeL) und muss vom Patienten bezahlt werden. 

Zu einer Kassenleistung wird die Knochendichtemessung, wenn:

  • der Arzt die Absicht hat, aufgrund konkreter Befunde einen Knochenschwund mit Medikamenten zu behandeln.
  • ein Bruch vorliegt.
  • die Messung bei Patienten erfolgt, bei denen die Diagnose Osteoporose bereits gestellt wurde. Laut den Verbraucherzentralen haben Osteoporose-Patienten alle fünf Jahre Anrecht auf eine von der Krankenkasse bezahlte Knochendichtemessung.
  • ein erhöhtes Risiko für Osteoporose vorliegt, beispielsweise bei chronisch kranken Patienten.

Osteoporose erkennen: Blut- und Urintest

Neben der Knochendichtemessung und dem Ultraschall-Verfahren gibt es seit einiger Zeit auch einen Labortest, der Osteoporosen feststellt. Der Test, für den lediglich eine Blut- und Urinprobe benötigt wird, gibt Auskunft darüber, ob Kalzium im im Skelett ein- oder abgebaut wird. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Deutscher Internisten bringt er früher als die bildgebenden Verfahren den Knochenabbau zum Vorschein und erspart dem Patienten zudem eine Belastung durch Röntgenstrahlen. 

Darüber hinaus helfen die Blutwerte dem Arzt bei der Therapieplanung: Wenn zum Beispiel der Kalziumspiegel im Blut sehr niedrig ist, darf der Patient nicht mit bestimmten Osteoporose-Medikamenten behandelt werden.

Der Bluttest wird bereits in einigen Arztpraxen angewandt, ist aber auch in Apotheken erhältlich. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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