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Thromboserisiko durch Corona viel höher als durch Astrazeneca

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 17.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Der Impfstoff von Astrazeneca: Das Mittel ist wegen vereinzelt aufgetretener Thrombosen bei vielen Menschen unbeliebt.
Der Impfstoff von Astrazeneca: Das Mittel ist wegen vereinzelt aufgetretener Thrombosen bei vielen Menschen unbeliebt. (Quelle: TT/imago-images-bilder)
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Das Risiko für Hirnvenenthrombosen ist nach einer Covid-19-Erkrankung deutlich höher als nach einer Corona-Impfung, das zeigt eine neue

Das Wichtigste im Überblick


Nach Fällen von gefährlichen Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit Impfungen von Astrazeneca gab es zunächst einen Impfstopp, mittlerweile wurde die Altersbeschränkung für den Wirkstoff angepasst. Jetzt haben britische Wissenschaftler untersucht, wie häufig diese Sinusvenenthrombosen im Vergleich nach einer Covid-19-Erkrankung, einer Impfung mit Biontech oder Moderna oder auch einer Grippe vorkommen. Die Ergebnisse sollten allerdings genau betrachtet werden.


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Was hat die Studie untersucht?

Die Forschenden der Universität Oxford haben die Fälle der Sinusvenenthrombosen gezählt, die zwei Wochen nach einer Covid-19-Diagnose oder auch nach der ersten Impfstoffdosis mit einem der mRNA-Impfstoffe von Moderna oder Biontech aufgetreten sind.

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Die Ergebnisse wurden mit den bekannten Zahlen der Thrombosen nach einer Grippe sowie der allgemeinen Häufigkeit von solchen Thrombosen in der Bevölkerung verglichen. Die Studie ist bisher noch nicht wissenschaftlich begutachtet worden, gilt also noch als Preprint-Studie.

Welche Ergebnisse gibt es aus Oxford?

Die Forscher berichten, dass die Hirnvenenthrombosen nach einer Covid-19-Infektion häufiger auftreten als in den Vergleichsgruppen, und zwar:

  • acht bis zehnmal häufiger als nach einer Impfung und
  • etwa 100 Mal häufiger als allgemein in der Bevölkerung.

Die absoluten Zahlen zeigen: Bei mehr als 500.000 Covid-19-Patienten trat bei 39 von einer Million eine der gefährlichen Thrombosen auf. Von 480.000 Menschen, die einen Impfstoff von Biontech oder Moderna erhalten haben, trat die Thrombose nur in vier von einer Million Fällen auf. Bei Astrazeneca liegt der Wert bei etwa fünf von einer Million Menschen. Alle Vergleiche müssen der Studie zufolge aber "mit Vorsicht interpretiert werden", da noch Daten fehlen.

Welche Schlussfolgerungen ziehen die Wissenschaftler?

Die Wissenschaftler kommen zu zwei wichtigen Schlussfolgerungen:

  • Covid-19 erhöht das Risiko einer Sinusvenenthrombose deutlich.
  • Das Risiko einer solchen Thrombose ist nach einer Infektion höher als nach einer Impfung mit den derzeitigen Vakzinen.

"Dies sollte berücksichtigt werden, wenn das Gleichgewicht zwischen Risiko und Nutzen für die Impfung in Betracht gezogen wird", erklären die Forscher.

Wie hoch ist das Risiko für Hirnvenenthrombosen tatsächlich bei Biontech/Pfizer und Moderna?

Die Ergebnisse der Studie könnten den Eindruck erwecken, dass das Thromboserisiko nach einer Impfung mit Moderna und Biontech/Pfizer ähnlich hoch sei wie nach einer Impfung mit Astrazeneca, dessen Einsatz deshalb eingeschränkt wurde.

Dieser Schluss lässt sich aus der Untersuchung aber nicht mit Gewissheit ziehen. Denn die Zahlen, die die Forscher darin erhoben haben, stammen aus Patientendatensätzen. Die Zahlen zu Astrazeneca hingegen kommen von der Europäischen Arzneimittelagentur (Ema), die gemeldete Nebenwirkungen registriert.

Diese Daten aus den verschiedenen Quellen in Bezug zu setzen, könne für Verunsicherung sorgen, betont "Spiegel Online", da die Werte nicht vergleichbar seien. Bei der Ema könne es zu einer "Untererfassung" kommen, weil nicht jede mögliche Nebenwirkung auch gemeldet werde.

Bei den Patientendatensätzen, die der Studie zugrunde liegen, könne es hingegen zu einer "Übererfassung" kommen. Etwa, weil Daten falsch eingegeben wurden. Denn nach der Gabe von fast 100 Millionen Dosen Biontech in den USA hat es bisher keine einzige Meldung zu einer Sinusvenenthrombose gegeben. Bei rund 85 Millionen Dosen Moderna waren es laut "Spiegel Online" drei gemeldete Fälle von Hirnvenenthrombosen. Demnach liegt das tatsächliche Risiko wahrscheinlich deutlich unter den Werten, die in der Studie angenommen werden.

Wie hoch ist das Risiko für Thrombosen bei einer Covid-Infektion?

Seit langem ist bekannt, dass Covid-19 das Risiko für Thrombosen steigert. Die neue Studie zeigt, wie hoch das Risiko für eine Hirnvenenthrombose im Vergleich zum Risiko nach einer Grippe oder nach einer Covid-Impfung ist.

20 von den mehr als 513.000 Covid-Patienten erhielten demnach binnen zwei Wochen die Diagnose einer Sinusvenenthrombose, was umgerechnet 39 Fällen pro einer Million Menschen entspricht. Sechs der Fälle waren Personen unter 30 Jahren. Von rund 172.000 Grippepatienten hingegen erlitt keiner eine der gefährlichen Thrombosen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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