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Schwangere von Delta-Variante besonders gefährdet

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 13.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Schwangerschaft (Symboldbild): Einer neuen Studie zufolge erkranken schwangere Frauen nicht öfter, aber häufiger schwerer an Covid-19.
Schwangerschaft (Symbolbild): Einer neuen Studie zufolge erkranken schwangere Frauen nicht öfter, aber häufig schwerer an Covid-19. (Quelle: Getty AndreyPopov/getty-images-bilder)
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Schwangere sind von den Impfstoffstudien ausgeschlossen – dabei erkranken sie Studien zufolge häufig schwerer an Covid-19. Können sie durch eine Corona-Impfung geschützt werden?

Das Wichtigste im Überblick


  • Können sich schwangere oder stillende Frauen impfen lassen?
  • Sollten sich auch Frauen mit Kinderwunsch impfen lassen?

Ein Großteil der Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit dem Coronavirus infizieren, haben einen symptomlosen Verlauf oder nur milde Symptome. Und auch das Baby bleibt meist von einem schweren Krankheitsverlauf verschont. Allerdings fanden Forscher heraus, dass Schwangere, bei denen es zu einem schweren Covid-19-Verlauf kommt, ein höheres Risiko für Krankenhausaufenthalte haben als Frauen gleichen Alters, die nicht schwanger sind.


Diese Organe kann das Coronavirus schädigen

Covid-19 galt zunächst nur als Erkrankung der Atemwege und Lunge. Doch Untersuchungen konnten zeigen, dass sich das Coronavirus auch in anderen Organen ausbreiten kann.
Der SARS-CoV-2-Erreger befällt vor allem die unteren Atemwege. Betroffene mit einem mittleren oder schweren Verlauf entwickeln meist einen trockenen Husten, Atemnot und/oder sogar eine Lungenentzündung. Besonders vorgeschädigte Lungen – zum Beispiel durch Rauchen – scheinen anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf zu sein.
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Zudem zeigen neue Untersuchungen, dass die Delta-Variante ein wesentlich größeres Risiko für schwangere Frauen darstellt als frühere Stämme des Coronavirus.

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Sterberisiko bei schwangeren Infizierten deutlich erhöht

Eine Studie aus Oxford, an der 2.100 schwangere Frauen aus 18 Ländern teilnahmen, ergab sogar: Frauen, die in der Schwangerschaft an Covid-19 erkranken, haben ein 20-fach höheres Risiko zu sterben als nicht infizierte Schwangere. Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 706 schwangere Frauen, bei denen Covid-19 diagnostiziert worden war. Als Kontrolle dienten 1.424 schwangere Frauen ohne Corona-Diagnose.

Auch Frühgeburten kamen bei Corona-infizierten Schwangeren etwa doppelt so häufig vor wie bei nicht infizierten Schwangeren.

Die Hauptaussage der Studie, die im englischsprachigen Fachblatt "JAMA Pediatrics" veröffentlicht wurde, ist den Studienautoren zufolge, dass Schwangere sich zwar nicht häufiger infizieren als nicht schwangere Frauen, aber ein höheres Risiko haben, schwer zu erkranken. Sie empfehlen deshalb, dass alle Schwangeren eine Covid-19-Impfung erhalten sollten.

Doch Schwangere waren und sind von den Impfstoffstudien ausgeschlossen. In Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Israel erhalten sie schon länger eine Covid-19-Impfung. In einigen US-Bundesstaaten werden sie sogar bevorzugt geimpft. Doch wie lautet die aktuelle Empfehlung für werdende Mütter und Frauen mit Kinderwunsch in Deutschland?

Können sich schwangere oder stillende Frauen impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht eine Covid-19-Impfempfehlung für bisher ungeimpfte Schwangere und Stillende seit Mitte September aus. Empfohlen werden dabei zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs.

Sollten sich auch Frauen mit Kinderwunsch impfen lassen?

Die Stiko empfiehlt eine Impfung gegen Covid-19 auch für Frauen mit Kinderwunsch, damit bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft ein sehr guter Schutz vor dieser Erkrankung besteht. "Die verfügbaren Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden", so das RKI.

Vor allem zu Beginn der Impfkampagne kursierte zudem das Gerücht, dass die Impfung unfruchtbar machen könne. Diese Behauptung sei falsch. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gab es demnach keinerlei Hinweise auf eine Beeinträchtigung der weiblichen oder männlichen Fruchtbarkeit.

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Außerdem wurden laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auch mit wiederholter Gabe einer erhöhten Impfstoffdosis bei den nachfolgenden Untersuchungen keine Impfstoff-bezogenen Veränderungen in weiblichen oder männlichen Fortpflanzungsorganen – Eierstöcken oder Hoden – beobachtet. Mehr zu dieser Fehlinformation lesen Sie hier.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
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