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Symptome von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

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Anzeichen eines Zervixkarzinoms  

Gebärmutterhalskrebs? Welche Symptome darauf hinweisen können

Symptome von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Nachdenklich aussehende Frau (Quelle: Getty Images/Pheelings Media)

Gebärmutterhalskrebs bereitet zu Beginn oft keine Symptome. (Quelle: Pheelings Media/Getty Images)

Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich schleichend. Erste Anzeichen sind oft so unspezifisch oder milde ausgeprägt, dass die betroffenen Frauen sie nicht mit Krebs in Verbindung bringen. Bei welchen Symptomen Sie hellhörig werden sollten – und warum die Früherkennung so wichtig ist.

Das Zervixkarzinom, wie Fachleute Gebärmutterhalskrebs auch nennen, entsteht fast immer in Verbindung mit Viren. Als Hauptrisikofaktor gilt eine Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Meist klingt eine solche Infektion folgenlos wieder ab. Bleibt sie länger bestehen, kann sich aus ersten Zellveränderungen Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Bis dahin können Jahre bis Jahrzehnte vergehen.

Tückisch: Gebärmutterhalskrebs ist nicht von Beginn an mit typischen Symptomen verbunden. Anfangs können Beschwerden auftreten, die oft kaum wahrgenommen oder als harmlos abgetan werden. Im Zweifel gilt daher: Frühzeitig die Frauenärztin oder den Frauenarzt aufsuchen!

Zu Beginn meist keine Anzeichen

Im Frühstadium von Gebärmutterhalskrebs fehlen charakteristische Symptome. Normalerweise hat die betroffene Frau keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind diese eher unspezifisch und weisen nicht unbedingt auf eine Krebserkrankung hin. Das kann zum Beispiel eine unerklärliche, lang anhaltende Müdigkeit oder ein ungewöhnlicher Gewichtsverlust sein.

Grundsätzlich gilt: Treten deutliche Symptome von Gebärmutterhalskrebs auf, hat sich das Zervixkarzinom meist schon ausgebreitet. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeiten zur Früherkennung wahrzunehmen.

Mögliche Symptome von Gebärmutterhalskrebs

Im weiteren Verlauf können deutlichere Anzeichen hinzukommen. Dazu zählen etwa

  • Blutungen nach den Wechseljahren oder außerhalb der Periode
  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • eine lang anhaltende Monatsblutung (länger als sieben Tage)
  • ungewöhnlicher Ausfluss; zum Beispiel kann er übel riechen oder anders gefärbt sein als gewohnt (etwa fleischwasserfarben oder blutig)

Wenn Sie solche Beschwerden haben, ist das kein Beweis für Gebärmutterhalskrebs. Meist sind andere, harmlosere Erkrankungen die Ursache. Nur selten steckt tatsächlich ein Zervixkarzinom dahinter. Suchen Sie dennoch Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt auf. Das gilt vor allem, wenn diese Beschwerden über mehrere Wochen hinweg anhalten.

Frau im Gespräch mit einer Ärztin (Quelle: Getty Images/Ridofranz)Ein fortgeschrittenes Zervixkarzinom kann zu verschiedenen Beschwerden führen – im Zweifel ist daher bei Symptomen immer ein Arztbesuch sinnvoll. (Quelle: Ridofranz/Getty Images)

Ist Gebärmutterhalskrebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium, können weitere Symptome hinzukommen. Dazu zählen zum Beispiel

  • Schmerzen, die im Unterbauch, im unteren Rücken und/oder Becken auftreten
  • unerklärliche Schwellungen an einem Bein oder an beiden Beinen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Stuhlgang

Solche Beschwerden können ebenfalls viele Ursachen haben. Klingen die Symptome nicht ab oder werden sie sogar stärker, sollten Sie sie sicherheitshalber zeitnah ärztlich abklären lassen.

Auch ohne Symptome: Früherkennung wahrnehmen

Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen lassen sich frühzeitig erkennen. Daher ist die Früherkennung für Frauen ab 20 Jahren eine Kassenleistung.

Frauen zwischen 20 und 34 haben jährlich Anspruch auf einen sogenannten Pap-Test. Dabei entnimmt die Frauenärztin oder der Frauenarzt einen Zellabstrich von Gebärmutterhalskanal und Muttermund. Die Zellen werden anschließend im Labor untersucht. Liegen starke Zellveränderungen vor, kann dies ein Hinweis auf ein Zervixkarzinom sein. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt wird dann weitere Untersuchungen veranlassen, um eine Diagnose zu stellen. 

Frauen ab 35 haben alle drei Jahre Anspruch auf einen Pap-Test in Kombination mit einem HPV-Test. Dabei wird der Zellabstrich zusätzlich auf humane Papillomviren – die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs – untersucht. Lassen sich HP-Viren nachweisen, ist das Krebsrisiko erhöht. Das gilt insbesondere, wenn es sich um HP-Viren vom sogenannten Hochrisikotyp handelt. Dann sind gegebenenfalls weitere Untersuchungen nötig.

Unabhängig von den empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen gilt: Hören Sie auf Ihren Körper. Wenden Sie sich bei ungewöhnlichen Beschwerden immer an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Verwendete Quellen:
  • Online-Informationen des Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: www.krebsinformationsdienst.de (Abrufdatum: 30.11.2021)
  • Gebärmutterhalskrebs. Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 30.6.2021)
  • S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom. AWMF-Registernummer 032/033OL (Stand: Mai 2021)
  • Krebs in Deutschland für 2017/2018. Robert Koch-Institut, Berlin 2021
  • Gebärmutterhalskrebs. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: Dezember 2020)
  • Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung. Informationsblatt des Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: www.krebsinformationsdienst.de (Stand: 15.1.2020)
  • Gebärmutterhalskrebs. Eine Leitlinie für Patientinnen. "Leitlinienprogramm Onkologie" der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Online-Publikation: www.leitlinienprogramm-onkologie.de (Stand: September 2015)
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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